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26.07.2004

Dankbar für das 1. Streak Jahr

Ein Jahr lang bin ich nun jeden Tag gelaufen.

365 Tage hintereinander.

Eine lange Zeit, in der viel passieren kann.

Meine Frau Ulrike stand 365 Tage voll an meiner Seite. Danke dafür.

In den letzten 365 Tagen wurde ich zum zweiten Mal Opa. ( Danke Marina und Maik )

In den letzten 365 Tagen hatte ich zum normalen acht Stunden Tag noch jede vierte Woche für eine Woche Rufbereitschaft rund um die Uhr.

In den letzten 365 Tagen trennte ich mich von meinem Verein wegen Meinungsverschiedenheiten. Bonnie freut sich, so kann sie immer mit mir laufen.

In den letzten 365 Tagen war ich immer gesund und konnte täglich laufen.

In den letzten 365 Tagen hat Bonnie mich auf 2563,4 km fröhlich begleitet.

In den letzten 365 Tagen hatte mein Sohn Christian drei schwere Unfälle, bis man herausfand, dass er Epileptiker ist. Er überlebte alle Unfälle fast unverletzt. Zwei mal entstand am Wagen Totalschaden.

In den letzten 365 Tagen machte ich eine weitere Ausbildung zum Fachelektriker.

In den letzten 365 Tagen hatte Bonnie eine lebensgefährliche Kakao Vergiftung, die sie gut überstanden hat.

In den letzten 365 Tagen bin ich 50 Jahre alt geworden.

In den letzten 365 Tagen bin ich 5744 km gelaufen.

35090 Minuten oder 584 Std. war ich unterwegs. Das wären über 24 Tage reine Laufzeiten. Hätte ich in den 24 Tagen die 5744 km laufen sollen, dann hätte ich jeden Tag 239,3 km laufen müssen.

Für jeden Tag der letzten 365 Tage bin ich dankbar, dass Er mich immer wieder gesund nach Hause kommen ließ.

 

Dankbaren Gruß aus dem Weserbergland

-Rainer-

Heute sind Bonnie und ich wieder unsere 22 km Kanalrunde gelaufen. Mit 1:55:04 waren wir doch recht flott unterwegs. Vielleicht lag es am Regen, der uns doch kräftig aufweichte.


 
25.07.2004 Nachmittags

Der Gedanke an die vielen Kalorien, die ich gestern auf der Geburtstagsfeier zu mir genommen habe, quälen mich doch sehr. Zu Hause herrscht Ruhe. Frauchen schläft, Bonnie umzingelt mich andauernd. Was kann ich da besseres machen, als laufen zu gehen. Ich ziehe mich um und Bonnie macht einen Freudentanz. Als ich die Laufschuhe anziehe, da umzingelt sie mich und macht alle möglichen Faxen. Sie will mich überzeugen, das ich nur mit ihr zusammen laufen kann. Sie weiß genau, das ich nicht alleine loslaufe. Aber sie will es auch kräftig untermauern, und macht mir alle mögliche Kunststücke vor.

Und dann geht es los. Draußen fängt es an zu regnen. Ich zieh die Regenjacke über, denn der  Wind ist doch empfindlich kühl geworden.

Richtung Sperrtor am Kanal.

Vorbei an der kleinen Aue, erreichen wir dann den Kanal. Der Regen ist mittlerweile ein herrlicher Landregen geworden, nicht kalt, aber dafür heftig. Trotzdem muss Bonnie sofort in den Kanal springen und erst einmal schwimmen.

Am Anderen Kanalufer dümpelt ein Modellboot an den Spundwänden entlang. Kein Mensch ist zu sehen, um es zu bergen. Ist ja auch etwas schwierig. Die Wasseroberfläche liegt ca. 1,5 m unterhalb der Spundwand. Auf dem Rückweg will ich mal mein Glück versuchen, ob ich es irgendwie erwischen kann.

Weiter laufen wir, der Regen plätschert gleichmäßig auf uns nieder. Bonnie stört es nicht und mich auch nicht. Nach 5 km sehen wir auf der anderen Uferseite eine Frau mit Regenschirm und Hund. Tapfer wandert sie durch den Regen und grüßt uns sogar mit Handzeichen.

Plötzlich sehen wir vor uns noch einen Läufer, dem wir immer näher kommen. Bonnie packt der Ehrgeiz, sie möchte ihn noch einholen. Der Läufer hat uns bis jetzt überhaupt noch nicht bemerkt, darum kommen wir auch immer näher. Er läuft sein Tempo und wir klotzen ran. Schöne Tempoeinheit. Kurz vor der Brücke bei km 111,5  biegt er ab und läuft hoch zu der Brücke. Wir geben noch einmal alles um ihn einzuholen. Aber als wir oben auf der Brücke ankommen, da steigt der Läufer in sein dort geparktes Auto und verschwindet.

Schade, wir hätten ihn gerne noch begrüßt. Aber zu spät.

Weiter geht es. Durch die Meinser Kämpen hindurch, ab in den Schaumburger Wald. Am Eichenlagerplatz vorbei zur Juliane, dann weiter über die Kreisstrasse wieder in den Wald.

Wir erreichen den Kanal kurz hinter der Stelle, wo vorher noch das Modellboot dümpelte. Nun ist nichts mehr von ihm zu sehen. Ob es den Wellengang der vorbei fahrenden Schiffe nicht überlebt hat, oder ob es geborgen wurde. Ich weiß es nicht. Wir sehen jedenfalls keine Spuren von dem Boot und auch keine Wrackteile.

Also weiter. Kurz bevor wir den Kanal verlassen wollen, treffen wir wieder auf Bonnies Freundin. Eine Bernasennen Hündin. Sie begrüßen sich freundlich und dölmern ein wenig rum. Ich grüße das Frauchen und wir plaudern ein wenig.

Nachdem die Tiere sich genug beschnuppert und bespielt haben, geht es weiter. Jetzt nur noch unsere obligatorische Dorfrunde und Sight Seeing Tour.  Aber so schnell schießen die Preußen nicht. Kaum sind wir im Dorf, da treffen wir auf Eckhard, der gerade den Busfahrplan studiert. In Begleitung eines jungen Fräuleins. Er stellt Sie mir vor. Sie ist eine französische Praktikantin, die bei ihnen zu Hause wohnt. Sie macht 6 Wochen Praktikum bei Boris, meinem alten Laufkumpel, der selbständig ist und ein Firma für Arbeitschutz und Sicherheitsbekleidung betreibt. So klein ist die Welt.

Nach kurzen Gespräch geht es weiter den letzten Rest bis nach Hause.

Der Regen plätschert immer noch auf uns hernieder, aber er hat uns nie gestört.

 

 

 

Morgens um 7:00 Uhr ist die Welt noch in Ordnung 


Um 01:30 Uhr waren wir von der Geburtstagsfeier bei meiner „großen Schwester“ wieder zu Hause. Es war ein schöner Abend und wir haben viele alte Bekannte getroffen, die wir lange nicht mehr gesehen hatten.

Schwager Albert und ich hatten uns noch zum Laufen für heute Morgen um 7:00 Uhr verabredet.

Pünktlich trafen wir beide am Treffpunkt ein und liefen dann in das Gevatter Feld. Vorbei an den riesigen Kiesteichen ging es in den Wald. Zu den alten Hexenteichen, wo wir als Kinder vor über 40 Jahren viel unserer Freizeit mit „Boot fahren“ und Schnitzeljagd  verlebt haben. Viele alte Erinnerungen kamen auf. Waren das noch schöne Zeiten, da hatte man noch keine Probleme, die Eltern waren ja immer da, wenn mal etwas schief lief.

Bonnie war auch wieder dabei und stürzte sich natürlich gleich erst einmal in das Wasser. Dann liefen wir um den ersten großen Teich und bogen danach in den Wald ab. Nach ca., 1 km kamen wir dann an das Gasthaus  „ Große Clus“,  ein weithin bekanntes Hotel und Restaurant. Da verschwanden wir wieder im Wald und liefen dann nach 2 km in einen immer enger werdenden Weg weiter. Der endete in einem Wildpfad, neben dem die Brennnesseln und das Unkraut über mannshoch wucherten. Wir liefen einfach ins Ungewisse. Zwischen den vielen Teichen hindurch, und ehrlich gesagt, ich wusste nicht wo wir wieder rauskommen könnten. Diese Gegend muss ich erst mal ausgiebig erkunden. Es wurde immer unheimlicher, der Pfad war als solcher kaum noch zu erkennen. Ab und zu konnten wir durch das Schilf die Wasseroberfläche erblicken, aber mehr auch nicht. Kein Bezugpunkt in der Ferne, wo man sich hätte dran orientieren können. Mittlerweile hatten wir uns schon 15 Minuten durch das Dickicht gekämpft. Dann ging es einen Anstieg hoch, so knapp 10m, und als wir da oben waren, da konnte man einen Blick in die Ferne werfen. Ich erkannte sofort, dass wir vollkommen von unseren Kurs abgekommen waren und dass es aber wohl doch besser wäre, hier weiter zu laufen. Das taten wir dann auch. Nach 5 Minuten lichtete sich der Pfad und ein Hochsitz  ragte neben uns aus dem Gebüsch. Jetzt wusste ich wieder Bescheid. Den Hochsitz hatten wir heute Morgen schon einmal aus Entfernung gesehen. Und richtig, nach ca. 100 m kamen wir um eine Kurve und waren wieder auf dem Hauptwanderweg. Hinter dem Campingplatz her zum Surfclub führte uns der Weg weiter. Der letzte noch in Betrieb befindlich Baggersee lag nun rechts neben uns. Erstaunlich viele blenden weiße Schwäne bevölkerten die Wasseroberfläche und unzählige Enten.

Dann kamen wir unter der B 482 hergelaufen, bogen dann gleich rechts ab. Über frisch gemähte Kornfelder liefen wir dann zurück ins Dorf. Auch der Lauf über die gemähten Felder hat einen besonderen Reiz, das solltet ihr mal probieren.

1:35 Std. waren wir an diesem herrlichen Sonntagmorgen wieder gelaufen.

Ich hab nun Urlaub und werde den wieder für besondere Läufchen nutzen.

 

 

24.07.2004

Um 06:45 Uhr sind Bonnie und ich losgelaufen. Meine Zwillingsschwester ist zu Besuch bei meiner "großen Schwester". Mein Schwager ist schon ganz wild darauf, mit mir die Kanalrunde und durch den Schaumburger Wald zu laufen. Dazu haben wir uns um 7:00 Uhr verabredet. Als ich dann dort ankomme, wartet er auch schon an der Straße. Bei diesem herlichen Wetter macht das Laufen besondere Freude. Noch ist es nicht zu warm. Also fröhlich losgelaufen. Nach ca. 1 km kommen wir schon an den Kanal. Am Hafen in Beerenbusch vorbei, über die nächste Brücke dann ab in den Schaumburger Wald.  Hier ist es noch angenehmer mit den Temperturen. Wir sind noch niemanden begegnet. Noch herrscht Ruhe hier im Wald.  Als wir dann am Mousoleum ankommen, ist Albert doch überrascht. So etwas hat er noch nicht gesehen und soetwas kannte er auch noch garnicht. Nach gründlicher Besichtigung des Bauwerkes laufen wir weiter. Bis zur Pyramide, die auch vollkommen unberührt im Wald versteckt steht. Nicht viele wissen darüber Bescheid. Albert war jedenfalls tief beeindruckt, als er das Bauwerk sah.

Ich erzählte ihm die Geschichte dazu und dann ging es heimwärts. Durch die Meinser Kämpen ging es wieder zum Kanal. Bei km 111,5 gelangten wir dort an. Bonnie stürzte sich sofort in das Wasser und freute sich wie verrückt. Im 6 Minuten / km Tempo liefen wir locker bis km 105 weiter. Dort verliessen wir den Kanal und kamen wieder in Dorf. Albert lieferte ich wieder am "Fundort" ab. Er war glücklich, endlich mal wieder so eine schöne Strecke gelaufen zu haben.

Dann lief ich mit Bonnie noch die obligatorische Dorfrunde und so kamen wir am Ende auf 23 km.Heute Abend treffen wir uns alle zur Geburtstagsfeier bei meiner "großen Schwester".

23.07.2004

Spät Abends mit Bonnie eine Dorfrunde gelaufen. War ein hektischer Tag heute.

22.07.2004

Nach der gestrigen "Berg-Treppen Sprint Einlage" haben wir es heute etwas gemütlicher angehen lassen. Es war doch wieder ungewohntes Training und die Beine waren heute schwer wie Blei. Aber nach 3 km sah die welt schon wieder rosarot aus. Die Vernunft hat sich dennoch durchgesetzt. 8 km war unsere Ausbeute. Etwas mager, aber trotzdem auch anstrengend genug. Morgen ist wieder ein neuer Tag.

21.07.2004


Was für ein herrlicher Tag. Pünktlich Feierabend, das Wetter nach den letzten Regentagen herrlich. Der Kopf ist frei. Prüfungen erfolgreich bestanden. Läuferherz, was willst du mehr.

Ich fahre zur Treppe.

Endlich mal wieder aufwärts laufen. Der Chef des Erlebnis Parks, Herr Wärmer, begrüßt mich gleich höchst persönlich. Er hätte mich so lange nicht gesehen. Klar, konnte er ja auch nicht. Die Ausbildung war wichtiger als Laufen, außerdem war ich Abends sowieso zu spät zu Hause. Egal, jetzt herrscht wieder Alltag.

Wir klönen noch über dies und das, und dann geht es los.

5 mal laufe ich die 1000 Meter lange Strecke. Jedes mal mit 127 Höhenmetern. An deren Ende kommen aber zur Freude der stillgeleg
ten Muskeln noch 158 Treppenstufen. Von Runde zu Runde säuern die Gräten an. Jede Runde wird deutlich langsamer. Das Training fehlt halt. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Aber ich nehme mir vor, jetzt mindestens 2 mal die Woche Treppentraining zu machen. Nach den 5 Runden laufe ich noch aus. Dann gehtes heimwärts.

Dort angekommen, freut sich Bonnie. Sie will auch ihr Recht. Wenn ich ihr das Laufen so schon anerzogen habe, dann muss ich natürlich auch mit ihr los.

So 5-10 km am Kanal wollen wir laufen. Raus gekommen sind dann 18, 5 km. Bereits nach schlappe 3 km merkte ich vom Treppenlauf nichts mehr. Das Laktat war aus de Knochen rausgelutscht. Es lief einfach super. Was sollte uns da noch hindern. Zudem trafen wir noch auf zwei nette Mädels aus unserem Dorf. Wir kannten uns und plauderten noch ein wenig. Als sie dann umkehrten, stand für uns fest, wir laufen noch weiter. So wurden es dann 18,5 km statt 5-10 km . 01:53 Std. benötigten wir für diese Strecke, und das, obwohl Bonnie mich doch des öfteren mit ihren Schwimmkünsten ausbremste.

20.07.2004

Ein guter Tag. Nicht nur das meine "große Schwester" heute Geburtstag hat, nein, ich habe auch Bescheid bekommen, das ich mit meinen beiden anderen Kollegen die Zusatzausbildung zum Fachelektriker bestanden habe. Grund genug, mit Bonnie eine Regenerationsrunde zu laufen. Den Stress der letzten Wochen vergessen.
Da sind wir unsere Kanalrunde gemütlich gelaufen. Bonnie hat wieder viel geschwommen und geschnüffelt. Sie hat es auch genossen. Nach den sintflutartigen Regenfällen der letzten Stunden waren die Wege aufgeweicht und überflutet. Trotzdem war es ein Genuss, mit Bonnie diese Strecke zu laufen. Die 22 km legten wir in 2:07:54 Std. zurück.

19.07.2004

Mal wieder ein besonders schöner Lauftag. Mit Bonnie am Kanal und im Schaumburger Wald die 22 km Strecke gelaufen. 01:56 Std. war unsere Zeit. Da bin ich schon ganz zufrieden mit. War ja nur Training.

18.07.2004

Nachmittags mit Bonnie zum Sperrtor gelaufen. Es ist einfach zu schwül. Der Schweiß steht mir so schon auf der Stirn. Nur 10 km gelaufen. Vielleicht laufen wir später noch einmal eine Runde.

17.07.2004

Mit Bonnie spät noch 2 Dorfrunden gelaufen. Der Streß der letzten Tage sitzt noch in den Knochen.

16.07.2004

Bonnie hat heuter Ruhetag. Ich mußte einmal wieder alleine meine Runde nach Wanderers Ruh laufen. Das ist mir dann aber ohne mein Tierchen doch irgendwie schwer gefallen. Prombt  war es auch eine saumäßige Zeit die auf der 20 km Strecke rauskam. 2:12 Std. für die Strecke ist an der unteren Grenze.

15.07.2004

Mit Bonnie am späten Abend eine 10 km Runde zum Kanal. Kopf etwas auslüften. Morgen letzte Tag in Kirchlengern. Dann kehrt wieder Alltag ein. Hoffe ich jedenfalls.

14.07.2004

Wenn man mit 50 noch einmal die Schulbank drückt, dann kann es passieren, das die Birne doch mächtig ins rauchen kommt. Als ich heute dann zu Hause war, da war die Birne einfach dicht. Es ging nichts mehr rein. Darum beschloss ich, erst einmal mit Bonnie zu laufen.

Also Laufklamotten an und los. Es war 17:21 Uhr. Da ich auch nicht lange erst noch mit dem Auto fahren wollte, liefen wir wieder zum  Mittellandkanal


 

Schon nach den ersten Kilometern merkten wir beide, das es heute unser Tag war. Bonnie wollte einfach nur laufen. Die Ecken, die  sie sonst intensiv beschnüffelte, die waren nun uninteressant. Laufen, laufen, laufen……Sie zog mich förmlich voran. Selbst als wir am Kanal ankamen, ging es schnurrstracks auf dem Leinpfad weiter. Erst kurz vor dem Sperrtor ging sie dann das erste Mal ins Wasser.

Die Enten, die ihr voraus schwammen, sie waren unwichtig. Auch das Bad dauerte nicht lange und sie lief  kräftigen Fußes weiter.

Langsam wurde es mir unheimlich. Auch mich trugen förmlich die Engel. Ich merkte gar nicht, wie die Füße aufsetzten. Es lief einfach wie geschmiert.

Nach 56 Minuten erreichten wir den Wald in den Meinser Kämpen. Da deutete sich schon eine gute Endzeit an.

Weiter ging es. Als wir nach ca.  2 km im Wald auf einem Herrn mit 2 freilaufenden Jagdhunden trafen, wurde mir etwas mulmig. Die Tiere stürmten gleich auf uns zu. Mir rutschte das Herz schon fast in die Hose. Aber als sie bei uns ankamen, begrüßten sie uns ganz freundlich und leckten mir nur den Handrücken ab. Glück gehabt, Stress umsonst.

Bonnie kümmerte sich nicht großartig um die Tiere. Sie lief weiter.

Langsam setzte Regen ein. Aber auch das konnte uns nicht erschüttern. Unermüdlich zog es Bonnie vorwärts. An der Grabstelle der Juliane vorbei, über die Kreisstrasse und dann wieder in den Wald. Der Regen hörte langsam auf. 01:36 Std. hatten wir bis jetzt gelaufen, als wir wieder am Kanal ankamen. Nun wusste ich, das wird Jahres Bestzeit. Die paar Kilometer noch, das muss reichen.

Bis die große Fliegenparade kam, da hätte ich noch absolute Bestzeit erreichen können. Aber dann hatten sich wohl alle Fliegen aus dem Umkreis hier am Leinpfad versammelt. Ich konnte kaum noch atmen, ohne eine Fliege zu verschlucken. Schirmmütze ganz tief runter gezogen

und dann dadurch. War ich froh, als wir dann den Kanal verlassen konnten.

Aber an neue Bestzeit war nun nicht mehr zu denken. Egal, nach 01:51:04 Std. kamen wir glücklich und zufrieden wieder in den Heimathafen gelaufen. Bonnie war sichtlich zufrieden, genau so wie ich auch.

 

13.07.2004

Nach einem stressigen Arbeitstag bin ich erst um 22:30 Uhr zum Laufen gekommen. Mit Bonnie dann auch nur 2 Dorfrunden a 5 km gelaufen. Die Luft war raus.

12.07.2004

Mit Bonnie mal wieder im Berg gelaufen. Von Opa Walter aus liefen wir hoch zum Nammer Lager und dann um jenes herum. Bonnie hatte viel zu schnuppern und war ständig am Gras fressen. Dadurch sind die Laufzeiten mächtig in den Keller gegangen. Egal, sie ist letzte Woche mit mir so brav 144 km gelaufen, da gönne ich ihr heute das Bummeln. Mir hat es übrigens auch ganz gut getan.

11.07.2004

Mit Bonnie wieder am Kanal gelaufen. Bonnie soll sich an die Enten gewöhne, was auch langsam gelingt. Sie ist schon nicht mehr ganz so wild, wenn die Enten vor ihr ausreissen. Ansonsten ist mein 350. Lauftag nichts Besonderes.Das Wetter ist ideal zum Laufen. Die 22 km schaffen wir mühelos in 2:05 Std.

10.07.2004

Die Strecke wie gestern, nur heute war das Wetter etwas besser. Haben es auch etwas ruhiger angehen lassen. 2:10 Std. für die 22 km.

09.07.2004

Von zu Hause wieder Richtung Kanal. Das ist für Bonnie um diese Jahreszeit die beste Laufstrecke. Dort hat sie Wasser und genügend Schatten. Allerdings war das heute mit dem Wasser für meinen Geschmack doch etwas reichlich. Wir waren kaum am Sperrtor angekommen, da setzte der Regen ein. Gut, dann laufen wir heute etwas kürzer. Aber als wir dann in den Wald kamen, da sah die Welt schon wieder anders aus. Hier war kaum etwas vom Wind zu spüren, aber regnen tat es immer noch. Egal. Plötzlich wollten wir doch wieder die lange Strecke laufen. Wir waren ja sowieso naß. Als wir dann nach 10 km wieder an den Kanal kamen, hörte der Regen auf. Flugs zog ich mir ein trockenes T-Shirt an und frohgemut ging es weiter. Bonnie mußte erst mal wieder schwimmen und genoß es richtig. Dann liefen wir weiter. Aber kaum hatten wir die nächsten 2 km zurückgelegt, da fing es auch wieder an zu regnen. Es dauerte nicht lange und ich war wieder bis auf die Knochen naß. Na ja, wenigstens 2 km bin ich trocken gewesen.

So langsam wurde mir aber kalt und ich zog das Tempo an. Von km 111 bis 106 liefen wir dan in 26:12 Minuten. Bonnie genoß den Tempolauf und spielte richtig toll mit.

Als wir dann ins Dorf einliefen, da hörte es auf zu regnen. Trotzdem begegneten wir kaum einen Menschen auf unserer Sightseeing Tour im Dorf.

Nach 2:02 Std und 22 km kamen wir naß und glücklich zu Hause an. Nach dem Schreck, den Christian uns heute Morgen wieder eingejagt hat, war es doch ein guter Tagesabschluß.

08.07.2004

Gleicher Lauf wie gestern. Nur diesmal mit Zusatzschleife zur Pyramide. Dafür bin ich dann auch 2:27 Std. unterwegs gewesen. Eine bebilderte Streckenbeschreibung findest Du   hier.

07.07.2004

Gleicher Lauf wie gestern. Nur diesmal mit Fotoapparat. Dafür bin ich dann auch 2:21 Std. unterwegs gewesen. Eine bebilderte Streckenbeschreibung findest Du   hier.

06.07.2004

Herrlichstes Laufwetter. Mit Bonnie zum Mittellandkanal und dann durch den Schaumburger Wald. Schade, das ich meinen Fotapparat nicht dabei hatte. Die Berge grüßten aus der Ferne. Das wären bestimmt schöne Bilder geworden. Nach 2:16 Std. waren wir wieder zu Hause und hatten dabei 22 km zurück gelegt.

05.07.2004

Mit Bonnie mal wieder im Wesergebirge gelaufen. Kreuz und quer um das Nammer Lager und dem Fernsehturm. Die Magen Darm Grippe bremst mich doch noch aus. Naja, morgen wird alles besser:-)

04.07.2004

Herrliches Laufwetter. Nicht zu warm, nicht zu kalt. Nach der Formel 1 sind Bonnie und ich um 16:45 Uhr losgelaufen. Richtung Mittellandkanal. Bonnie soll doch ihre Schwimmkünste festigen. Kaum sind wir dort, nimmt sie auch schon das erste Bad. Dann geht es fröhlich weiter. Nach jedem Kilometer muß sie erst ein Vollbad nehmen. Am Hafen vorbei bis zur Brücke Meinser Kämpen. Dort laufen wir in den Schaumburger Wald. Auf der Betonpiste geht es weiter, dann links ab zum Mouseleeum der Juliane. Dort biegen wir links ab und laufen dann wieder in die Meinser Kämpen rein. Zurück bis zu der Brücke, über die wir in den Wald gelaufen sind. Kaum sind wir wieder am Kanal, da stürzt Bonnie sich auch schon wieder in das Wasser. Sie geniesst es, man merkt es deutlich. Dann geht es weiter. Nach ca 1 km sehen wir, das uns zwei Personen und ein Hund entgegen kommen. Der Hund bemerkt uns und kommt auf uns zugestürmt. Kein Rufen und Pfeifen des Herrchen interessiert ihn mehr. Er stürmt auf uns zu. Als er kurz vor uns ist, spreche ich ihn laut an. Mit beruhigenden Ton rede ich auf ihn ein, er bleibt stehen, die Rute wedelt. Wir verstehen uns. Treu und brav begrüßt er Bonnie und sie verstehen sich auch sofort. Erleichtert kommt sein Herrchen angelaufen und entschuldigt sich für das Verhalten seines Hundes. Wir fachsimpeln noch ein wenig, dann geht es weiter. So, oder so ähnliches passiert mir bei jeden Lauf. Weiter geht es. Zurück bis zur Mainstrasse und dann quer durch das Dorf wieder bis nach Hause.

Ich merke immer deutlicher, was RolandB meint, mit seiner Laufphillosohie. "Lauft doch einfach. Kümmert euch nicht um Herzfrequenzen und Zeiten. Lauft. Genießt die Freiheit, zu laufen, wann und wo ihr wollt". Recht hat er, warum soll ich mich in meiner Freizeit noch zum Sklaven irgendwelcher Vorgaben machen. Alleine mit Bonnie diese Naturverbundenheit zu spüren, Wind und Wetter zu trotzen. Das ist Leben.

03.07.2004

Morgens Rasen gemäht. Es ist deutlich besser mit den Magenbeschwerden. Darum mit Bonnie auch schon wieder etwas länger gelaufen. Durch Beerenbusch, wo insgesamt drei Hunde ihre Höfe verliessen, um sich uns anzuschließen. Mit Mühe brachte ich sie wieder zurück. Dort lauf ich jedenfalls nicht mehr lang. Wir waren froh, als wir wieder am Kanal waren. Dort liefen wir bis zum Spülfeld und kehrten dann um. Nun setzte kräftiger Regen ein, der uns bis nach Hause begleitete. Egal, schön war es trotzdem.

02.07.2004

Leichte Magenprobleme, die Kraft ist vollkommen weg. Nachmittags zu Hause und am Mietshaus die Hecken geschnitten. Abends vollkommen platt. Darum mit Bonnie nur eine lockere Dorfrunde gelaufen.

01.07.2004

Es ist deutlich kühler geworden. Aber trocken bleibt es. Bonnie und ich sind wieder zum Mittellandkanal gelaufen. Auf der Seite des Hafens von Beerenbusch liefen wir in gleichmäßigen Tempo bis Stromkilometer 108. Dann war Bonnie nicht mehr zu halten. Sie musste ins Wasser. Das wiederholte sich bis km 110 km. Bonnie ist eine richtige Wasserratte geworden. Dann wechselten wir auf die andere Kanalseite. Dort sind Spundwände und sehr hohe Bewachsung am Ufer. Dort ist schwimmen nicht so einfach möglich. Egal, hundert Meter bevor wir über die Brücke laufen um die Seiten zu wechseln, sehen wir dort zwei Läufer, die uns auf der anderen Kanalseite entgegen kommen. Der Jagdtrieb wir sofort in uns geweckt. Als wir dann das andere Ufer erreichen, da haben die Beiden schon einen mächtigen Vorsprung. Egal, wir beiden werden jedenfalls immer schneller und versuchen Meter gut zu machen. Das gelingt uns dann auch recht gut. Bonnie genießt es förmlich, mal Tempo zu laufen. Ich bin wieder einmal völlig überrascht, wie schnell sie sich an neue Situationen anpaßt. Selbst das Saufen aus den großen Pfützen hier, das macht sie im Laufen. Dafür bleibt sie nicht stehen. Das geht alles so nebenbei. Ich brauche das Tempo nicht drosseln. Dann kommt eine lang gezogene Kurve. Hinter ihr geht es ab in den Schaumburger Wald. Als wir die Kreuzung einsehen könne, ist keiner von den Läufer mehr zu sehen. Schade, wir hatten doch alles gegeben.

Ich nehme das Tempo raus. Bonnie dankt es mir, indem sie gleich wieder ins Wasser springt. Ich gönne es ihr und freue mich. Ihre Schwimmkünste werden immer besser.

Dabei bemerke ich erst mal, das wir wieder ein Naturschauspiel verpasst haben. Kein Tropfen Wasser ist vom Himmel gefallen, aber ein Regenbogen in den schönsten Farben steht am Himmel. Schade, das ich meine Diggicam nicht dabei habe. Auch das Panorama des Wesergebirges hat heute eine wunderbare Ausstrahlung. Ab morgen wird die Kamera zur Standard Ausrüstung gehören.

So erreichen wir nach 15 km wieder den Heimathafen.

30.06.2004

Wir nähern uns dem Vollmond. Das Wetter ist ideal. Was macht man dann, wenn man nicht schlafen kann. Ich mache jedenfalls kurzen Prozess. So wie heute Nacht. Ab 2:00 Uhr lag ich wach im Bett. Um 02:45 Uhr wurde es mir zu blöd. Also raus aus dem Bett, rein in die Laufklamotten, raus auf die Strecke. Besseres als Richtung Mittellandkanal gibt es um diese Uhrzeit nicht. Nach 3 km war ich am Sperrtor und hatte das Gefühl, die Welt gehört mir. Mutterseelen allein, kein Mensch, kein Tier in Sicht. Den Walkman an und meinen Heimatsender eingestellt. NDR 1, das Beste am Norden. Für mich jedenfalls. Oldies aus meiner Jugendzeit wurden gespielt. Meine Stimmung steigerte sich von Meter zu Meter. Das ist Leben, frei von allen Alltagszwängen. Wenn ich um 6:00 Uhr zu Hause bin, dann kann ich beruhigt duschen, Kaffee trinken und dann zur Arbeit fahren. Bis dahin laufe ich, geniesse den Morgen. Um 4:00 Uhr bin ich mitten im Schaumburger Wald. Ich höre den Gesang der Vögel. Die Tierwelt erwacht so langsam. Darum mach ich jetzt den Walkman aus und lasse diese Geräuschkulisse auf mich einwirken. Herrlich, das Gezwitscher der Vögel wird immer aufdringlicher. Die Palette der Töne immer grösser. Das ist es, was mich immer wieder begeistert. Es ist schön, ein Läufer zu sein. Ich geniesse es wie lange nicht mehr. Vorbei an dem Mouseleeum der Juliane komme ich kurz danach wieder in besiedeltes Gebiet. Aber schnell zieht es mich zurück in den Wald.Um 5:10 bin ich dann wieder in unseren Dorf. Nur noch 3 km bis nach Hause. Die Zeitungsausträger, denen ich begegne, grüßen herzlich. Sie wissen, wie verrückt ich bin. Ein schöner Tag hat begonnen.

Damit Bonnie auch zu ihrem Recht kommt, laufe ich heute abend mit ihr auch noch eine 10 km Runde am Kanal. Auf dem Weg dorthin treffen wir einen Läufer, mit dem wir neulich schon ins Gespräch gekommen sind. Begeistert erzählt er uns, das er am Wochenende in Eisbergen seinen ersten Volkslauf glaufen hat.47 Minuten für 10 km. in bergigen Gelände. Tolle Leistung. Noch einmal Glückwunsch. Dann traben Bonnie und ich weiter. Am Kanal muß Bonnie alle 500 Meter ab ins Wasser. Sie liebt das Schwimmen. Ich gönn es ihr. Vielleicht läuft sie deshalb so gerne mit, weil ich ihr die Freiheit gönne. Ich kann dann auch mal stehen bleiben und mich an ihrer Freude ergötzen. Ein Laufpartnerschaft, wie sie einfach besser nicht sein kann. Nach 10 km kommen wir glücklich zu Hause an. Bonnie naß und hungrig, ich nur hungrig.


29.06.2004

Bonnie und ich waren heute mal wieder im Berg. Wir sind bei Opa Walter gestartet und Richtung Fernsehturm und dann um das Nammer Lager gelaufen. Bonnie war genau so glücklich wie ich, mal wieder Berg zu laufen. Die Regenfälle der letzten Nacht hatten ihr genug Pfützen gelassen, um zu saufen . Also konnten wir auch richtig schnell laufen. Das war mal wieder schön. Nach 56 Minuten hatten wir die 10 km Runde hinter uns. Bei Opa Walter gab es für Bonnie anschließend ein kühles Bad im Forellenteich.

28.06.2004

Die Seele ist wieder frei, der Kopf ebenso. Heute war der letzte Prüfungstag. Nun kann ich wieder frei laufen, ohne die Hintergedanken an das Lernen.

Uli hat mir eine schöne mail geschickt. Ich bin froh und dankbar, zu merken, das man auch anderswo noch gute Freunde hat.

Alles gute Voraussetzungen, um heute wieder unbeschwert zu laufen. Also um 16:30 mit Bonnie los zum Mittellandkanal, denn dort kann sie bei der plötzlichen Hitze, die heute wieder da ist, viel schwimmen und saufen. Tolle Begegnungen hatten wir mit anderen Hunden. Sie haben sich blendend verstanden und viel gespielt. Derweil plauderte ich mit den Frauchen der Hunde und wir tauschten viele Erfahrungen aus. So macht laufen Spaß. Dann ging es weiter in den Schaumburger Wald. Hier war es nicht mehr ganz so warm. Trotzdem mußte Bonnie durch jedes Wasserloch zumindest durchlaufen. Sie liebt das Wasser abgöttisch. Ich gönne ihr diese Freude gerne und sie dankt es mit fröhlichen Gekläffe.

Ein Tag für die Götter und wir geniessen ihn.

Nach ca. 6 km verlassen wir den Wald und kommen in Beerenbusch wieder an den Kanal. Dort geht es weiter bis zur Mainstraße. Weil es so schön ist, laufen wir noch eine kleoine Schleife und treffen dort auf alte Bekannte, die wir schon länger nicht mehr gesehen haben. Nach einem kleinen Plausch geht es dann den letzten halben Kilometer nach Hause.

Die Welt kann so schön sein, man muß nur die Augen dafür haben.

27.06.2004

Von dem gestrigen langen Lauf merkte ich heute Abend nur auf dem ersten Kilometer noch die etwas schweren Beine. Aber dann war das auch vorbei und es lief schön rund. So trabten Bonnie und ich dann an der Aue entlang zum Mittellandkanal. Einige Angler saßen dort und sie begrüßten uns alle recht freundlich. Bonnie musste in jeden Eimer schauen um zu sehen, was da wohl drin sei. Aber Fische schwammen da noch nicht drin. Als wir dann kurz hinter dem Sperrtor waren, da konnte Bonnie sich nicht mehr bremsen und musste erst eine Runde schwimmen. Danach kam sie freudig angelaufen und nachdem sie sich kräftig geschüttelt hatte, ging es dann weiter. Am Himmel zogen dunkle Wolken auf und in der Ferne donnerte es. Ich hatte keine Lust, schon wieder in einen Gewitterregen zu kommen und so kehrten wir beide wieder um und liefen nach Hause. Gut 10 km waren wir gelaufen und als wir zu Hause ankamen, da fing es an zu schütten wie aus Eimern. Glück gehabt.


26.06.2004

Ein    langer Lauf    durch die Norddeutsche Tiefebene und die Bergkette.

25.06.2004

Mit Bonnie nur eine Dorfrunde, da für morgen größeres geplant.

24.06.2004

Ein besonderer Tag. Seit 333 Tagen laufe ich nun täglich. 333 Tage, mit allen Höhen und Tiefen. Aber keine Krankheit und auch keine persönlichen Rückschläge  konnten mich daran hindern, täglich zu laufen. Diese täglichen Ruhephasen, sie sind Balsam für die Seele. Alleine sein mit sich, der Natur, dem Wetter. Das ist durch nichts zu ersetzen. Bonnie, meine treue Begleiterin, sie ist genau so dankbar für diese Zeit wie ich auch. Sie hat es auch gelernt, das Laufen zu geniessen. Spätestens ab 19:00 Uhr geht sie mir nicht mehr von der Seite. Sie schmiegt sich an mich , sie bettelt regelrecht darum, doch nun endlich los zu laufen.

Heute sind wir wieder zum Kanal und dann in den Schaumburger Wald gelaufen. Das Wetter war eigentlich ideal zum dafür. So haben wir es dann auch genossen. Die Schwanen Familie am Kanal hatte immer noch ihre Kinder  bei sich. Schön, zu sehen, wie sie gewachsen sind. Auch die vielen Enten mit ihren jungen Nachwuchs erfreuten  uns zusehends. Wer einen Blick für die Natur hat, kann um diese Jahreszeit viel sehen. Wir ergötzen uns daran. Heute ist Johannistag. Nun sind alle jungen Vögel flügge, die Natur lebt an allen Ecken und Kanten. Eichhörnchen, Wildschweine, Rehe. Alles haben wir heute gesehen. Die Natur steht am Wendepunkt. Man muß nur ein Auge dafür haben.

So kamen wir dann nach 16 km auch wieder glücklich und zufrieden zu Hause an. Der 333. Tag war auch ein besonderer Tag, so wie die 332 vorherigen auch. Es ist schön, ein Streaker zu sein.

23.06.2004

20 km bin ich heute Nachmittag um 15:00 Uhr durch das Wesergebirge gelaufen. Dabei kam ich in ein Gewitter hinein. Die Sonne schien wie doll, der Regen prasselte nieder und es blitzte und donnerte schon ein paar mal sehr heftig. Aber da hab ich schon schlimmeres erlebt, also durchlaufen. 1:15 Minute blieb ich unter meiner Bestzeit auf der Strecke. Das baute mich wieder richtig auf. Also dann nach Hause gefahren und Bonnie abgeholt. Dann ging es los Richtung Kanal, Sperrtor und dann am Kanal entlang. Wieder kam ein Gewitterschauer hernieder und wieder wurde ich bis auf die Haut nass. So langsam gewöhnt man sich an das Laufen im Regen  :-)   Bonnie macht das Sauwetter auch nicht aus und so kamen wir nach 10 km gut gelaunt nach Hause.

22.06.2004

Mit Bonnie zum Kanal gelaufen. Dort dann Richtung Schaumburger Wald und auf der anderen Seite zurück.

21.06.2004

Mit Bonnie nur 2 Dorfrunden, zusammen 10 km. Und das um 21:00 Uhr.

20.06.2004

Beruf geht vor. Lernen bestimmt das Wochenende. Darum mit Bonnie nur 10 km gelaufen. Außerdem Bereitschaft, da kann ich sowieso nicht weiter weg.

19.06.2004

Beruf geht vor. Lernen bestimmt das Wochenende. Darum mit Bonnie nur 10 km gelaufen. Außerdem Bereitschaft, da kann ich sowieso nicht weiter weg.

18.06.2004

In strömenden Regen mit Bonnie zum Kanal und dann zurück durchs Dorf. Keine Besonderheiten, einfach so 11 km gelaufen, Regen irgendwie genossen.

17.06.2004

Das war früher der Tag der Deutschen Einheit. Immer dann fand der Marathon in Daverden statt. Immer dann war es besonders heiß. Den Lauf gibt es schon lange nicht mehr und das schöne Wetter wohl auch nicht. Trotzdem bin ich mit Bonnie heute wieder am Mittellandkanal gelaufen und hab dabei oft an Daverden denken müssen. Von denen, die damals mit uns zusammen liefen, bin ich wohl der einzige, der sein Hobby auch heute noch ausübt. Die anderen waren damals viel schneller als ich, liefen Marathon unter 3 Stunden. Jetzt kennt man sie nicht mehr wieder, wenn man sich begegnet.

16.06.2004

Ein schwerer, aber dennoch erfolgreicher Tag im Ausbildungs- Zentrum im Kraftwerk Kirchlengern liegt hinter uns.  
  











Schon bemerkenswert, das unser Arbeitgeber uns diese Weiterbildung zukommen lässt. Das ist in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich.

Hier sind die Kollegen mit Freude und Eifer bei der Arbeit. Nach so einem schönen Tag kann auch das Laufen am Abend nur Freude bereiten. Und so war es dann auch. Bonnie und ich wollten eigentlich nur so 10 km laufen. Aber als wir am Mittellandkanal ankamen, da waren wir so gut drauf, das wir dann noch richtig draufgelegt haben. Durch den Schaumburger Wald ging es am Mouseleeum von Juliane vorbei bis zur Pyramide in Quetzen, wo ein Portugisischer Verteidigungsminister aufgebahrt wurde.Er stammt aus dem Fürstenhaus aus Schaumburg Lippe. Link dazu suche ich mal raus. Unterwegs liefen wir auf eine Walking Veranstaltung auf. Weit über 100 Teilnehmer/innen mussten Bonnie und ich dabei überholen, was aber auch problemlos gelang. Bonnie fand in den vielen Bächen des Schaumburger Waldes genug Erfrischungsmöglichkeiten und so wurde es mal wieder ein Lauf, bei dem uns Engel getragen haben. Das sage ich immer, wenn es so einfach und herrlich lief. Nach tollen 23 km waren wir um 21:20 Uhr wieder zu Hause.                 


15.06.2004

Nach einem anstrengenden Lehrgangstag bin ich heute Abend mit Bonnie bei Opa Walter in den Berg gelaufen. Auf dem Portaweg trafen wir auf alte Freunde aus der Zeit in Kleinenbremen. Egon Burzlaff hielt an und begrüßte mich herzlich Dann ging es auch schon weiter. Unterwegs trafen wir noch einige ehemalige Vereinskollegen, aber das war auch nur so ein kurzes Grüßen. Der Faden ist halt gerissen.

Bonnie störte das alles nicht, sie wollte nur laufen. Und das taten wir dann auch. Am Kreuzplatz runter und dann links unten wieder hoch zum Oberen Eggeweg. Das forderte uns schon ganz tüchtig. Über einen bis zum Bauchnabel hoch zugewachsenen Wildpfad liefen wir kilometerweit über den Gipfelweg. Herrlich, das nasse Gras, die Ruhe hier oben, einfach Klasse. Dann ging es wieder bei der Hochspannungsleitung runter bis zur Schutzhütte "Pilz", dort dann rechts rum und um das Nammer Lager wieder nach Opa Walter.

14.06.2004

Wunderbarer Nachtlauf. Start um 02:50 Uhr.

Nachdem ich heute Nacht um 01:00 Uhr top wach im Bett lag und nicht schlafen konnte, kam mir der Gedanke, dann doch einfach zu laufen. Der Mittagschlaf gestern war wohl doch zu ausgiebig, und so kam ich dann auch ruck zuck zur Sache.Um 2:00 Uhr sprang ich aus das Bett, rein in die Laufklamotten, Stirnlampe mit neuen Batterien versorgen und dann raus in die Nacht.

Über den Schaumburger Weg lief ich nach Beerenbusch und dort dann an den Mittellandkanal. Am Sperrtor bei km 107 konnte ich wieder wunderbar jeden Kilometer genau die Zeit stoppen. Alle 100 m stehen genau vermessene Kilometersteine. Da kann manch einer neidisch werden, über eine so exact vermessene Strecke. Aber das kümmerte mich nun doch wenig. Viel schöner war es, die Natur zu genießen. Alles war noch so ruhig. Die Felder und Wiesen rechts und links lagen im Morgennebel, der mannshoch waberte. Ich hatte das Gefühl, ich laufe bis zur Schulter im Nebel, da drüber war alle klar. Trotzdem brauchte ich kein einziges mal die Stirnlampe. Es war hell genug. Der Mond stand als richtige goldgelbe Sichel am Himmel und im Osten zogen schnelle Wolken am Himmel entlang.

Als ich dann nach ca. 9 km in Rusbend am Hafen ankam, da kroch die Kälte dann langsam in die Finger und weiter in die Hände hoch. Ich hatte zum Glück eine Jacke mit langen Ärmeln, so das ich meine Hände darin verstecken konnte und die Finger nicht mehr so klamm waren.Dann kam der eigentlich schönste Teil der Strecke, denn nun lief ich in den Wald. Dort erwachte langsam die Natur. Ein herrlicher Gesang der verschiedensten Vögel setzte ein, wurde immer eindringlicher. Ich musste einfach stehen bleiben und dieses Konzert einen Moment auf mich einwirken lassen. Schon als kleines Kind habe ich diese Morgenstunden geliebt. Mein Vater hat mir die Vogelstimmen erklärt, zu welchen Vogel sie gehören. Seine Stimme hörte ich jetzt wieder zu mir sprechen. Das war wieder ein Moment, den ich mein Leben nicht vergessen werde. Ich musste mich förmlich von der Stelle fortreißen, stundenlang hätte ich hier verweilen können. Aber die Kälte kroch hoch. So lief ich dann weiter.

Als ich den Schaumburger Wald verließ, da war es gerade 04:15 Uhr. Nach ca. 1 km lief ich in den Ort Cammer ein. Über eine schöne Holzbrücke querte ich die Aue und sah gerade noch, wie zwei Rehe mich entdeckten und dann davon liefen. Aber es waren schlaue Tiere, denn sie merkten wohl, das ich nur ein Läufer bin, der ihnen nichts tut. Nach wenigen Metern blieben sie stehen und ästen weiter. Ich genoss den Anblick noch einen Moment um dann im lockeren Trab weiter zu laufen. Ich kam nun in das Industrie Gebiet. Hier haben sich viele neue Betriebe angesiedelt. Früher waren hier Kieslöcher, die dann mit Bauschutt zugefüllt wurden. Hier hab ich schwimmen gelernt, genau da, wo jetzt Firmen angesiedelt sind. So etwas verrücktes hätte ich mir damals nicht träumen lassen. Das die Baggerlöcher hier einmal verschwinden und dort Industrie ansiedelt. Vierzig Jahre, da kann halt viel passieren. Nun unterquerte ich den Mittellandkanal und kam dann wieder in unser Dorf rein. Mittlerweile war es richtig hell. Die Zeitungsboten grüßten alle. Sie kennen mich schon und wissen, das ich so "verrückte" Sachen machen. Neugierig fragten sie, wo ich denn gewesen bin. Ich beschrieb es kurz und sie schüttelten nur den Kopf. Wie soll ein Nichtläufer so etwas auch verstehen? Nach 22 km kam ich dann glücklich nach Hause. Diese Woche fing nach all den schweren Rückschlägen der letzten Wochen doch super an. Ich hoffe, so geht es weiter.

Heute Abend bin ich dann mit Bonnie noch 7,5 km im Wesergebirge gelaufen, denn sie muss ja auch zu ihrem Recht kommen:-))


13.06.2004

Nach dem gestrigen Regen war heute ein Crosslauf auf dem Schlangenweg angesagt. Start war bei Opa Walter und von da aus ging es hoch zum Wasserwerk. Die erhoffte Schlammschlacht blieb dann jedoch aus. Das meiste war schon wieder abgetrocknet. Bei Mettwurst Möller lief ich hoch zum Kreuzplatz und dann wieder zurück , rechts um das Nammer Lager. Da es so schön lief, legten wir noch eine Ehrenrunde am Wasserwerk ein und liefen auf der Teerstraße gleich wieder rechts am Steinbruch vorbei und dort zurück ins Tal.


12.06.2004

War das mal wieder ein schöner Lauf. Mit Bonnie bin ich Richtung Kanal gelaufen. Am Sperrtor war ein großer Angler Aufmarsch. Sie hatten heute Wettkampf. Bonnie lief ohne Probleme an all den Anglern vorbei und kümmerte sich garnicht um sie. Als wir in Rusbend am Hafen ankamen, da zogen dicke Gewitterwolken auf. Wir waren kaum an der Betonstraße im Schaumburger Wald angekommen, da setzte auch schon das Gewitter mit Regen ein. Die Temperaturen sanken deutlich, die Finger wurden klamm. Dann kam noch Hagel hinzu. Auf den nackten Armen und Beinen merkte man die Hagerlkörner deutlich. Das Tempo wurde mächtig angezogen, denn die Kälte kletterte immer höher in den Körper rein. Erst als wir wieder am Sperrtor waren, ließ der Hagel nach und ging in leichten Regen über. Der begleitete uns dann bis nach Hause. 21 km lagen hinter uns, Bonnie war super drauf und ich auch.

11.06.2004

Schwarze Gewitterwolken hingen über uns, als ich heute mit Bonnie bei Opa Walter zu meiner Runde um den Fernsehturm startete. Trotzdem stand der Wettergott auf unserer Seite, denn nur ein kleiner Schauer kam auf uns hernieder. Schon am Start sah ich Steve sein Auto auf dem Parkplatz. Um so erstaunter war ich, als es dort noch stand, wo Bonnie und ich zurück kamen. Normalerweise läuft Steve nicht so lange, das er nach uns zum Auto kommt. Aber gerade als ich das Handy zückte um ihn anzurufen, da kam er um die Kurve gelaufen. Er war mal wieder etwas länger unterwegs, weil er da mal richtig Bock drauf hatte. Die "vielen" Glückwünsche seiner Vereinskollegen zu seinem Geburtstag müssen ihn wohl dazu animiert haben.  Heute war sein letzter Urlaubstag, denn er ist letzte Woche 50 geworden und hat das natürlich kräftig gefeiert, wie es sich für einen Waliser            gehört.  :-))   Ausserdem hat er heute seine Bestzeit auf der Strecke um 4:50 Minuten verbessert. Zusätzlicher Glückwunsch.        

10.06.2004

Mit Bonnie bin ich heute um den Fernsehturm und das Nammer Lager gelaufen. Das Wetter sah bedrohlich aus, aber es hat uns dann doch vor dem großen Regen verschont. Am Ende hatten wir 10 km hinter uns gebracht. Erstaunlich, wie Bonnie in den letzten Tagen dazu gelernt hat.

09.06.2004

Herrliches Sommerwetter. Die Erkältung ist deutlich besser geworden. Die Lust auf Laufen ist wieder angestiegen, also raus in die Natur. Bonnie mitgenommen und rein in den Berg. Ein herlicher Lauf ist es geworden. Bonnie hat viele Hundebekanntschaften geschlossen und ich habe nach den 11 km nichts mehr von der Erkältung gemerkt.

08.06.2004

Christian ist zurück aus Bethel. Durfte ihn heute wieder abholen. Am 23.06.2004 muß er wieder hin. Dann liegt die Auswertung des Monitoring vor und man kann weiter sehen.

Darauf bin ich mit Bonnie wieder im Berg 7,5 km gelaufen. Wir wollen es noch nicht übertreiben. Lieber erst richtig auskurieren.

07.06.2004

Heute lief die Nase längst nicht mehr so stark. Darum bin ich vorsichtig mit Bonnie im Berg 7,5 km gelaufen. Die Beine waren zwar noch etwas schwer, aber ansonsten keine Probleme. Ich denke, es geht aufwärts.

06.06.2004

Heute ist der Rosemarathon. Mit der Bronchitis brauch ich da keinen Gedanken dran verschwenden. Ich bin zwar gemeldet, aber selbst zum Zuschauen hab ich keine Lust. Deprimierend, so einen schönen Lauf vor der Haustür zu haben und dann nicht mitlaufen können. Dafür bin ich mit Bonnie heute Morgen wieder 3 km "geschlichen".

05.06.2004

Mit Bonnie wieder nur 3 km zur Streak Erhaltung gelaufen.

04.06.2004

Christian in Bethel besucht. Er meint, es wäre fast wie Urlaub. Eine wirklich beeindruckende Klinik. Abends mit Bonnie wieder nur 3 km zur Streak Erhaltung gelaufen.

03.06.2004

Die Erkältung wird immer stärker. An lange Läufe ist nicht zu denken.  Darum nur 3 km zur Streak Erhaltung gelaufen. Langsames Tempo, Bonnie viel Zeit gelassen..

02.06.2004

Ich hab Christian nach Bethel gebracht. Ein schwerer Weg. Aber wenn man sieht, wie es dort zu geht, dann kann man nur den Hut ziehen. So ruhig und sachlich und so viel Liebe. Da kann er nur gesund werden. Chrissi, ich drück Dir die Daumen.

Hier auch mal ein Dank an die Arbeitskollegen, die mich so gut unterstützen. Ohne Euch wäre ich aufgeschmissen. Danke für alles.

Heute Abend bin ich mit Bonnie wieder nur 6 km gelaufen. Die Rüsselseuche hat mich voll erwischt.

01.06.2004

Heute kam ein Anruf aus Bethel. Es ist ein Platz für Christian frei geworden. Morgen um 10:00 Uhr kann er da sein.

Mit Bonnie 6 km durch das Dorf gelaufen.

31.05.2004

Mit Bonnie 6 km durchs Dorf gelaufen. Jetzt hat mich auch die Erkältung erwischt. Die Nase läuft wie verrückt.

30.05.2004

Irgendwie ist man noch nicht wieder richtig wach. Das Leben kann sich schlagartig so verändern. Mit der Situation muß man erst Umgehen lernen.

Spät Abends bin ich dann mit Bonnie noch 6 km gelaufen.

29.05.2004

Christian war in Bethel zur besonderen Untersuchung. Ergebnis: Epilepsie, und das mit 26 Jahren, wie aus heiteren Himmel. Er war vorher nie besonders krank. Das trifft uns alle natürlich erst einmal bis in Mark. Sorry, das ich nicht nach Hannover gekommen bin. Aber hier wurde ich dringender gebraucht.

Spät Abends bin ich dann mit Bonnie noch 6 km gelaufen.

28.05.2004

Wie gestern.

27.05.2004

Wenig Zeit zum Laufen. Täglich ins Krankenhaus, dann die Weiterbildung. Alles brauch Zeit, da muß das Laufen etwas zurückstecken.

Mit Bonnie nur eine kleine Dorfrunde 4 km.

26.05.2004

Wichtige Entscheidungen sind heute getroffen worden. Christian wird zur weiteren Behandlung nach Bethel verlegt.Dort ist er wohl in den besten Händen.

Mit der Entscheidung ist mir ein schwerer Stein vom Herzen genommen worden und so konnten Bonnie und ich heute wieder deutlich befreiter eine schöne Runde am Mittellandkanal laufen. 18 km, bei denen Bonnie im Kanal geschwommen hat und durch tiefen Schlamm im Wald gelaufen ist. Es machte einfach wieder Freude. Die Beklemmungen der Ungewissheit sind uns genommen.


25.05.2004

Berufliche Weiterbildung, Christian im Krankenhaus und dort keine Fortschritte, da bleibt nicht viel Zeit zum Laufen. Familie geht vor. Darum wieder nur kleine Runde mit Bonnie gelaufen.

24.05.2004

Mit Bonnie 10 km am Kanal. Nach dem heutigen Streß mit Krankenhaus, Versicherungen und sonstigen Behörden war das ein kleiner Lichtblick im Schatten des Tages.

23.05.2004

Ein rabenschwarzer Tag. Mein Sohn Christian ruft aus dem Krankenhaus an, er dürfe den Tag über wieder nach Hause. "Hole nur noch Brötchen, bin gleich da". Da war es 07:30 Uhr. Der Weg vom Krankenhaus zu uns ist um diese Zeit in 10 Minuten zu erledigen. Dann um 08:00 Uhr der Anruf von der Polizei, Christian ist kurz vor zu Hause ungebremst in ein Haus gefahren. Wagen totalschaden, er "nur leicht verletzt". Gott sei Dank. Ein Gruß an die Gesundheitsreform, da man aus Geldmangel wichtige Untersuchungen, die früher selbstverständlich dazugehörten, heute einspart und auf die Worte des Vaters im Krankenhaus nicht eingeht, da der ja nur ein kleiner Malocher ist. So kann man das Gesundheitswesen auch kostenmäßig hochtreiben.

Aus den Gründen bin ich natürlich heute Abend nur eine kleine Runde zur Unfallstelle gelaufen und habe dort noch Fotos gemacht.

22.05.2004

Christian hat heute Geburtstag und durfte dazu das Krankenhaus vorübergehend verlassen. Klar, das ich da nur eine kleine Runde von Lerbeck aus um das "Nammer Lager" gelaufen bin. Mal sehen, vielleicht gönn ich mir nachher noch einen schönen Nachtlauf. Denn heute ist der 300. Streak Tag.

21.05.2004

Am 299 Streak Tag hatte ich einen 30 km Lauf geplant. Aber als ich dann am Mittellandkanal ankam, das Wetter so schön mitspielte, da konnte ich mich nicht bremsen. Von Strom Kilometer 105 bis 120 lief es einfach super. Exact jeden km konnte ich genau stoppen.6:15 Minuten waren der Durchschnitt. Dann verließ ich den Kanal und lief in den Schaumburger Wald. Über die Landwehr Allee ging es über unendlich lange Teerstrassen Richtung Schloß Baum. Hier merkte ich, das ich doch für diesen Lauf etwas wenig Getränke mitgenommen hatte. Denn so würde der Weg wohl doch mehr als 30 km werden. Die beiden Fläschchen mit je 150 ml waren hier schon fast leer. Mir ging es aber trotzdem noch super. Als ich dann am Mouseleum der Juliane vorbei lief, da merkte ich dann doch, das mir Getränke fehlten. Über Handy rief ich Marina, meine Tochter an, denn sie wußte ich zu Hause. Wir verabredeten uns für 20 Minuten später am Sperrtor. Sie war pünktlich da und ich konnte meine Wasserflasche nachfüllen. Nach einem kräftigen Schluck aus der Flasche verabschiedeten wir uns und ich lief über den Mittellandkanal weiter Richtung Dorf. Hätte ja nun auch bequem mit Auto nach Hause fahren können. Aber da es mit noch so gut ging, wollte ich dann doch noch die Dorfrunde laufen.

So kam ich dann nach 4:08 Std. und 38 km wieder zu Hause an. Mir fehlte nichts und anschließend ging es zum Kegeln.

20.05.2004

Heute ist Vatertag. Darum denke ich, laufen wir erst später. Die Wander- und Fahrradwege sind bestimmt überfüllt. Als wir, Bonnie und ich, dann um 16:25 Uhr starten, sieht es auch ganz gut aus. Als wir dann nach 3 km an den Leinpfad des Mittellankanal kommen, da staune ich doch, was hier noch los ist. Egal, Bonnie benimmt sich vorbildlich. Jede Radfahrer Gruppe läßt sie einwandfrei vorbei fahren, es stört sie garnicht. Auch Wanderer und Läufer werden ignoriert. So macht es mir auch Spaß und Freude mit ihr zu laufen. Kein Stress. Nach 10 km kommen wir dann in Rusbend am Hafen an. Erstaunlich viele Fahrgastschiffe haben wir unterwegs gesehen. Mehrfach wurden wir von den Passagieren bejubelt, als ob wir in einem Rennen liefen. Egal, hat trotzdem Spaß gemacht. Dann ging es in den Schaumburger Wald. Auch hier tobte noch das Leben. Egal, die Radfahrer wurden von Bonnie auch ignoriert. Sie wollte nur laufen, und das tat sie auch voller Freude. Jede noch so kleine Pfütze diente ihr zur Wasseraufnahme und in den Bächen rechts und links des Weges gab es immer ein kleines Bad. So konnte ihr das Laufen wohl gefallen. Am Grab der Juliane vorbei liefen wir Richtung Cammer, da wieder in den Wald und dann an den Mittellandkanal zurück. Bis zur Mainstrasse, denn dort ging es wieder Richtung Dorf. In der Mainstrasse trafen wir Bärbel mit den Kindern. Kurzes Gespräch über die Kinder und ihre Windpocken und dann ging es weiter. Über unsere Dorfrunde kamen wir dann nach 2:27 Std. wieder gesund und wohlgelaunt nach Hause. 21 km liegen hinter uns, schöne Kilometer, die Bonnie und mir  viel Freude gebracht haben.

19.05.2004

Mal wieder einen Long-Jogg gemacht. Von Lerbeck über den Wanderweg XW bis nach Deckbergen. Dort über den "Schlösser und Herrensitze" Weg an der Treppe vorbei und wieder zurück nach Lerbeck.Ca. 41 km.  Wunderschönes Wetter. Bericht mit Bildern folgt noch.

18.05.2004

Es ist alles vergessen. Bin mit Bonnie von Lerbeck hoch zum Fernsehturm, unten am Blauen See entlang. Die sonst so endlos scheinende Steigung war in null Komma nichts vergessen. Dann ging es runter zum neuen Wasserbehälter und über den Tannenweg wieder hoch zum Fernsehturm. Dort traf ich auf zwei Läufer, die ich so vom Sehen her kannte. Wir grüßten uns und dann ging es wieder runter zum Wasserwerk. Dort am Schlagbaum hätten wir nun links runter laufen können, aber nein, das Läuferherz rief "geradeaus weiter, das bringt Kilometer". Als weiter, um das Nammer Lager und dann auf dem herrlichen Crosspfad wieder runter in Tal zum Auto. Ich freute mich, das es so gut lief und Bonnie war nicht zu bremsen, sie wollte partout nicht in Auto. Die hätte die Strecke auch noch einmal gelaufen. Aber so beschloß ich, morgen Früh eine lange Runde im Bückeberg zu laufen. Mal sehen, was da so läuft.

17.05.2004

Mit Bonnie 13 km durch das Wesergebirge gelaufen. Vom Rennsteiglauf merke ich nichts mehr.

16.05.2004

Mit Bonnie eine kleine 3 km Runde ausgelaufen.

15.05.2004

Rennsteiglauf 2004 bis km 45 gelaufen. Die Km zogen sich wie Kaugummi. Kreislaufbeschwerden ließen mich dann in Schmalkalden aussteigen. Der Kopf war total leer. Es ging nichts mehr. Der Streß der letzten Tage war wohl doch zuviel.

14.05.2004

Mit Erich von der Jugendherberge in Eisenach aus durch die Drachenschlucht zur Hohen Sonne gelaufen. Dort auf dem Rennsteig weiter bis zu dessen Ursprung in Hörschel. Von dort über den Nebenweg zurück nach Eisenach und hoch zur Wartburg. Dann wieder runter in das Mariental zur Jugendherberge.

13.05.2004

Vor der Abrreise nach Eisenach mit Bonnie noch 10 km Kanal und Dorf gelaufen.

12.05.2004

Nachdem wir heute Abend Christian verlassen haben, war ich doch schon wieder etwas mehr beruhigt. Ein Schlaganfall war es nicht, so wie erst vermutet. Aber was es nun genau war, weiß man auch noch nicht. Aber er ist dort in guten Händen.

Man konnte sich wieder einwandfrei mit ihm unterhalten und das einzige was ihm noch weh tat, das waren die Muskeln. Er meint, jetzt wüßte er, wie man sich nach einem Marathon Lauf fühlt. Dann hat er mir ins Gewissen geredet, ich müsse doch zum Rennsteig fahren. Ich hätte mich doch schon so lange darauf gefreut. Der Rest der Familie stieß ins gleiche Horn. Also fahr ich hin.

Gelaufen bin ich mit Bonnie eben noch eine Dorfrunde. Fühle mich doch schon leichter nach dem heutigen Tag. Hoffentlich geht es weiter aufwärts für Christian und man findet die Ursache.

11.05.2004

Ein rabenschwarzer Tag.

Heute Mittag sitze ich bei Christian, meinem Sohn, der am 22.05. 2004 26 Jahre alt wird. Wir installieren auf seinem Rechner neue Software. Er liegt auf seinem Bett und schaut mir zu. Plötzlich verdreht er die Augen fängt an zu krampfen. Ich hab das Gefühl, er fliegt jedes mal einen halben Meter hoch. Er ist nicht mehr ansprechbar, die Augen drehen hin und her. Wir alarmieren den Notarzt und den Rettungswagen. Die treffen auch nach wenigen Minuten ein und leiten alle Rettungsmaßnahmen ein.

Christian kommt sofort in die neurologische Klinik. Von dort komme ich gerade zurück.

Sohnemann ist wieder ansprechbar, aber er weiß von nichts und kann sich kaum bewegen.

Wir wissen leider auch noch nicht was die Ursache ist, die Untersuchungen laufen noch weiter. Mal sehen, wie es weiter geht.

Unter den Bedingungen ist es mir nicht möglich, den Rennsteig zu laufen. Die Familie hat da natürlich Vorrang.

Aber um den Kopf wieder frei zu bekommen, bin ich mit Bonnie heute abend am Kanal 12 km zügig gelaufen.

10.05.2004

Heute war nur ein kurzer Ausflug ins Gevatterfeld angesagt. Wenig Zeit. Vor Rennsteiglauf müssen noch wichtige Sachen erledigt werden. Darum nur 5 km. Aber Bonnie hat sich trotzdem gefreut.

09.05.2004

Mit Bonnie bin ich heute nachmittag von Opa Walter hoch zum Wasserwerk in Porta gelaufen. Von da aus ging es um das Nammer Lager, über den Kammweg am Nammer Lager, zurück zum Wasserwerk. Eigentlich wollte ich nun wieder runter in Tal, aber es machte Bonnie und mir so einen Spaß, das wir uns entschlossen, doch noch zum Fernsehturm zu laufen. Gesagt, getan. Herrlich, diese Steigung. Da kommt richtig Freude auf. Nur trostlos, wie das Restaurant da oben am Fernsehturm zusteht. Alles verkommt und wird von Vandalen zerschlagen. Egal, vorbei und weiter zur Aussichtskanzel. Ein Blick ins Wesertal und dann laufen wir wieder. Am "Blauen See" vorbei runter ins Tal. Wieder halb hoch und dann genießt Bonnie den Bach, der uns jetzt bis zum Parkplatz begleitet.

08.05.2004

Nachdem es gestern so viel geregnet hat, herrschte heute Abend eitel Sonnenschein. So liefen Bonnie und ich nach Beerenbusch und dort am Sperrtor an den Kanal. Bei Kelders war große Fete auf dem Hof, die Feuerwehr machte Übungen am Kanal, kurzum, hier tobte das Leben. Aber bei Stromkilometer 108 waren wir wieder ganz alleine. Wir genossen die Ruhe und das schöne Wetter. Ab und zu jagte Bonnie wieder eine übermütige Ente in den Mittellandkanal. Ansonsten himmlische Ruhe. In Rusbend am Hafen bei Stromkilometer 112 liefen wir wieder durch die Meinser Kämpen zurück. An der Betonstr. ging es am Holzlagerplatz vorbei in den Schaumburger Wald. Die vielen Pfützen hier im Wald und die randvollen Gräben, das war für Bonnie ein Paradies. Hier konnte sie sich richtig austoben. Schön zu sehen, wie sie sich freute und ihr Leben genoss. Bei Stromkilometer 108 kamen wir wieder an den Mittellandkanal. Bei Kelders wunderten sich zwei Mädels, das wir immer noch liefen. Sie konnten nicht glauben, das man so lange laufen kann. Weiter bis km 105, dann trabten wir an der Mainstr. wieder ins Dorf rein. Über die Bachstr. nahmen wir noch eine Dorfrunde mit und dann waren wir nach 2:08 Std. wieder zu Hause.

07.05.2004

Bei strömenden Regen bin ich heute bei Opa Walter am Lehmberg losgelaufen. Hoch zum Wasserwerk. Von dort ging es dann auf dem Portaweg weiter bis nach "Wanderers Ruh". Hoch zur Autobahnbrücke. Toller Stau dort auf der A 2 Richtung Hannover. Gut das ich laufen darf und brauche da nicht im Stau stecken. Da genieße ich sogar den Regen, der mich nun schon fast 1 1/2 Stunden begleitet. Hinter der Brücke geht es gleich wieder rechts runter, zurück nach Wanderers Ruh. Am Brücken Neubau laufe ich neben der A 2  her. Immer durch tiefen Schlamm und riesige Pfützen. Ein herrlicher Crosslauf, der volle Konzentration erfordert. Als ich Mettwurst Möller erreiche, da offenbart sich ein freier Blick auf die Autobahn. Ein Stau von mindestens 10 km Länge. Die armen Leute, die da mitten drin stecken. Was hab ich es gut. Der Regen hat jetzt auch aufgehört. Den Schlangenweg entlang, ein ebenso guter Crosslauf wie der Weg neben der Autobahn. Es macht Freude. Das Herz geht auf. Selbst das Wetter macht mir nichts aus. Aller Stress ist vergessen. Es läuft wie von selbst. Als ich oben am Wasserwerk in Porta ankomme, da beschließe ich kurzerhand, auch noch hoch zum Fernsehturm zu laufen. Gesagt, getan. Oben herrscht dicker Nebel. Man gut das ich den Weg so genau kenne. An der Aussichtskanzel rechts runter und neben dem Pionier Übungsplatz "Blauer See" geht es in Serpentinen runter um dann mit einem langen Anstieg wieder hoch bis fast zum Kammweg zu gelangen. Aber nun geht es abwärts in das Tal, zurück nach Lerbeck. Trotz des miesen Wetters, ich war nass bis auf die Knochen, war es ein wunderschöner Lauf. Der Rennsteig kann kommen.

06.05.2004

Mit Bonnie bin ich heute spät Abends noch 2 Dorfrunden gelaufen. Regnerisches und kühles Wetter vermiest einen die Lust am Laufen. Dabei waren wir doch schon so verwöhnt.

Heute hatte ich mehrere Anrufe wegen meines Vereinsaustritts. Um allen Spekulationen den Wind aus den Segeln zu nehmen, können Vereinsmitglieder  meine Begründung    hier    lesen.  Eine kurze mail an mich, und ich schicke Euch das Passwort.


05.05.2004

Bonnie und ich haben heute einen Regenerationslauf durchs Dorf zum Mittellandkanal gelaufen. Dabei trafen wir auf Antoine, einen jungen Mann, der uns dann lange mit Fahrrad begleitete. Wir unterhielten uns über Sport im allgemeinen und er meinte: Mein Sport ist diese Woche jeden Abend mit Rad in die Stadt zu fahren, zwei Bier trinken und dann wieder zurück. So hat jeder seine kleinen Freuden.

04.05.2004

Bei idealen Laufwetter bin ich heute von Lerbeck aus zum Portaweg gelaufen. Auf ihm ging es dann weiter bis Wanderers Ruh und dann hinter der Autobahnbrücke um die "Lange Wand" in Luhden. Hier lief ich auf einen Schäferhund Mischling auf, dessen Herrchen schon weit vorraus war. Prompt übernahm ich die Herrchen Rolle. Das Tier wich mir nicht mehr von der Seite und reagierte auch nicht auf Zurufe seines richtigen Herrchens. Nach ca. 2 km blieb Herrchen dann stehen und wartete auf uns. Wir begrüßten uns kurz und dann nahm er sein Tier erst einmal an die Seite und wartete, bis ich weg war. Fand ich ein schönes Erlebnis. Weiter ging es dann zurück auf dem Portaweg. Interessant, welche Läufer man hier trifft. Im Verein schon lange nicht mehr gesehen, aber laufen können sie alle wohl doch noch:-((

Zum Schluss gönnte ich mir dann noch eine Runde um das Nammer Lager, bevor es wieder zurück ins Tal nach Lerbeck ging. 28 km in herrlicher Umgebung und bei besten Laufwetter, das war schon super.


03.05.2004

Als Bonnie und ich heute um 17:45 Uhr zu unserem täglichen Lauf starteten, da setzte gerade ein Schauer ein und es begann zu gewittern. Aber das konnte uns nicht vom Lauf abhalten. Wir wollten nur bis zum Kanal, aber als  wir dort ankamen, da hat uns der Regen so viel Spaß gemacht, das wir beschlossen, noch weiter zu laufen. In Beerenbusch ging es ab in den Schaumburger Wald. Herrlich, dieses frisch Grün. Der Blütenduft überall und diese Geräuschkulisse des niederprasselden Regens, die ab und zu von Donnerschlägen in der Ferne unterbrochen wurde. Dazu noch einmal die Gedanken zu den vergangenen Tagen. Nach allen Für und Wider fällt mir der Gedanke, das ich jetzt nicht mehr im Verein bin, garnicht so schwer. Sicher fehlen mir die Freunde, die mich so oft begleitet haben, aber anderseits können wir ja auch so noch zusammen laufen. Wir laufen doch sowieso öfter als nur zwei mal die Woche.

Egal, jetzt geniessen wir erst einmal diesen schönen Lauftag. Vorbei am Grab der "Juliane" laufen wir auf der Betonstrasse weiter bis zum Hafen. Dort geht es wieder auf die andere Kanalseite und nun 7 km wieder stur geradeaus zurück nach Dankersen. Der Regen hat aufgehört und stellenweise kommt noch ein wenig Sonne durch.

Nach unserer obligatorischen Dorfrunde trudeln wir nach 02:13 Std. und 22 km wieder im "Heimathafen" ein. Der Kopf ist frei, den Blick geradeaus. Zufrieden haut sich Bonnie erst einmal eine Portion Trockenfutter rein.


02.05.2004

Eigentlich wollte ich heute den Marathon in Hannover mitlaufen. Aber Ohrenschmerzen und leichte Erkältungsanzeichen haben mich dann dazu bewogen, nicht zu laufen. Die Gefahr, dadurch mein Imunsystem erheblich zu schwächen und meinen Streak zu gefährden, erschienen mir doch zu groß.

So bin ich dann ganz gemütlich mit Bonnie zum Mittellandkanal getrabt. Bis zum Hafen in Rusbend liefen wir am Kanal entlang. Dann wechselten wir in den Schaumburger Wald. So nach 1 Std. im Wald kamen wir wieder in Beerenbusch an den Kanal. An der Brücke " Mainstrasse"  trafen wir wieder im Dorf ein.

Gut 22 km im lockeren Regenerationstraining haben mir wohl nicht geschadet.

01.05.2004

Heute Morgen klingelt das Telefon und Simone ist am anderen Ende. Sie freut sich, das sie den Hermannslauf so gut überstanden hat. Nun möchte sie mal gerne wieder mit mir laufen. Da kann ich natürlich nicht nein sagen, und so verabreden wir uns für 15:00 Uhr am Sportplatz in Kleinenbremen.

Pünktlich wie die Maurer trifft Simone ein. Freudige Begrüßung und dann laufen wir los. Über unsere Crosstrecke laufen wir die alte VL-Strecke um dann auf der Zufahrt zur ehemaligen Mülldeponie in den Wald zu kommen. Unterwegs erzählen wir uns unsere Eindrücke vom diesjährigen Hermannslauf. Bei ihrem ersten Hermann ist sie nach 02.58:21 Std. ins Ziel gekommen. Schöne Leistung, gratuliere.

Am Kreuzplatz laufen wir runter zu "Mettwurst Möller" und dann links am Wildgehege vorbei auf die alte Eisberger Volklaufstrecke. Neben deer A2 geht es nun über Stock und Stein weiter bis zum Pferdeparcours. Jetzt kommt der schwierigste Teil der Strecke, ca 1,5 km bergauf in einem vom zahlreichen Pferdehufen aufgewühlten Geläuf. Das macht uns beiden richtig Spaß. Diese abwechselungsreiche Strecke ist uns wie auf den Leib geschrieben.

Nun noch ein kurzes Stück auf dem Portaweg, dann links ab zum Sportplatz.

Nach 01:03 Std. sind wir wieder am Startpunkt. Ein schöner Lauf bei tollen Wetterbedingungen liegt hinter uns. Wir verabreden uns zu einem weiteren Lauf, denn beide sind wir uns einig, das ein häufiger Streckenwechsel das Läuferleben doch um einiges bereichert.                                                                                                                                                                                                              Simone bei der Siegerehrung in Kleinenbremen


30.04.2004

Über Crosstrecke zum Hucken und zurück.

29.04.2004

Bonnie und ich sind heute zum Sperrtor und dann am Kanal entlang zur Karlstr. gelaufen. Herrliches Laufwetter. Wir wollen aber nicht übertreiben, denn Sonntag ist Hannover Marathon angesagt. Trotzdem bin ich die 10 km heute in 58 Minuten mit Puls 122 von 190 Max gelaufen. Die Grundlage paßt.Zur Zeit optimal im Training, das tägliche langsame Laufen zeigt mir, wie recht Dr. Ernst von Aaken mit seiner Lauftheorie hat. Ohne Tempotraining um 28 Minuten beim Hermannslauf verbessert.Ich bin immer noch erstaunt.


28.04.2004

Mit Michael und Boris an der Treppe trainiert. Dabei hab ich den schönsten Weg im Umkreis von 50 km entdeckt. Ideal für extremes Bergtraining.

Anschließend ist Bonnie zu Hause auch noch auf ihre Kosten gekommen. Auf der 10 km Runde haben wir viele Hunde getroffen, mit denen sie sich super verstanden hat.Nun liegt sie zu meinen Füssen und schläft.

27.04.2004

Mit Lothar und Eckbert zum Hucken und zurück gelaufen. Ca 10 km.

Anschließend Hauptversammlung der Laufabteilung.

26.04.2004

Nach dem herrlichen Hermannslauf bin ich heute nur ganz locker ausgelaufen. Bonnie hat viel Zeit gehabt um zu schnüffeln und zu grasen. Beide haben wir diesen schönen Abend genossen und sind die 10 km über den Schlangenweg und um das Nammer Lager in 01:06 Std. gelaufen.

Nachtrag zum Hermannslauf:

Nur 1988 bin ich schneller gewesen als in diesem Jahr. Damals lief ich 02:41 Std.Sonst bin ich nie unter 02:50 Std. gekommen.

25.04.2004

Der Hermannslauf, siehe extra Bericht hier

24.04.2004

Mit Bonnie eine Runde durchs Dorf gelaufen, Nur Regenerationslauf. Morgen ist mein 15. Hermannslauf. Freu.

23.04.2004

Abschlußtraining für den Hermannslauf. Mit Lothar zusammen die alte Kleinenbremer Volkslaufstrecke über 11 km gelaufen.

22.04.2004

Eine harte Woche nähert sich ihrem Ende. Geburtstag, Taufe,  Weiterbildung, und dazu noch Rufbereitschaft. Diese Ausbildung macht zwar Spaß und ist wirklich lehrreich, aber schlauchen tut sie trotzdem. Die Müdigkeit durch den fehlenden Schlaf überwältigt mich. Letzter Einsatz um 18:00 Uhr, danach mit Bonnie nur noch 1 Dorfrunde mit 5 km gelaufen.

21.04.2004

Das zweite mal in diesem Jahr beim Treppentraining. War das wieder eine Freude. Um 17:30 Uhr bin ich gestartet. 5 x dann von unten 1000m Bergauf gelaufen mit 127m Höhendifferenz und als Abschluß immer 156 Treppenstufen. Es lief super, oben Puls 186 von 190 max. Nach 2 Minuten runtertraben Puls schon wieder auf 100. Das ist ein untrügliches Zeichen für beste Grundlagenausdauer. Ein Erfolg des   "täglich Laufen"   ???

Ausserdem haben Michael und ich heute Abend mit Herrn Wärmer das Konzept für den 2. Berg-Treppen Sprint des Nordens festgelegt. Wenn der TuS Kleinenbremen mitmacht, dann findet der Lauf dieses Jahr auch wieder statt.

20.04.2004

Heute Nacht konnte ich wieder nur 3 Stunden durchschlafen, da die Bereitschaft ihren Tribut fordert. Dann den ganzen Tag büffeln. Langsam streikt der Körper. Der Schlaf fehlt mir. Aber beim Laufen heute Abend am Kanal hab ich dann doch etwas Stress abgebaut. Bonnies Freude steckt doch an. So sind wir wieder gemeinsam 10 km gelaufen.

19.04.2004

Anstrengende Bereitschafts und Feiertage liegen hinter mir. Dazu nun Weiterbildung im Kraftwerk eine Woche lang. Dass ist mächtig viel Stress auf einmal. Da mußte ich heute als ich nach Hause kam doch erst mit Bonnie auf Strecke gehen. Aber mehr als 10 km am Mittellandkanal lagen nicht drin. Ich bin einfach zu müde.

18.04.2004

Heute ist Maltes großer Tag. Das Enkelkind hat Taufe. Aus diesem Grund bin ich heute schon um 06:00 Uhr mit Schwager Albert gelaufen.

Der Weg führte uns in das Gevatter Feld. Zwischen den Gevatter Seen durch, zur "Großen Cluß" und von dort zu den Hexenteichen. Herrlich, wo jetzt alles wieder grünt. Der Schwager ist immer wieder begeistert von unserer Heimat. Flachland, alle Sorten Gewässer und die Berge, alles direkt vor der Haustür. Läuferherz, was willst Du mehr. So ein 10 km Lauf am frühen Sonntag Morgen ist doch was feines.

17.04.2004

Um 20:00 noch einmal die gleiche Strecke wie am Morgen. Nur diesmal mit Bonnie. Wegen eines Einsatzes mußten wir nach 12 km aufhören, sonst wäre es mehr geworden.

17.04.2004

Nach einer schlaflosen Bereitschaftsnacht bin ich heute morgen mit Schwager Albert schon 12 km am Kanal gelaufen. Super Wetter. Wenn ich sehe, was Albert durch das Laufen abgenommen hat, dann kann ich nur sagen: Respekt.

16.04.2004

Wieder nur spät Abends zum Laufen gekommen. Dann mit Bonnie eine große Dorfrunde, so wie gestern. Dazu wieder Rufbereitschaft.

15.04.2004

Nach einem arbeitsreichen Abend im Garten bin ich heute nur 5 km mit Bonnie gelaufen. Ich sags Euch, mich plagt ein schöner Muskelkater. Ich dachte, ich wäre schon längst immun dagegen. Aber ein Treppenlauf, der fordert Muskeln, die man sonst schon vergessen hat. Die Kondition für den ersten Treppenlauf, die war natürlich da. Aber die Belastung, die war doch schon ungewohnt, nach der Winterpause.

Aber das ist ja das Gute, wenn man nicht nur immer stur geradeaus läuft. Die Abwechselung, das ist das Salz in der Suppe. So wie man im Leben flexibel sein muß, so ist das auch beim Laufen. Gerade wenn mann täglich läuft, dann ist Abwechselung das a

llerwichtigste.

14.04.2004

Endlich hat es geklappt. Eigentlich wollte Borris auch mitkommen und mit mir die Treppe laufen. Anschließend sollte es dann noch bis zur Schaumburg weitergehen. Dann kamen aber noch neue Kunden dazwischen und so konnte ich nur alleine laufen. Das war aber auch nicht tragisch.

Bei der Treppe angekommen, herrschte noch eine wenig Osterstimmung.Die Brunnenabdeckung war noch schön geschmückt. So machte ich den 1. Lauf gleich zu einem Fotolauf. Man muß ja erst einmal sehen, was sich alles verändert hat im Vergleich zur letzten Saison. Und da hat sich viel positives getan.Vor allen für kleine Kinder hat man schöne Spielecken angelegt.


Zum Abschluß der 1. Runde die Treppe hoch: man, war ich platt. 1000 m Strecke mit 127 Höhenmetern und dann noch 156 Stufen gen Himmel, das muß man erst wieder trainieren. Wie soll ich da nur die restlichen 4 Runden schaffen ??? Aber bei dem schönen Wetter und der tollen Aussicht wird es wohl gelingen.

Nachdem ich die Fotoserie von ganz oben beendet hatte, rollte ich langsam wieder nach unten.

Die nächsten beiden Runden wurden die Hölle. Die Muskeln brannten wie Feuer und bei den letzten steilen Anstieg konnte ich nur mit Mühe weiterlaufen. Wenn ich dann oben auf der Plattform stand, dann waren die Knie weich und der Puls im Maximalbereich.

Aber irgendwie waren  jedesmal wenn ich wieder unten war, alle Schmerzen vergessen. Ich schaffte noch zwei mal die lange Strecke und dann noch zusätzlich zwei mal die Treppe.Bei der letzen Treppe verließ mich dann aber die Kraft und ich schlich die letzten ca. 40 Stufen nur noch hoch.                              

Trotzdem war die Freude riesig, das ich hier wieder trainieren durfte. Deutlich merkte ich, welche Muskeln den ganzen Winter über vernachlässigt wurden. Aber da kann ich ja nun wieder dran arbeiten.

Auf dem letzten Weg nach unten schaute ich noch bei den Steinmetzen vorbei und fand da diese Wildschweine in Stein gemeißelt. So sind sie mir doch lieber als wenn sie mir in der freien Natur über den Weg laufen

13.04.2004

Mit dem Lauftreff die alte 15 km Volkslaufstrecke gelaufen. Dabei waren Andrej und Lothar. Andrej hatte die letzten Wochen Probleme mit den Knien. Die sind aber durch das langsamere Laufen mit uns schon fast vollständig verschwunden. Lothar dagegen hat sich heute im Vergleich von vor einer Woche um satte 7 Minuten verbessert. Das ist doch schon beachtlich. Und das schönste, er hat keine körperlichen Beschwerden, seit er die Ernährung und das Training umgestellt hat.

12.04.2004 Abends mit Bonnie

Von zu Hause liefen wir an den Mittellandkanal. Dort ging es bis zum Hafen in Rusbend. Stromkilometer 112. Dann verließen wir den Kanal und liefen durch die Meinser Kämpen, über die Betonstr. in den Wald. Hier am Eichenlagerplatz lagern riesege Mengen an frisch geschlagenen Holz. Unvorstellbar, diese Mengen. Weiter geht es am Grab der Juliane vorbei, links rum, wieder in die Meinser Kämpen. Dann zurück zum Hafen. Damit wir Kilometer runter kriegen. Wieder auf dem Kanal zurück bis km 104 und dann über Mainstr., Dankerserstr, Olafstr, Steinkreuzstr. führt der Weg wieder nach Hause. Am Kanal konnte ich immer die Zwischenzeiten stoppen. Der Schnitt lag zwischen 05.40 - 05:35 pro km.

12.04.2004  "Gemeinsamer"  Osterlauf

Treffpunkt um 09:00 Uhr bei Wanderers Ruh. Von hier wollen wir den Osterlauf starten.

Es finden sich auch einige Läufer ein. Trotz Ferien und Feiertage.

Gemeinsam starten wir und nach knapp 200 m kommen wir an eine Kreuzung, wo noch einige Läuferinnen und Läufer warten. Sie waren wohl vom Paderborner Osterlauf noch so platt, das sie die 200 m runter nicht mehr schafften.

So wurde die Lauf-gruppe dann doch noch         etwas größer. An dieser Stelle noch einmal ein Glück-wunsch an die erfolg-reichen Teilnehmer des Paderborner Osterlaufes. Das waren schon klasse Leistungen, die ihr gebracht habt, weiter so.
So liefen wir dann von Anfang an schon eine schöne Steigung hoch. Die schnellen Hirsche da vorne gaben gleich alles. Und wir hatten noch nicht einmal einen Kilometer hinter uns, da sah das Feld schon so aus:
Die ersten sind schon über der Autobahn-brücke und der Rest noch 100 m vor ihr.Was Lothar, der jetzt ganz hinten läuft wohl denkt?
Ich jedenfalls bleibe bei ihm. Als wir auf der Brücke ankommen, sehen wir noch die Frauengruppe, die ihren Abstand auf uns hält.
Nun gut. So traben wir weiter. Als die ersten großen Steigungen kommen, da holen wir die Frauen wieder ein und laufen von nun an mit ihnen. Als wir wieder auf den Hauptwanderweg stoßen, da verläßt uns Heidrun und läuft zurück. Die Mädels ziehen das Tempo wieder an und laufen geradeaus um den Klippenturm. Lothar und ich entschließen uns, links um den Klippenturm zu laufen. Wir sind ja doch alleine, darum ist es egal, wie wir laufen.
Nach der halben Runde kommen uns die Schnellen wieder entgegen.Bei ihnen hat sich Steini zurückfallen lassen. Was in seinem Kopf jetzt wohl vor sich geht. Super Zeit in Paderborn gelaufen, jetzt abgehängt. Alleine läuft er hinterher.
So laufen Lothar und ich zusammen weiter. Um den Klippen-turm.
Als wir wieder an die Straße kommen, die zum Klippen-turm rauf führt, da sagt Lothar von sich aus: "Den Weg kenne ich noch nicht. Ich bin auch noch nie dort oben gewesen. Heute laufen wir mal hoch". Das freut mich riesig. Zeigt es sich doch, das das Training sich auzahlt. Tatsächlich schafft er es bis oben hin durchzulaufen. Super Lothar. Ich freue mich riesig.

































Über den kleinen Pfad laufen wir gemeinsam wieder runter. Lothar freut sich mächtig, das er den Weg nach oben geschafft hat. Unten auf dem Wanderweg angekommen, geht es wieder Richtung Heimat. Ich denke, das Lothar nun den kürzesten Heimweg wählt, weil er sagt, geradeaus weiter.
Falsch gedacht. Rechts biegt er ab, um die Lange Wand.
Ich staune, das er das noch laufen will. Für mich natürlich super. Wenn man bedenkt, was da noch an Steigungen kommt, kann ich nur sagen : "Klasse, Lothar. Der Hermannslauf kann kommen."
Nach ziemlich genau 2 Stunden kommen wir wieder bei unseren Fahrzeugen an. Ein schöner Osterlauf liegt hinter uns.

Mir bleibt nur unverständlich, das man nicht einmal an solch einem Tag wirklich gemeinsam laufen kann. Gleich wird daraus wieder ein Wettkampf, so mein Eindruck.
Ob man so auf Dauer neue Mitglieder anwerben oder alte halten kann, das glaube ich kaum. Oder sehe ich das nur so ??


11.04.2004  Ostersonntag

Abends noch mit Bonnie bis Stromkilometer 109 gelaufen. Zurück dann über Mainstr. und Dorfrunde. Als ich am kleinen Haus am Sperrtor vorbeikomme, da läd mich der Hauswirt doch ein, auf dem Rückweg bei ihm einzukehren und ein Bier zu trinken. Ich verspreche Ihm, das bei passender Gelegenheit nachzuholen.So klingt der Ostersonntag doch wieder ganz zufriedenstellend aus. Nocheinmal 12 km ohne Probleme gelaufen.

Siehe extra Bericht    hier:

10.04.2004

Heute Abend bin ich mit Bonnie Richtung Mittellandkanal gelaufen. Das war schon wieder ein Glücksgriff. Denn als wir in Höhe von Meinsen den Blick frei hatten Richtung Wesergebirge, da loderten im Wesergebirge überall die Osterfeuer. Das war schon ein herrlicher Anblick. Durch die Tiefebene die Rauchfahnen zu sehen. Jedes Dorf mit seinem Osterfeuer. Der Geruch von verbrannten Holz, der uns die ganzen 22 km über begleitete. Dann die Geschichten im Kopf, die Oma und Opa uns immer zu Ostern erzählten. Dazu der vergangene Karfreitag. Ich zolle diesen Tagen meinen Respekt, im Bewußtsein, das alles einmal ein Ende hat. Und einen Neuanfang. Und ich bin dankbar, das ich schon so viele schöne Tage erleben durfte.

09.04.2004

Wenig Zeit heute, die Familie braucht mich. Sie hat natürlich Vorrang vor allen anderen. Darum bin ich mit Bonnie heute nur 9,4 km um das Nammer Lager und den Fernsehturm gelaufen. Nichts besonderes, aber immerhin trotzdem gelaufen.

08.04.2004

Heute hätte mein Onkel Fritz eigentlich Geburtstag. Daran mußte ich denken, als ich mit Bonnie durch das Dorf lief und an der Kirche vorbei kam. Hier war Onkel Fritz sein zu Hause. Das Gemeindezentrum, die Kirche. Hier hatte er ehrenamtlich den  Posten "Kirchenmeister"  mit Leben ausgefüllt. Für alle alten und behinderten Menschen war er da, fuhr sie hin und her zu Arztbesuchen oder sonst wo hin. Es war sein Leben. Er war immer und für jeden da.

All das ging mir durch den Sinn als wir so dahin liefen. Schön, wenn man so gute Erinnerungen an liebe Nachbarn und Verwandte hat. So merkte ich doch erst sehr spät, wie weit wir schon gelaufen waren.

Nun sind wir schon am Kanal und laufen weiter zum Sperrtor, dort über die Brücke und auf der anderen Kanalseite geht es wieder zurück. Weiter bis zur Karlstr., wo der Kanal über die vielbefahrene Kreisstr. führt.

Mittlerweile ist es stockdunkel geworden, so das ich die Stirnlampe anschalte, um besser gesehen zu werden.

Über die Bodestr. geht es dann weiter, bis wir wieder unser große Dorfrunde erreichen und auf der Strecke noch einmal  5 km durch den Feierabendverkehr laufen.

Zu Hause angekommen, hab ich garnicht das Gefühl, das ich gelaufen bin. So folgen auf schwere Tage auch wieder Tage, da glaubt man, man wird von Engeln getragen. So leicht fällt einem das Laufen. Dabei die Geduld zu bewahren und nicht aufzugeben, das ist es, was einen stark macht. Auf dem Grat laufen, ohne runter zu kippen, das ist die Kunst.

Nach 256 Tagen täglich laufen bin ich von Tag zu Tag mehr erstaunt, was so alles geht.

07.04.2004

Bin erst spät zum Laufen gekommen. Jetzt vor Ostern fallen doch noch einige Dinge an, die erst erledigt werden müssen. Wenn der Kopf davon nicht frei ist, dann fällt das Laufen auch schwer. Also die Zeit nutzen, alles abarbeiten, dann läuft es wieder besser.

So bin ich denn auch nur eine Dorfrunde mit Bonnie gelaufen.

Zum Wochenende hin wird es bestimmt wieder besser. Nur morgen noch arbeiten.

06.04.2004

Dienstags ist immer Laufen im Verein. Trotz Ferien waren wir doch eine ansehnliche Läufer Meute. Egon kam aus dem Urlaub wieder, braungebrannt und gut erholt. Und hier haben wir richtiges April Wetter.

Mit Lothar uns Andrej, der leichte Knieprobleme hat, laufen wir heute die alte Kleinenbremer 15 km Volkslaufstrecke.

Es dauert eine ganze Weile, bis ich meinen Rythmus gefunden habe, aber dann läuft es. Kurz vor dem Hucken überholen uns die schnellen Hirsche, die noch eine Zusatzschleife über die Crosstrecke gelaufen sind. Oben machen sie kehrt und kommen uns schon wieder entgegen. Das wäre uns zu kurz, da werden wir nicht einmal richtig warm.

Wir laufen jedenfalls weiter, vorbei an der Schutzhütte, Pilz genannt, aber geradeaus und dann links um das Nammer Lager. An den Teichen geradeaus  und beim Förster links runter wieder auf die original Volkslaufstrecke. Mein Hinweis auf die viel schönere Strecke im Berg, wo noch einige herrliche Steigungen warten, werden einfach ignoriert. Also Straße weiter und dann das kurze Stück Crosstrecke. Schon sind wir wieder am Sportplatz. Ein gemütlicher Lauf in enspannter Athmosphäre mit Schwärmerei vom Lauf am Wochenende liegt hinter uns.

05.04.2004

Heute lag nur ein lockerer Regenerationslauf an. 5 km Dorfrunde mit Bonnie. Morgen ist Lauftreff, da lauf ich wieder "Bückeburg".  Zum Wochenende such ich mir noch was schönes aus. Würde ja gerne mal so 12-14 Std. laufen. Da bietet sich das lange Wochenende geradezu für an.






04.04.2004

Siehe extra Laufbericht    hier

Abends bin ich mit Bonnie dann noch 10 km in 59 Minuten gelaufen. Vom Lauf am Morgen hab ich nichts mehr gemerkt. Täglich laufen zahlt sich aus.

Von zu Hause sind wir an den Mittellandkanal gelaufen und auf topfebener Wegstrecke mit genauer Kilometerbezeichnung gelaufen. Es war einfach herrlich zu spüren, wie Bonnie sich freute. Ich freute mich nicht minder. Es war einfach ein herrlicher Lauftag heute.

03.04.2004

Für Bonnie war es heute ein schöner Tag. Nach langer Zeit haben wir es geschafft, mal wieder gemeinsam im Berg zu laufen. Sie hat das auch richtig genossen und ließ sich durch keinen anderen Hund vom Kurs abbringen. Voll Power lief sie die 10 km durch. Zum Ende merkte ich ihr aber doch an, das ihr das Bergtraining fehlte. Sie wurde auf den letzten 2 km doch langsamer. Aber das können wir ja jetzt wieder regelmäßig trainieren, denn es ist Sommerzeit.

Morgen jedoch geh ich erst mit Lothar auf lange Strecke. Wir wollen zur Treppe laufen, einmal hoch, damit Lothar sie einmal kennen lernt und dann wieder zurück. Treffpunkt Sportplatz. Ich laufe von zu Hause schon zum Sportplatz, damit ich mal wieder richtig lang laufe.


02.04.2004

Es ist heute der 250. Streaktag. Als ich heute Abend wieder zu Hause war, war ich doch ganz schön geschlaucht. Der Schlaf fehlt und das ist ein echtes Problem bei mir. Trotzdem raffe ich mich auf und laufe mit Bonnie spät abends noch 2 Dorfrunden. 46 km fehlen uns noch an 4000 km. Aber mit der vielen Bereitschaft in den letzten Wochen war das Ziel, die 4000 km in 250 Tagen zu erreichen, schwer zu erfüllen. Nun ist erst einmal Wochenende ohne Bereitschaft, da werde ich ein paar km nachholen.

01.04.2004

Heute muß ich nach Oldenburg i.H. Da ich nicht weiß was mich dort so alles erwartet, bin ich um 04:00 Uhr aufgestanden und dann drei Dorfrunden gelaufen. Das war auch mal wieder schön, so früh zu laufen. Ich glaube, im Sommer mach ich das mal wieder öfter.

31.03.2004

Den 248. Lauftag bin ich mit Bonnie wieder nur zwei Runden durchs Dorf gelaufen. Zu Hause rief die Arbeit. Regenwasserabfluß mußte verlegt werden. Darum ist es mit der Lauferei zur Zeit etwas mager. Nun muß ich morgen für 2 Tage nach Oldenburg in Holstein zur Weiterbildung. Darum lauf ich morgen früh um 04:30 Uhr. Berichte gibt es dann frühestens Freitag Abend. Das ist dann mein 250. Streak Tag. Schade, die 4000 km Marke werde ich so wohl knapp verfehlen.

30.03.2004

Lauftreff Kleinenbremen. Und wieder Bereitschaft. Das heißt, wieder in der Nähe vom Einsatzfahrzeug bleiben. Aber bei den Möglichkeiten, die wir hier haben, alles "null problemeo", würde Angela, meine Pizzabäckerin aus dem Möwentreff sagen.

Auf dem Bild ist Angela mit ihrem Chef Willi Möhle, dem Handball Freack zu sehen. 

Weiter zum Lauf: Lothar wollte eigentlich eine lange Strecke laufe, da ich aber Bereitschaft habe, entschließt er sich doch, mich zu begleiten.  Wir wollten bis zum Steinbruch, dann dahinter gleich rechts ab, auf die alte VL-Strecke. Das dann so drei bis vier mal. Also los. Hoch zum Portaweg. Langsam anfangen, dann steigern.  So quälten wir uns bei diesen herrlichen Frühlingstemperaturen über die Strecke.  Auch an die Wärme muß man sich erst einmal gewöhnen. Am Ende des langen Anstiegs kamen wir zur Abzweigung Pferdeparcour. "Da bin ich erst einmal gelaufen", ruft Lothar mir zu. "Toll, das ist meine Lieblingsstrecke", antworte ich ihm. "Können wir gerne auch einmal laufen", mein Kommentar. Gesagt, getan. Alos abbiegen, um den Weg in Beschlag zu nehmen.

Nun geht es erst einmal lange abwärts, fast bis an die Autobahn A 2, richtig durch von Pferdehufen aufgewühltes Gelände. Unten angekommen biegen wir rerchts ab, wieder ist alles von Pferdehufen mächtig durchwühlt. Mir macht es richtig Freude, hier zu laufen. Auch an Lothars Gesichtsausdruck sehe ich, das es ihm sichtlich Spaß macht. So kommen wir balde an die Stelle, wo der alte Eisberger Volkslauf auf diese Strecke führte. Lothar kannte sich nun wieder aus. Über eine extrem matschige und rutschige Wegstrecke kamen wir dann zum Anstieg auf den alten Bremsweg, der noch aus den gloreichen Bergbautagen stammt. Hier ging es über einen besonders matschigen Hohlweg fast 200 HM aufwärts. Man, war ich erstaunt. Lothar lief das Stück einwandfrei durch. Keine Pause, keine Probleme. Das Training der letzten Wochen zahlt sich aus. Oben angekommen, konnte er sich entscheiden : Rechts zum Sportplatz oder noch die alte Volkslaufstrecke, die es auch noch in sich hat. Er wählte die VL-Strecke. Auch hier brauchte er keine Gehpausen, alles wurde wunderbar durchlaufen. Ich glaube, ich freut mich genau so, wie er sich auch. Die langen langsamen Läufe zahlen sich aus. Am Sonntag nun wollen wir beide vom Sportplatz zur Treppe im Steinzeichen laufen, einmal hoch und dann wieder zurück, Ca. 30-32 km. Wer Lust und Laune hat, der kann sich gerne anschließen. Start 8:00 Uhr am Sportplatz Kleinenbremen.

29.03.2004

Der Frühling zieht ins Land. Die Temperaturen sind deutlich gestiegen. Nach vollbrachter Arbeit und ein wenig Schachtarbeiten zu Hause, bin ich mit Bonnie um 19:15 Uhr losgelaufen. Da ich wieder Bereitschaft  habe, können wir uns nicht zu weit von zuhause entfernen. Zuerst geht es Richtung Mittellandkanal, an dem wir bei herrlichem Wetter das Laufen genießen. Die vielen Enten dort erfreuen besonders Bonnie, da sie immer vor uns Reiß Aus nehmen und sich in die Fluten stürzen. Als es dann dunkler wird, ziehen wir uns wieder in das Dorf zurück.

Gerade sind wir wieder auf unserer Dorfrunde angekommen, als sich leise von hinten ein kleiner Rüde an Bonnie ran schleicht und sie beglücken möchte. Bonnie ist läufig und wäre ein willkommener Partner. Nur Bonnie kümmert es nicht und er weiß auch nicht, wie er das genau anstellen soll, denn Bonnie ist doch deutlich größer.  So läuft er dann einige Zeit ganz aufgeregt mit uns mit und reagiert nicht auf die verzweifelten Rufe seines Herrchens. Ich bleibe dann stehen und der Mann bedankt sich, dass ich angehalten habe. Ich schaue einmal, schaue zweimal: „Hallo, bist Du nicht der Jürgen Eichentopf“, frag ich ihn. Er muss es sein, der hat sich kaum verändert. „Ja, genau, der bn ich“, ist die verblüffte Antwort.

Ich stell mich kurz vor und ihm fällt es wie Schuppen von den Augen. „Mensch, Rainer, dich hätte ich nicht wieder erkannt“, freut er sich auch.

Wir sind vor 30 Jahren öfter durch die Mindener Altstadt gezogen und haben gemeinsam viel Blödsinn verzapft. Irgendwann hat man sich dann aus den Augen verloren und so trifft man sich wieder. Wir klönen noch eine kurze Zeit und dann geht es weiter.

Den ganzen Winter bin ich jeden Abend an dem Haus vorbei gelaufen und jetzt sehe ich ihn dort zum ersten mal nach langen Jahren wieder.

Aus Freude darüber laufen Bonnie und ich noch eine Dorfrunde.

Da sag einer, Laufen wäre langweilig. Ich erlebe täglich neue Überraschungen und Freuden beim Laufen.

28.03.2004

Heute Morgen, als ich aufstand, da merkte ich schon, es wird nicht mein Tag. Gestern beim Lauftreff kam ich mir schon wie ein alter Mann vor, aber heute, da war ich wirklich "Opa". Die Knochen taten mir weh, ich war richtig platt. Jeder Schritt war Anstrengung. Die Rufbereitschaft letzte Woche, wo man immer mit einem Ohr wach liegt, dann Freitag Abend kegeln, spät ins Bett gekommen. So summieren sich die negativen Dinge. Dazu 244 Tage täglich gelaufen. Irgendwann fordert der Körper Ruhe. Das war heute so. Es ging nichts mehr. Was also machen. Geplanten 60 km Lauf auf nächste Woche verschieben. Lauftreff in Hannover ? Das wäre eine Pleite geworden, ich hätte mich nur kaputt gelaufen. Also, was machen ??    Ruhen. Ruhen. Ruhen. Nach dem Frühstück wieder hinlegen. Nach dem Mittagessen wieder hinlegen. Und jedesmal hab ich tief und fest geschlafen. Der Schlaf hat mir wohl gefehlt. Um 19:00 Uhr bin ich aufgestanden. Bonnie trietzelte mich. Es war ihre Zeit. Toll, es ist noch richtig hell.

Kurz nach 20:00 Uhr laufen wir los. Es sollte nur eine lockere Regenerationsrunde werden. Aber schon bald merken wir, das es doch super läuft. Die Ruhe hat uns gut getan. So werden es dann am Ende doch noch drei Runden ums Dorf. Zwar keine Superzeit, dafür aber wieder mit Lust und Freude.

27.03.2004

Lauftreff in Kleinenbremen. Leider sind wir wieder nur eine kleine Manschaft, da viele ihre langen Läufe zur Marathonvorbereitung laufen, oder durch andere Sachen verhindert sind. Ab nächste Woche wird es wohl wieder besser, denn dann ist die Zeit umgestellt und wir können wieder abends laufen.

So begleiten mich bis zum Steinbruch Barbara, Birte, Ulrike und Wilfried.

Ich möchte heute ein paar Bilder aus dem Steinbruch machen. Hier haben wir früher schöne Stunden verbracht. Es wurde gegrillt und mit den Kindern gespielt. Und nun wird alles nicht mehr gepflegt und es verfällt alles. Kein Geld mehr da.

Das Biotop hier mitten im Kreis der Sitzbänke ist ausgetrocknet, die Bänke zerstört.

Hier kann man anhand der Farbschichten und der passenden Erläuterungen auf den Hinweistafeln einiges über unseren Berg lernen.

Aber leider liegen diese einmal mit viel Liebe und Sorgfallt hergestellten Hinweistafeln am Boden. Die Pfähle sind morsch geworden und der Sturm hat sie dann mit Leichtigkeit umgeworfen.

Über diese Treppe laufe ich hoch. Auch hier sind Geländer und Stützen defekt und abgebrochen. Ein Trauerspiel, wenn man das über die Jahre hier erlebt hat. Erst der Aufbau mit "Hurra", dann der schleichende Verfall. Nachdenklich laufe ich über die alte Volkslaufstrecke wieder zurück zum Sportplatz. Wo treibt unser Land hin, wenn so eine Anlage wie diese hier nicht mehr betreut werden kann. 

Am Sportplatz angekommen hänge ich noch eine Crossrunde an. Hätte ich doch bloß die Kamera noch einmal mitgenommen. Denn auf unserer Crosstrecke, genau an dem fiesen Anstieg, da hat es mehrere Bäume erwischt. Eine Windböe hat sie entwurzelt und ein Birke in 6 Meter Höhe einfach abgedreht und 10 Meter neben dem Stamm aufrecht wieder hingestellt. Ein imposanter Anblick. So ist unsere Crosstrecke momentan unpassierbar geworden, es sei dann, man schlägt sich durchs Gelände.

Abends forderte Bonnie ihr Recht noch ein und wir beide liefen dann eine Dorfrunde. Wenn es doch nun man endlich etwas wärmer würde, damit man sich nicht so dick ankleiden muß.

26.03.2004

Pünktlich um 13:30 Uhr Feierabend. Sofort ab in den Berg. Start am alten Nammer Kalkofen. Gleich bergauf, hoch zum Hucken. Von dort auf dem Portaweg weiter bis zum Familienrastplatz. Der Steinbruch mit den Treppen lockt. Also rauf. Mal wieder richtig Gas geben. Das tut gut. Auf dem Gipfel angekommen, merke ich erst einmal, was man doch von hier für eine Schöne Aussicht in alle Richtungen hat. Da werde ich morgen mit der Kmera noch einmal laufen und einige Bilder machen.

Runter ging es auch über eine aus Holzpfählen gebaute Treppe und dann vor Mettwurst Möller ab auf den Schlangenweg. Leichter Schneegriesel und Temperaturen um 3°C sagen, das der Winter noch nicht aufgibt. Weiter auf dem Schlangenweg laufe ich bis zum Wasserwerk. Dort biege ich rechts ab um dann nach ca. 100 Meter links um das Nammer Lager zu laufen. Nach 1:16 Std. bin ich wieder am Auto.

25.03.2004

Heute hat es von der Zeit her leider nur für eine Dorfrunde gereicht. Bonnie hat sie jedenfalls genossen, denn sie hat viel geschnüffelt und noch mehr frisches Gras gefressen. Während ich dies hier schreibe, liegt sie zu meinen Füßen und schnarcht wie ein Elch.

Bin ich froh, wenn am Wochenende die Zeit umgestellt wird. Die gößte Freude ist jedoch, das der    Freizeitpark Steinzeichen    wieder aufmacht und ich endlich wieder meine geliebte Treppe laufen kann. Man, was freue ich mich darauf. Und jeden Abend wieder in den Berg. Das baut auf.

24.03.2004

Kein besonderer Lauftag. Mit Bonnie bin ich nur 2 Dorfrunden gelaufen. Das waren 10 km in ruhigen gemütlichen Tempo. Beim Frühstück heute Morgen hab ich Hans Peter Stirnat getroffen. Wir beide haben schön übers Laufen gesabbelt. Er hält heute noch einige Kreisrekorde, läuft aber nur noch für sich .

23.03.2004

Heute ist Lauftreff in Kleinenbremen. Das Wetter ist ideal, um mal wieder über "Bückeburg" zu laufen. Aus der grossen Schar der Lauftreffteilnehmer treffen sich Lothar Rokitta, Lothar Schulz und ich, um die große Runde zu laufen. Pünktlicher Start um 18.30 und dann geht es los. Noch ist es hell und wenn wir jetzt mal bedenken, wie es in einer Woche ist, wenn die Zeit umgestellt wurde. Dann schlägt das Läuferherz drei Tackte höher. Das heißt dann, immer nach Feierabend ab in den Berg. Die Kilometer und die Pfunde werden purzeln, wie der Schnee, der jetzt überall in der Sonne schmilzt.

Aber zurück zum heutigen Lauf. Es soll ein bewußt langsamer Lauf werden, der uns Kilometer bringt, aber uns auch nicht total auspowert. So lassen wir uns dann auch ruhig von den Mädels überholen, denn die wollen ja auch nur "kurz" laufen, wir hingegen lang. Und wir haben alle diese Woche schon km in den Beinen.

Vorbei an der Zeche geht es etwas aufwärts nach Nammen, durch den Ort und dann wieder raus in freie Feld. Vorbei am Sportplatz, wo Dr. Wessinghage seine Laufausbildung genoss und hier alles in Grund und Boden lief. Wir jabbelten und freuten uns, das das Wetter es doch mit uns so gut meinte.

Am Petzer Krug, wo der km 10 erreicht war, kamen wir nach 01:08 Std. an. Dann führte uns der nicht enden wollende Radweg immer geradeaus nach Bückeburg. Hier, auf dieser freien Strecke, da wurden wir wieder von vielen Auofahrern einfach übersehen und so gebelendet, das ein gleichmäßiges Weiterlaufen kaum möglich war. Warum ist die Menschheit bloß so rücksichstlos?

Durch den neuen Kreisverkehr an der alten B 65 liefen wir nun in das dunkle Feld. Vorbei am Tierheim, wo heute einmal kein Hund bellte, ab in die tiefe Finsternis. Ca. 1 km vor der Haupstr. trafen wir im freien Feld auf eine Jugendgruppe, die hier eine Zusammenkunft hatte. Sie freuten sich über uns und boten uns Essen und Trinken an. Wir müssten es nur mit ihren Auto gerade besorgen. Wir lehnten dankbar ab.

Für etwas Aufregung sorgte noch eine dicke, fette Ratte, die plötzlich nur 1 Meter vor unseren Füßen im Licht meiner Stirnlampe die Straße kreutzte. Alle sprangen erschreckt zurück, da war das Tier auch schon im tiefen Gras verschwunden.

Auch der letzte fiese Anstieg von der Gottehütte hoch zum Sportplatz konnte uns nicht mehr aufhalten. Alle liefen wir geschlossen aufwärts. Lothar Schutlz freute sich, das er hier noch lebend hochkam, denn sonst war er hier immer gewandert, weil er schon ausgepowert war.

Nicht die Strecke tötet, nur das Tempo.

So kamen wir dann nach 01:57  Std. gesund und wohlbehalten wieder am Vereinsheim an.

22.03.2004

Vier Dorfrunden standen heute auf dem Programm. Jede Runde mit 5 km. Für Bonnie und mich ein "Katzensprung".

Das Wetter war trocken und mit 5°C auch nicht zu kalt. Von der 1. Runde an lief es einwandfrei. Wir hatten gerade unser 3. Runde angefangen, als von hinten ein schnaufender Läufer ankam. Schon am Schnauben dachte ich sofort an den "Walisischen Wunderläufer" Steve Roberts.  So schnauft nur er. Kaum hatte ich das zu Ende gedacht, da überholte er mich auch schon und murmelte etwas von Tempo machen. "Bis zur nächsten Runde, dann lauf ich langsamer", so rief er mir zu.

Er zog von dannen. "Hey, Bonnie, wollen wir uns das gefallen lassen", fragte ich zu Bonnie. Die lag nämlich schon mächtig im Geschirr. Das ihr bester Freund einfach an ihr vorbei lief, ohne sie zu begrüßen, das konnte sie nun garnicht verstehen. Als wir uns dann richtig in Bewegung setzten, da hatte der Waliser schon einen satten Vorsprung. Das wurmte Bonnie wohl mächtig, denn sie wurde immer schneller und schaute sich mehrmals um, weil ich nicht so schnell war wie sie. Ich gab alles und nach einem knappen km Tempo bis Anschlag, da hatten wir ihn eingeholt. Das konnte Steve kaum glauben, aber als Bonnie neben ihm war, da war er doch erstaunt. Das war eine tolle Tempoeinheit und nach einem kurzen Plausch mit Steve verabredeten wir uns für eine zweite lockere Runde, wenn wir in unsere vierte Runde liefen.

Als wir dann zur vierten Runde eintrudelten, da kam Steve gerade aus seiner Wohnung und reihte sich bei uns ein. Da war eine Freude für Bonnie, das ihr Steve nun erstmalig auch mitlief, sozusagen Fuß an Fuß mit ihr. Zügig liefen wir weiter und quatschten über Gott und die Welt. Das war in diesem Jahr das erste mal, das ich diese Strecke in Begleitung eines Menschen lief.

Nun freu ich mich auf Morgen, wenn im Lauftreff wieder "Bückeburg" anliegt.


21.03.2004

Das tägliche Laufen zahlt sich aus. Nachdem ich gestern den langen Lauf gelaufen bin, fehlt mir heute garnichts. Nichts tut mir weh, als wäre ich garnicht gelaufen.

Also geht es heute Abend mit Bonnie wieder auf Strecke. Das Wetter verschlechtert sich stündlich und als wir loslaufen, da regnet es wieder und dicke Hagelkörner mischen sich dazwischen. Egal, Bonnie läuft wie verrückt durch das Wasser, das hoch in den Gossen steht. So gefällt sie mir wieder. 2 Runden zu 5 km durchs Dorf bei diesem Wetter. Kein Mensch begegnet uns. Nach 1:04 Std. sind wir wieder zu Hause. Wollen wir es mal für diese Woche gut sein lassen. Immer an Oma´s Spruch denken: "Alles was man übertreibt, verwandelt sich in Traurigkeit".


20.03.2004

Siehe extra Bericht    hier


19.03.2004

Bonnie hat heute wieder Lust, zu laufen. Ich natürlich auch. Als wir dann gegen 20:00 Uhr aufbrechen, um unsere Dorfrunden zu laufen, da regnet es. Es regnet die ganzen beiden Runden über. Das trübt natürlich unsere Freude ein wenig, denn gestern sah es noch ganz anders aus. Dafür fällt es mir aber körperlich um so leichter, nicht mehr so platt wie gestern noch. Es läuft alles wieder rund und wie geschmiert. Nach 1:03 Std. sind wir wieder am Hoftor. Das Gefühl sagt mir, es geht wieder aufwärts.

18.03.2004

Ein Monat noch, dann bin ich 50 Jahre alt, oder jung?  Dem heutigen Training nach kann ich nur "alt" sagen.

Nachdem ich mir bei Runners Point ein Satz neue Schuhe und eine neue Laufjacke gegönnt hatte, mußte ich natürlich auf Strecke gehen. Bonnie ist läufig und liegt nur in ihrer Ecke. Sie hat nicht einmal Bock, zu laufen. Also alleine los. Trostlos, denn ich hab mich schon so an Bonnie ihr fröhliches Treiben gewöhnt, das alleine laufen fast schon eine Strafe für mich ist.

Nach wenigen 100 Metern merke ich schon, das es irgendwie schwer ist. Die Beine kleben am Boden, alles läuft unrund. Am Friedhof mach ich einen kleinen Stop um nach den Grabstätten meiner Eltern zu sehen. Schwer komm ich wieder in Gang. Aber so schnell gebe ich nicht auf. Weiter über Feldwege, an der Bahn entlang, komme ich zum Mittellandkanal. Aber meinen Rythmus, den hab ich bis jetzt noch nicht gefunden.

Ich werde immer schlapper und das Laufen wird richtig mühselig. Ich entscheide mich, am Sperrtor umzukehren. Es hat keinen Zweck. Unütze quälen bringt auch nichts. Komme mir vor, als hätte ich schon zwei Marathonläufe hinter mir.

Wieder zu Hause, überlege ich , woran es gelegen hat, das es so schlecht lief. War es der plötzliche Hitzeeinbruch, oder war es nur eine schlechte Tagesform ????  Auf jeden Fall kann es nur besser werden.

Morgen ist auch noch ein Tag.


17.03.2004

 

Wie ein Sommertag. Heute Nachmittag zeigt das Thermometer 21°C an. Ein Wetter, von dem ein Läufer nur träumt. Nicht zu warm, nicht zu kalt. Kein Wind, kein Schnee, kein Regen.

Was kann einen jetzt besseres passieren, als ein paar Minuten vom Gleitzeitkonto abzuzwacken und dann raus in die Natur. Ich kann mir kaum etwas schöneres vorstellen.

Also 15:30 Feierabend, nach Hause fahren, umziehen und dann ab in den Berg.

Bonnie ist den 2. Tag läufig und hat erst einmal Laufverbot für 3 Tage. Die ärmste, bei dem Wetter zu Hause bleiben. Sie tut mir aufrichtig leid.

Also laufe ich alleine. Ich hab mir fest vorgenommen, meinen alten Streckenrekord vom letzten Jahr auf der 20 km Strecke zu unterbieten. Das Wintertraining muss sich doch auszahlen.

Start ist in Lerbeck am Lehmberg. Zuerst geht es 1,1 km nur aufwärts bis zum Wasserwerk.

Da merke ich schon, es läuft ganz gut. Am Schlagbaum angekommen, hab ich trotz Pinkelpause in 09:29 Minuten geschafft. Das liegt gut über der Durchschnittszeit von 09:50 Minuten. Dann geht es auf den Schlangenweg, der seinen Namen daher hat, weil es wie ein Schlange auf und abwärts geht. Ein Hügel folgt dem Nächsten. Vorbei an Mettwurst Möller, einem Ausflugslokal, das heute 50 jähriges Jubiläum mit ein und der selben Brauerei feiert, geht es durch Matsch und Schlamm neben der Autobahn A2 entlang bis nach Todtenmann. Dort am Neubau der Autobahnbrücke biege ich links ab. Nach 54 Minuten bin ich bei Wanderers Ruh angelangt, der entfernteste Punkt auf der Strecke. 1:10 Minuten bin ich hier schneller als meine bisherige Bestzeit. Das gibt Kraft.

Nun folgt aber ein ungemein langer Anstieg, den ich von meinen langen Läufen her geradezu hasse. Aber es ist immer eine Herausforderung, an der ich mich messe. Heute komme ich hier fast mühelos hoch. Es ist einfach mein Tag. Und ich genieße es in vollen Zügen. Auf dem Portaweg weiter am Kreuzplatz vorbei, runter zu Korf´s  Quelle. Erstaunt bin ich, das ich bis hier noch niemanden begegnet bin. So ein herrliches Wetter und keiner unterwegs.

Der letzte nennenswerte Anstieg kommt nun, hoch zum Hucken. Auch der schreckt mich nicht mehr, mit gleichmäßigen Krafteinsatz  bin ich bald oben.

Dann geht es steil bergab, etwas hoch und am Schutzhäuschen, das wie ein Pilz aussieht, laufe ich rechts rum um das „Nammer Lager“. Hier laufe ich auf ein walkendes Pärchen auf, das alle 50 m stehen bleibt und sich knutscht. Sie bemerken mich erst, als ich direkt hinter ihnen bin. Verlegen grüßen sie zurück. Ich freue mich über ihr Glück und laufe weiter. Nun ist es nicht mehr weit und ich komme am Wasserwerk an. Von hier geht es wieder 1,1 km nur bergab. Ich drehe noch einmal voll auf. Nach 1:44 Std. bin ich wieder am Auto. Herrlich war es. Neue Bestzeit auf der Strecke.

Ich drehe noch einmal um und laufe ganz langsam den Anstieg wieder hoch und runter. Der Kreislauf kommt auf normale Werte und ich bin glücklich über so einen schönen Tag. Kurze Hose und T-Shirt, Sonnenschein und ein laues Lüftchen. Läuferherz, was willst du mehr.

 

16.03.2004

Lauftreff im Verein, heute schon um 17:30 Uhr. Denn Runners Point war da. Mit ihrem Truck, in dem alles installiert war, was zur Ermittlung des passenden Laufschuhes benötigt wurde. Die Resonanz unter den Läufern und Walkern war wohl ganz gut.

Nach dem wir uns ausgiebig kundig gemacht hatten und meine neuen Laufschuhe geordert wurden, sind Lothar, Andrej, Georg, Klaus und ich auf lange Strecke gegangen. Über Bückeburg.

Affenhitze. Als ich hier oben am Bergsportplatz rumstand und der Wind noch kräftig blies, da war es doch noch kalt. Aber nun auf der Strecke, da hörte der Wind fast auf und ich bekam Schweißausbrüche. Langes Funktionsunterhemd, darüber ein T-Shirt, dann eine Trainingsjacke und darüber eine Laufjacke in dicker Ausführung. Das brachte mich dann doch fast um. Zuerst zog ich die Trainingsjacke aus. Aber nach 5 km wäre ich fast an Hitzeschlag gestorben. Also dicke Jacke aus und nur Trainingsjacke an. Das war genau richtig. Ich lebte wieder auf.

So liefen wir dann nach 01:08 Std. durch Petzen Richtung Bückeburg. Klaus und Georg waren wieder voraus geeilt, um uns den Weg frei zu machen. Aber Andrej, Lothar und ich, wir liefen gemütlich weiter. Der Wettkampf vom Wochenende war noch nicht so ganz vergessen. Und wir hatten Zeit, uns zu unterhalten. Andrej erzählte uns aus seiner Heimat und wie es sich dort in den letzten Jahren am Beispiel seiner dort noch immer lebenden Mutter doch zu ihren Gunsten geändert hat. Es war spannend, ihm zu zu höhren. So lernten wir doch wieder einiges zum besseren Verständnis dazu. Kann Laufen schöner sein ?

Mittlerweile hatten wir die alte Bundestrasse in Bückeburg überquert und am Tierheim vorbei ging es auf die für mich immer noch als  gefährlichster Abschnitt betrachtete Strecke. Die Autofahrer sind ja so etwas von doof, da fehlt mir jedes Verständnis. Fernlicht an und trotzdem sehen sie unsere Leuchtwesten und Lampen nicht, oder wollen sie nicht sehen. Konflikte sind so vorprogrammiert.

Aber auch das bekommen wir lebend hinter uns und biegen dann auf den Feldweg, der uns mit langen gleichmäßigen Anstieg wieder Richtung Kleinenbremen führt.

Nach 01:49 Std. sind wir in Höhe von Farben Kuhlmann wieder an der Hauptstrasse. Nun gilt es noch den fiesen Anstieg zum Sportplatz zu überwinden. Wir laufen schön gleichmäßig durch und nach 01:58 Std. sind wir wieder da, wo wir fast 2 Std. vorher gestartet sind.

Wir sind der Völkerverständigung wieder einen Schritt näher gekommen, haben uns zusammen über den kommenden Frühling gefreut, über Sorgen und Probleme gejabbelt und uns ein Stück mehr kennen gelernt.

So schön kann Laufen sein


15.03.2004

Nach dem gestrigen Wettkampf und dem herrlichen Lauf mit Bonnie war heute nur ein Regenerationslauf angesagt. Das heißt, Bonnie und ich liefen 8km durchs Dorf in 52 Minuten. Wobei Bonnie es genoß, mit gleichgesinnten Tieren zu spielen. Wir trafen heute auf insgesamt 3 Welpen im Alter von 8-12 Monaten. Toll, wie Bonnie mit denen umging. Die Welpenschule zahlte sich hier wieder deutlich aus.

Morgen ist wieder Training im Verein. Ab Freitag hab ich Bereitschaft. Jetzt überlege ich, ob ich die Bereitschaftszeit für Intervalltraining nutze, da ich dann ja sowieso nur auf der Crossrunde bleiben kann.

Für die Volksläufe wäre das sicher sinnvoll, denn das wurde bei mir bisher doch sträflich vernachlässigt. Dadurch kann ich vielleicht doch noch etwas rausholen, an Zeit.

14.03.2004

 

Beginn der Mühlenkreisserie. Das Wetter ist traumhaft. Ebenso die Teilnehmerzahlen der Veranstaltung.

Ich hab mich für die 10 km Serie angemeldet um mal wieder etwas Tempo zu trainieren.

Mit 49:10 Minuten bin ich zum Saisonauftakt auch ganz zufrieden, denn damit erreiche ich Platz  102  von 231 Teilnehmern.

Auch Lothar, mein Trainingspartner der letzten Wochen blieb mit 59:21 Minuten noch unter einer Stunde und kam so genau auf Platz 200.

Siehe extra Bericht zum Weser-Werre Lauf unter Laufberichte

Abends bin ich mit Bonnie dann noch 3 Dorfrunden in 01:32 Std. gelaufen. Der Wettkampf vom Morgen war schon wieder vollkommen vergessen.

Das zeigt mir wieder, wie der Körper sich doch durch tägliches Laufen an all die Anstrengungen gewöhnt.


13.03.2004

Lauftreff im Verein. Um 14:30 treffen wir uns bei milden 12°C am Stadion. Alle freuen sich, das das Wetter nun doch wohl besser wird.

Lothar und ich laufen morgen bei der Mühlenkreisserie und deshalb lassen wir es heute ruhig angehen. 12 km Bergtraining mit einigen guten Steigungen sollen für heute ausreichen.

Um 21:00 Uhr kommt Bonnie auch noch zu ihrem Recht. Eine 7 km Strecke laufen wir in 37:45 Minuten. Bonnie war mein Pace-Maker. Sie war gut drauf und ich hab sie laufen lassen.

Nun bin ich mal gespannt, wie es morgen beim 10 km Volkslauf in Werste wird.

12.03.2004

Nachdem ich den ganzen Nachmittag im Garten tätig war, legte ich mich dann für ein Stündchen auf das Sofa im Arbeitszimmer. Bonnie und der Rest der Familie wollten mir wohl einen Gefallen tuen, und ließen mich schlafen. Um 22:30 Uhr wurde ich wach. Schwein gehabt, noch Zeit für meinen Streak. Wenn ich den verpennt hätte ? Das wäre ärgerlich geworden.

Also Laufklamotten an und raus. Bonnie war natürlich begeistert, das es jetzt noch los ging. So ein Blitztstart ist aber wohl nicht das richtige für mich. Jedenfalls dauerte es ganz schön lange, bis ich meinen Rythmus gefunden hatte.

So liefen wir dann 2 Runden durch das dunkle Dorf und am Ende war ich froh, als wir wieder zu Hause waren.

Duschen und ab ins Bett. Heute Morgen um 07:00 Uhr war ich wieder fit. Der Schlaf hat mir wohl irgendwie gefehlt.

11.03.2004

Pünktlich Feierabend, heute. Ich sitze zu Hause am Compi, als ich draussen eine Drossel singen höre. Da setzt sich plötzlich ein Gedanke fest: raus, ab in die Natur. Es liegt nichts weiter an, also umgezogen und dann geht es los.

Durchs Dorf laufen wir Richtung Mittellandkanal. An der Mainstrasse kommen wir auf den Kanaldamm. Vorbei an der Aue, die hier den Kanal unterquert kommen wir an den Hafen in Beerenbusch. Dort  geht es dann weiter immer geradeaus bis zur Brücke, die nach Meinsen oder Cammer weiterführt. Wir laufen Richtung Cammer. Der neu aus Beton erstellte Radweg führt uns 2 km stur geradeaus und am Ende steht der Eingang in den Schaumburger Wald. Herrlich, wieder weg von der viel befahrenen Strasse und ab in den Wald. Auch hier immer noch der fröhliche Gesang der Drosseln und ihrer anderen gefiederten Freunde. Irgendwie kommt doch langsam das Gefühl von Frühling auf. Bonnie und ich wir haben so ein wunderbares gleichmäßiges Tempo gefunden, wir merken garnicht das wir laufen. Es ist einfach ein Schweben, keine Schmerzen oder Beschwerden an irgendwelchen Stellen, es ist einfach unbeschreiblich schön.

Am Grab der Juliane vorbei laufen wir nun zum Holzlagerplatz. Was dort an Holz gestapelt liegt, das ist erste Sahne. Eichen und Buchenstämme, nicht selten über 1 Meter im Durchmesser, kerzengerade gewachsen, liegt hier auf mehreren hundert Metern Länge. Am Ende des Lagerplatzes angekommen, könnten wir jetzt den direkten Weg zum Mittellandkanal nehmen, aber nein, es läuft so herrlich. Also links rum, die Zusatzschleife bringt uns noch einmal 2 km. Dann kommen wir in Rusbend / Waber an den Hafen. "Der erste deutsche schwimmende Biergarten", so die Beschreibung, liegt hier schon mehrere Jahre vor Anker. Zeit dort einzukehren hab ich aber noch nie gefunden. Ich glaub, ich lauf doch lieber.

Die Dunkelheit ist nun eingebrochen, aber hier kann man noch gut erkennen wo man läuft. Weiter geht es Kilometer für Kilometer. Da alles genau mit 100 m Marken und vollen Kilometerzeichen gekennzeichnet ist, kann ich hier auch wieder genau die Zeiten stoppen.

Den Kanal verlassen wir dann an der Karlstr. und laufen über die kleine Eisenbahnbrücke und dort entscheiden wir uns wieder für die etwas längere Variante, um nach Hause zu kommen. Bonnie weiß wieder genau wo wir sind und mit fröhlichen Gekläffe nimmt sie ihre tägliche Dorfrunde unter die Pfoten.

Nach 2:37 Std. kommen wir glücklich und zufrieden zu Hause an. Bonnie hat ihren ersten 25 km Lauf blendend überstanden. Nach der Dusche, die sie wie immer über sich ergehen ließ, hat sie aber erst einmal kräftig gefuttert. Nun liegt sie zu meinen Füßen und schläft.


10.03.2004

Ein trostloser Tag, wettermäßig betrachtet. Schnee und Regen begleiteten Bonnie und mich heute Abend auf unseren 3 Dorfrunden. Trotzdem sind wir glücklich, als wir wieder zu Hause ankommen. Wir waren jedenfalls draussen. Kaum eine Menschenseele gesehen. Aber wir sind trotz der Witterungsverhältnisse gelaufen. Den 227. Tag.


09.03.2004

Heute war wieder Lauftreff beim TuS Kleinenbremen. Das Wetter lud nicht gerade viele Teilnehmer zum Laufen ein. Schnee und Glatteis behinderten wieder viele Sportkollegen, so das wir nur eine kleine Manschaft waren.

Lothar macht es wohl Freude, endlich wieder nicht alleine auf der langen Strecke zu laufen. Meiner Begleitung kann er gewiss sein. Auch Georg fühlt sich bei uns wohl. Obwohl er immer einen Schritt vorlegen muß, hält er es heute doch ganz schön lange mit uns aus.

Vom Start weg haben wir Schneegriesel und es ist um 0°C. Ein leichter Wind aus Nord-West begleitet uns. Durch Wülpke und Nammen geht es weiter Richtung Petzen. Am Petzer Krug, bei km 10 haben wir 1:07 Std. 2 Minuten schneller als letztes mal. Lothar stellt das nur mal so fest. Ein gutes Zeichen. Das Training zahlt sich für ihn schon aus.

Für Georg ist das denn wohl nun doch zu langsam. Als Frontrunner gibt er Gas und zieht langsam aber sicher davon.

Uns kann das aber nicht vom Kurs abbringen. Für Lothar ist es wichtiger, gleichmäßig zu laufen und seine Kräfte gleichmäßig einzusetzen. Er trainiert für lange Strecken und nicht auf 10 km Sprint´s.  Der Hermanslauf ist sein Ziel. Dafür brauch er profilierte Strecken und das passende Training. Da sind wir dabei.

Auch der letzte lange Anstieg von der Gotteshütte bis zum Sportplatz wird von uns locker durchgelaufen. Lothar brauchte keinmal wandern.

Georg erzählt uns nachher, das er hier doch nur noch wandern konnte. Da war Lothar aber locker hochgelaufen und da kann er auch zu Recht stolz drauf sein. Denn wir waren nur ca. 3 Minuten später im Ziel, laufend.

Lothar hat sich seit dem letzten Training auf dieser Strecke um 3 Minuten verbessert,

Damit kann er dem Hermanslauf beruhigt entgegen sehen.

Super, Lothar. Mach weiter so.

Gruß aus dem Weserbergland        -Rainer-



08.03.2004

Heute ist eigentlich ein besonderer Tag. Seit 225 Tagen laufe ich jetzt täglich. 225 Tage, von denen ich keinen einzigen missen möchte. Tage, in den ich auch schon einmal gedacht habe, aufzuhören. Aber wenn ich dann doch losgelaufen bin, dann war alles vergessen und ich lief. Bonnie war sehr oft mein Aufhänger. Sie mußte ja bewegt werden und sie dankte es mir jedesmal so liebevoll. Alleine dafür möchte ich schon immer weiterlaufen.

Ein ganz besonderer Dank geht aber an Ulrike, meiner liebsten Ehefrau, die so viel Verständnis für mein Hobby aufbringt und mich in schweren Tagen immer wieder motiviert. Ohne Dein Verständnis könnte ich so nicht laufen.

Mit 10 km gemütlich gelaufenen Kilometern beendeten wir den heutigen Tag. Gestern war ja auch lang genug, da brauchen wir heute nicht noch übertreiben. Morgen ist Lauftreff, da geht es wieder rund.

Alles in allen kann ich nur sagen, täglich laufen hat mir bis jetzt sehr viel gebracht. Die Freude am Laufen ist nach wie vor sehr stark, ich hab mich noch besser kennen gelernt.Ich bin einfach glücklich, das es so läuft.

07.03.2004

 

Als ich heute Morgen wach wurde, da war es man gerade 05:00 Uhr. Ich fühlte mich top und denke, was machst du nun ?  Ein Blick aus dem Fenster überzeugte mich sofort. Sternenklarer Himmel und hier im Flachland nur noch Schneereste. Auf 08:00 Uhr hatte ich mich mit Lothar zum Treffpunkt Winterlaufserie in Hörkamp Langenbruch verabredet. Was liegt da näher, als schon einmal hin zu fahren  und doch einfach eine Runde vorweg zu laufen.

Gesagt, getan. Um 06:15 Uhr starte ich zu Hause und merke unterwegs, das es doch stellenweise noch sehr glatt ist. Tempo runter und gemütlich weiterfahren.

06:50 Uhr bin ich am Stadion und um genau 06:55 passiere ich den Schlagbaum.

Wenn ich die 10 km Runde, die schätzungsweise 150 HM hat, in einer Stunde schaffe, dann müsste ich zeitgleich mit Lothar am Start eintrudeln.

Schon nach wenigen Minuten merke ich, das es mir heute deutlich leichter fällt, Tempo zu machen als gestern. Also bremse ich mich auch nicht und lasse es ordentlich rollen. Am ersten Messpunkt, wo ich letztes mal 23 Minuten hatte, bin ich jetzt schon nach knapp 19 Minuten. Das gefällt mir. Der Pulverschnee, auf dem ich laufe, der liegt gut unter den Schuhen. Kein rutschen und stürzen wie noch in Bad Salzuflen. Hier passt alles wunderbar. Selbst die lange Gefällestrecke runter macht keine Schwierigkeiten.

Vorbei am Forsthaus Halt komme ich rasch Richtung Ziel. Nach genau 57 Minuten passiere ich den Schlagbaum und trabe runter zum Vereinsheim. Auf halber Strecke kommt mir Lothar im Auto entgegen. Das nenn ich Timing.

Im Vereinsheim zieh ich mir gerade trockene Oberbekleidung an ( Ein Dank an meine Ulrike, die meine Wäsche immer fertig hat, wenn ich sie brauche ), und dann machen wir uns auf den Weg,

Langsam beginnen wir, denn es geht gleich mit einem ca. 20 minütigen Anstieg los. Lothar ist ja auch noch kalt, also locker bleiben. Aber anscheinend treibe ich doch zu schnell, denn wir sind schon nach 20 Minuten oben, wo Lothar letztes mal noch 23 Minuten brauchte. Teufel, denk ich, das war doch für den Anfang eigentlich zu schnell. Da meldet sich Lothar auch und meint, wir sollten doch erst noch ein wenig drosseln. Sorry, das war nicht meine Absicht, hier so schnell zu werden, aber mein Kreislauf war ja auch schon oben, darum ist es mir gar nicht aufgefallen.

Von nun an bleib ich lieber einen Schritt hinter ihm, und so finden wir auch gleich ein gutes Tempo.

Das baut Lothar auf und so meint er dann auch, heute mal von der normalen Strecke abzuschweifen und aus der 17 km Strecke eine 22 km Strecke zu machen. Große Freude für mich, denn das zeigt mir, das Lothar doch gute Fortschritte gemacht hat, da er von sich aus schon länger laufen möchte.

Da ich mich hier auskenne wie in meiner Westentasche, biete ich ihm gleich den Weg zur Radarstation, den höchsten Punkt , an. Mit 302 HM ist das auch der höchste Punkt der Strecke. Gestartet sind wir bei ca. 125 HM.

Locker stecken wir diesen Anstieg weg und erreichen den höchsten Punkt. Von hier geht es auf einer verschneiten Straße, der Trainingsstrecke des Rollski Vereins, runter. Vorbei an den Obernkirchener Sandsteinbrüchen, dem NDR Funkturm, erreichen wir das Gasthaus Walter.

Rechts ab, am Sportplatz vorbei, kommt nun eine lange Gefälle Streck, die am Sportplatz von Liekwegen endet. Wir biegen 100 m vorher rechts ab und laufen dann in einem Bremspfad weiter Richtung Brand Hof. Dort kommen wir an einen schönen Aussichtspunkt, der einen weiten Blick in die Norddeutsche Tiefebene freigibt.

Kurz halten wir uns dort auf, aber es ist zu diesig für einen weiten Blick in die Ferne.

Nun haben wir den tiefsten Punkt der Strecke erreicht. Beide wissen wir, was nun kommt. Aber mit dem Training in den Schuhen, meistern wir auch diesen ewig langen, nicht enden wollenden, Anstieg. Dabei überholen wir auch noch einen Läufer, was uns natürlich wieder einen zusätzlichen Motivationsschub gibt.

Es folgt noch einmal ein giftiger Anstieg bei Forsthaus Halt und dann geht es fast nur noch bergab bis zum Ziel.

Zusammen hab ich heute 3:23 Std. für die 32 km gebraucht.

Da es der letzte Lauf der Serie 2003 / 2004 war, hatten sich die Mädels an der Kuchentafel wohl noch einmal richtig ins Zeug gelegt.

An Mittagessen brauchte ich jedenfalls nicht mehr denken.

 

Zu Hause angekommen ging Bonnie mir nicht mehr von der Seite. Den ganzen Nachmittag saß sie mir zu Füßen. Ich konnte nicht mal alleine zur Toilette gehen, sie wartete vor der Tür. Also versprach ich ihr, das sie heute auch noch raus käme.

Gegen 17:00 zog ich mich um. Bonnie kam jetzt ganz aus dem Häuschen und machte Freudentänze. Um 17:17 Uhr drückte ich die Stoppuhr. Richtung Mittellandkanal führte uns der Weg. Herrlicher Sonnenschein begleitete uns. Nach 2 Kilometern fühlte ich schon, das es optimal lief. Als ob ich am Vormittag gar nicht unterwegs gewesen wäre. Es lief wie am Schnürchen. Die geplanten 5 km wurden schnell hinter uns gebracht. Weiter ging es am Kanal lang. Kilometergenau vermessene Laufstrecke. Was will man mehr. Kein Schnee, hier im Flachland. Gegen heute Morgen einfach ideale Verhältnisse. Am alten Spülfeld vorbei ging es dann weiter Richtung Rusbend Hafen. Hier ist der Wendepunkt. Von dort aus ging es auf der anderen Kanalseite wieder zurück. Unterwegs trafen wir auf insgesamt 3 freilaufende Hunde. Bonnie hatte kein Auge für sie. Sie wollte nur laufen und ihre Freude daran konnte man deutlich spüren. Mittlerweile wurde es dunkel, aber trotzdem konnte man den Leinpfad gut erkennen. Erst als wir den Kanal verließen und wieder in das Dorf einliefen, machte ich die Stirnlampe an, damit wir besser zu erkennen waren.

Nach 01:59:09 Stunden waren wir mühelos wieder zu Hause eingetrudelt. Glücklich und zufrieden ließ Bonnie sich auch abduschen, denn sie war doch mächtig eingesaut.

Das war mal wieder ein richtig schönes Laufwochenende. Zum Abschluss genieße ich jetzt die letzten Stücke Kuchen, die ich mir heute Morgen mitgebracht habe.

06.03.2004

In den Morgenstunden hat es wieder kräftig geschneit und alles ist weiß. Langsam kann ich es nicht mehr sehen, alles so weiß.

Dieses Mistwetter schlägt sich auch gleich bei den Lauftreffteilnehmern wieder. Deutlich weniger Läufer und Läuferinnen haben den Weg zu unseren Bergsportplatz gefunden.

Mit Lothar, Werner und Georg laufe ich in einer Gruppe. Wir wollen bei den Verhältnissen einen ruhigen Lauf um das Nammer Lager laufen. Nach 2 km wird unser Tempo für Werner wohl zu langweilig und er zieht davon. Wir treffen unterwegs auf viele Wanderer und Kinder, die hier mit Schlitten unterwegs sind. Aber so ganz ideal ist das mit den Schlitten wohl doch noch nicht.

An der Schutzhütte angekommen, haben wir für 5 km satte 34 Minuten gebraucht. Wirklich gemütlich gelaufen. Das soll sich auch die restlichen km so dahinziehen.

Georg wird auf den letzten 5 km auch noch einmal aktiv und zieht von dannen. So bleiben Lothar und ich allein. Wir besprechen noch den Fahrplan für Morgen. Denn dann findet der letzte Lauf der Winterserie statt, wofür wir heute unsere Kräfte gespart haben.

Nach 1:42 Stunden sind wir wieder am Sportplatz. Nichts wie ab unter die warme Dusche.


Der  05.03.2004     ist der 222. Tag mit täglich laufen

222 Tage laufe ich jetzt. Heute war ich mit Bonnie im Berg. Ich hatte pünktlich Feierabend und konnte somit noch im Hellen mit ihr laufen. Es wurde eine genußreiche 15 km Runde, bei der wir auf den letzten 2 km noch von einem Läufer überholt wurden. Das konnten wir uns natürlich nicht gefallen lassen und so legten wir noch eine Kohle auf die Schüppe.

Ich merkte richtig, wie der Ärmste sich mit einemmal gejagt vorkam. Er legte auch noch etwas zu. Aber wir saßen ihm im Nacken und er bekam keine Chance. 100 m vor dem Schlagbaum hatten wir ihn gepackt. Am Schlagbaum drückte er seine Stoppuhr und blieb wie angewurzelt stehen.

"Mehr lag nicht drin" , sagte Er knapp zu mir. "War doch toll, hat Spaß gemacht."so meine Antwort.

Da stieg er in sein Auto und weg war er.

Ja, 222 Tage ohne Unterbrechung, durchschnittlich über 15 km jeden Tag. Hätte ich nie geglaubt, das ich das schaffen könnte. Wozu ein Mensch doch fähig ist. Wenn er nur wirklich will. Das find ich schon erstaunlich.


04.03.2004

Heute Morgen im Badezimmer hörte ich voller Freude, das meine gefiederten Freunde da draussen so herrlich sangen. Da hatte ich das Gefühl, es kommt der Frühling. Davon war heute Abend beim Laufen aber nicht mehr viel von überig geblieben. Ein kalter Nord-Ost Wind, sternenklarer Himmel. Nichts von Frühling.

Trotzdem liefen Bonnie und ich wieder 2 Dorfrunden. Auf halber Strecke gesellte sich plötzlich ein kleiner Mischlingshund zu uns und lief bis mitten ins Dorf fröhlich mit. Dann kehrte er um. In der zweiten Runde tauchte er an fast derselben Stelle wieder auf, nur diesmal lief sein Herrchen hinter ihm her und versuchte den fröhlichen Gesellen einzufangen. Das gelang ihm aber nicht. Also blieben Bonnie und ich stehen, der kleine Mischling natürlich auch. Gelegenheit für sein Herrchen, ihn flugs anzuleinen.

Somit liefen Bonnie und ich den Rest wieder alleine nach Hause.

Da sag einer, Laufen sei öde und stures vor sich hin laufen. Wir erleben immer wieder neue Sachen und erfreuen uns daran. Wenn es auch nur Kleinigkeiten sind.


03.03.2004

Nachdem ich heute abend bei einem Arbeitskolegen ein Antiviren Programm installiert hatte, mußte ich noch 1 1/2 Stück Buttercreme Torte essen. Das war dann wohl doch etwas zu viel des Guten, denn die lagen mir doch bei meiner Dorfrunde mächtig im Magen. Lange schon hab ich mich auf der 5 km Runde nicht mehr so quälen müssen wie heute. Was lernt man daraus: installiere nie wieder bei Bekannten ein Antivirenprogramm, grins.



02.03.2004

Lauftreff in Kleinenbremen. Schön, man merkt deutlich, das es länger hell bleibt. Als wir heute um 18:30 Uhr loslaufen, brauch ich meine Stirnlampe noch nicht anmachen. Es ist noch hell genug, um so zu laufen. Temperaturen um 6°C, leichter Wind. Gut zu laufen. Ich möchte wieder die lange Strecke über Bückeburg laufen. Mein Lauffreund Lothar ist leider nicht gekommen ( hoffentlich ist er nicht krank ), so laufe ich dann die ersten km mir Werner und Georg. Die beiden wollen sich aber nicht den Berg antuen und so bin ich dann bald wieder alleine auf der Strecke. Aber das stört mich nicht, bin ich ja gewohnt.

Schnell hab ich meinen Rythmus gefunden, es läuft einfach leicht und unbeschwerlich. Ich bin erstaunt, das es nach dem harten Wochenende und den folgenden Trainingseinheiten doch schon wieder so rund läuft. Bereits nach 56 Minuten bin ich am Petzer Krug vorbei.

Als  ich dann nach Bückeburg reinkomme, da ist die Straße halbseitig gesperrt. Ein Verkehrsunfall bremst dort den Verkehr aus. Da hab ich es doch gut. Ich kann einfach weiterlaufen.

Hoffentlich ist keiner ernstlich verletzt, obwohl die beteiligten Autos wohl nur noch Schrottwert haben.

Ich laufe unbeirrt weiter und nach 1:13 Std. bin ich an der alten Bundesstr. Super, es läuft, kein Durchhänger, keine Beschwerden, es läuft richtig rund.

Vorbei am Tierheim geht es nun in das Feld. Plötzlich ein rotes Licht vor mir. Hinweisschild: Durchfahrt verboten. Was nun, wo soll ich denn jetzt lang.

Ich ignoriere das Schild und laufe einfach weiter. Da wird es doch etwas gefährlich. Umgefällte Büsche und Bäume liegen mitten auf der Fahrbahn, im Dunkel sehr schlecht zu erkennen. Dünne feine Äste ragen quer über die Fahrbahn, hier könnte man sich leicht die Augen verletzen. Gut, das ich meine Stirnlampe dabei habe. So komme ich dort sicher dran vorbei.

Nach 1:30 Std. bin ich bei Farben Kuhlmann. Nun kommt der längste und steilste Anstieg der Etappe. Aber ohne Schwierigkeiten meistere ich die Steigung und nach 1:37 bin ich wieder am Ausgangspunkt der Strecke.

Wieder ein Tag mit "täglich laufen", wieder ohne Probleme. Es macht einfach riesig Spaß, das so zu erleben.

01.03.2004

Ohne Mühe kann ich mich auch heute wieder zum Laufen aufraffen. Bonnie ist auch schon wieder ganz darauf versessen zu laufen. Andauernd kommt sie zu mir her und stupst mich mit ihrer Nase an, das Zeichen, das es los gehen soll. Als es dann los geht, ist es schon nach acht Uhr. Es ist trocken, Gehwege und Fahrbahnen sind Schnee und Eis frei, Grund genug, genüßlich zu laufen. Da ich wieder Bereitschaft habe, können wir wieder nur die Dorfrunden laufen. Dabei war es gestern im Berg so schön. Aber es kommen auch wieder bessere Zeiten, dann laufen wir abends auch wieder im Berg, nicht nur am Wochenende.

Wir beide merken garnicht wie schnell die Zeit vergeht und die 2 Runden rum sind. Unterwegs kamen wir noch mit 2 Jugendlichen ins Gespräch, die meine Stirnlampe cool fanden. Sie fragten mich nach meinen Laufgewohnheiten aus und ich antwortete ihnen bereitwillig.

Das konnten sie aber nicht so richtig begreifen, das man so aus Spaß laufen kann. In dem Alter hätte ich mir das wohl auch nicht vorstellen können.

So ändern sich die Zeiten, heute wäre ein Leben ohne Laufen für mich wohl unbegreiflich.

 


29.02.2004

Als ich heute morgen aus dem Bett krabbelte, dachte ich eigentlich, der Muskelkater müsse mich fest im Griff haben. Aber nichts dergleichen. Der Marathon von gestern war garnicht zu merken. Juhu. Meine Ernährung und das Training mit täglich Laufen, zeigen echte Erfolge. Das gibt Mut für die Zukunft.

Also raus. Der Berg ruft schon wieder. Bonnie ins Auto und ab nach Kleinenbremen. Vom Sportplatz aus laufen wir die Crossrunde rechts rum und dann über den Portaweg zu meiner Lieblings Crosstrecke, dem Pferdeparcours. Hatten wir hier noch knöcheltiefen Schnee, so änderte sich das schlagartig, als wir zur Südseite wechselten. Dort war so gut wie kein Schnee mehr. Dafür war es richtig schön schlammig. Das gefiel mir doch deutlich besser als die festgetretene Schneedecke. Kurz vor Mettwurst Möller liefen wir den steilen Anstieg zum Portaweg hoch. Hier hatten Pferde 20-30 cm tiefe Eintritte hinterlassen. Bonnie suchte sich den bequemsten Weg, ich konnte mich nicht bremsen und musste durch den Matsch. War das herrlich. Kurz vor dem Portaweg trafen wir noch auf zwei Spaziergänger, die freundlich grüßten und meine Bonnie erst kraulen mußten. Dann schlitterten wir auf der festgetrampelten Schneedecke weiter Richtung Crosstrecke. Auch sie wurde mühelos durchlaufen. Läuferherz, was willst Du mehr. Nach dem gestrigen extrem Marathon heute schon wieder ohne Schwierigkeiten laufen, das gefällt mir.

28.02.2004 Marathon Bad Salzuflen

 

Als ich aufstand, heute Morgen, traute ich meinen Augen nicht. Über Nacht war es wieder richtig Winter geworden. Mir schwante nichts Gutes. Trotzdem Sachen eingeladen, ab nach Bad Salzuflen. Vorher hatten schon meine Vereinskollegen allesamt abgesagt.

Allrad eingeschaltet und los, Nach knapp einer Stunde war ich schon in Bad Salzuflen. Da war es man gerade 09:00 Uhr. Decke hervorgeholt und noch ein Stündchen im Auto gepennt.

Hier lagen ca. 20 cm Neuschnee. Aber das beunruhigte mich noch nicht so sehr.

Das sollte sich aber grundlegend ändern.

Um ca. 10:00 Uhr bin ich dann zur Anmeldung und als ich da wieder raus kam, da wurde ich von einem liebenswürdigen jungen Fräulein angesprochen : Du bist doch der Wesergebirgsläufer. Ich bin SAM. Der Bann war gleich gebrochen. Sie hatte schon die anderen Teilnehmer aus Laufen – aktuell entdeckt, und mir dadurch die Suche erspart.



Nachdem wir uns alle bekannt gemacht hatten kamen wir ins Plaudern.

Schön, so viele Fories zu treffen.

Dann mussten wir uns fertig machen, denn unser Start rückte näher.


Marathon-man Volker und ich hatten uns schon im Vorfeld für einen langsamen gemeinsamen Lauf entschieden.

Das war auch gut so.

Am Start war ich doch erstaunt, wie viele Läufer/innen sich trotz der widrigen Witterungsverhältnisse hier eingefunden haben.

Pünktlich viel der Startschuß und das Feld setzte sich in Bewegung. Über die Straßen ging es dann in den Berg. Es kam öfters zum Stau, aber das störte mich nicht. Je höher wir kamen, um so nachdenklicher wurde ich. Die 10 km Läufer/innen hatten die Schneedecke sehr schön platt getreten, aber für uns wurde das zum Verhängnis. Jeder Schritt wurde unberechenbar, man rutschte nach rechts, links, vorwärts und rückwärts. Es dauerte nicht lange, und wir machten erstmalig Bekanntschaft mit dem hart gefrorenen Schnee.

Noch hielten wir das für ein einmaliges Ereignis, aber im Laufe der Runden führten Volker und ich eine Bestenliste ein. Volker gewann mit 7 Stürzen und ich kam gleich mit 6 Stürzen dichtauf.

Was wir da an Stürzen sahen, das war schon bedenklich. Hoffentlich hat sich keiner ernstlich verletzt.

In der 3. Runde kamen die Veranstalter dann auf die Idee, dort, wo es besonders glatt wurde, Sägespäne zu streuen. Danke, das war schon eine gute Hilfe.

Als wir in der 3. Runde waren, da kamen mir schon leichte Zweifel, ob wir die 5 Runden voll machen würden. Auch Volker machte Andeutungen.

4 Runden hatten wir uns als Minimum gesetzt. Das waren dann auch meine 4 härtesten Runden, die ich hier je gelaufen bin.

Am Verpflegungsstand vor der Abzweigung zum Ziel, (oder noch eine Runde) berieten wir uns noch einmal. Es dauerte wohl 1 Minute oder mehr. Wir standen vor den Streckenposten, die unserer Beratung zuhörten. Sie lachten schon über uns, und rieten uns weiter zu laufen. Wir sähen noch so fit aus.Ich entschied mich dann für eine weitere Runde, worauf Volker auch gleich zusagte. Also liefen wir Beide zusammen weiter, den Marathon.

Für mich war es eine besondere Freude, mit Volker zu laufen. Wir fanden ein wunderbares gleichmäßiges Tempo, das uns den Marathon trotz der schlechten Bedingungen doch gut überstehen ließ. In ca: 4:58 Std. beendeten wir den Lauf. In der letzten Runde hatten wir noch einmal das Tempo angezogen, was bei mir mit einem wunderbaren Sturz belohnt wurde. Das hätte man fotografieren müssenJ. Aber unverletzt kamen wir in Ziel.

Fazit: Ein Lauf der Besonderheit. Mein bisher schwerster Lauf. Unverletzt durchgekommen.

Nächstes Jahr bin ich wieder dabei.

Danke an Volker, es war richtig schön, mit Dir zu laufen.

 

 

27.02.2004

Um 21:00 Uhr bin ich mit Bonnie eine Dorfrunde gelaufen. Morgen ist Bad Salzuflen Marathon, da wollen wir heute nicht mehr zuviel machen.

26.02.2004

Mit Bonnie zusammen bin ich heute 3 Dorfrunden zu je 5 km gelaufen. Stellenweise war es noch recht glatt. Am Besten konnte man dort laufen, wo der Schnee nicht weggeräumt war. Als wir gegen 20:00 Uhr starteten hatten wir 0°C und die Luft war klar. In der 2. Runde liefen wir gerade auf der Bachstraße lang, als ich mich plötzlich in mein Teenager Alter versetzt sah. Wie Schuppen fiel es mir von den Augen. Was ich hier sah, das erlebte ich an fast genau der selben Stelle vor 36 Jahren.

Auf dem Bürgersteig standen fünf jugendliche, "Männer" im Alter von ca. 14-16 Jahren. Und oben, im 2. Obergeschoß, da saß ein junges "Burgfreulein" auf der Fensterbank. Die Jungens unten provozierten sie. Sie wollten Ihr Alter wissen. "Genau in einer Woche werde ich 16 Jahre", hörte ich das Mädel rufen. Die Jungens freuten sich, das das Mädel sich so einfach aushorchen ließ. Jeder "Mann" gab sein Bestes, um dem Mädel zu imponieren. Einer bot eine Flasche Bier, wenn sie jetzt runter käme. Der andere wollte mit Ihr spazieren gehen.

Ich grinste innerlich in mich rein. Nur ein paar Häuser weiter, beim ehemaligen Klempner Koch, da wohnten damals, vor 36 Jahren Irmgard un Marianne. Manche Stunde haben Horst H. und ich dort auf dem Bürgersteig gestanden und versucht, die Zwillinge für uns zu gewinnen.

Was wohl aus den beiden geworden ist. Ich hab sie schon über 30 Jahre nicht mehr gesehen. Selbst Horst, der nur 2 Häuser neben mir wohnte,  hab ich ganz aus den Augen verloren. Seid gegrüßt, wenn ihr dies mal lesen solltet. Denkt an die schöne Zeit.

Wenn man mit offenen Augen durch die Welt läuft, dann wird Laufen niemals langweilig. Selbst bei so trüben Wetter nicht.

25.02.2004

Es hat Schneeregen gegeben. Der Boden ist gefroren. Das Laufen ist heute Abend eine gefährliche Angelegenheit. Das Laufen über die abgesenkten Hofeinfahrten ist besonders gefährlich.Zwei mal bin ich ganz kurz vor einem Sturz hergekommen. Darum belass ich es bei einer Dorfrunde. Schließlich will ich am Wochenende Marathon in Bad Salzuflen laufen. Darum nur 5 km, denn die Gesundheit geht vor.

24.02.2004

Lauftreff im Verein. Da ich Bereitschaft habe, kann ich mich nicht groß vom Einsatzwagen entfernen. So bleiben mir die Runden auf dem Sportplatz, denn um 18:30 Uhr ist es schon zu dunkel, um mit den Laufkollegen im Berg zu laufen. Lothar ist wieder mein treuer Begleiter, damit ich nicht so alleine durch die Welt zockele. Nach ca. 10 Runden kommt Peter hinzu. Er mußte auch länger arbeiten und gesellte sich nun zu uns, um einige Runden mit uns zu laufen. Als erstes gratulierten wir ihm, denn er hat bei der Winterlaufserie in Hamm in seiner Altersklasse den 1. Platz gemacht. Super, Peter.

Nach einigen Runden verabschiedete er sich von uns, um noch etwas Tempo zu machen. Wir beide liefen unser gleichmäßiges Tempo weiter, denn am Sonnabend ist Wettkampf in Bad Salzuflen. Da wollen wir uns nicht jetzt schon platt laufen.

Lothar steigt dann nach 26 Runden aus, ich mache noch vier weitere, damit ich nicht diese Schnapszahl von 3333 km in 212 Lauftagen stehen habe. So werden es dann am Ende  3335 km.

Auf dem Rückweg setzt leichter Schneefall ein. Ich fürchte, der Frühling läßt doch noch auf sich warten.


23.02.2004               

Nichts Besonderes. Bonnie ist wieder richtig fit, ich auch. Erkältung ist vergessen. Mit Bonnie bin ich 2 Dorfrunden gelaufen. 10 km. Die Mondsichel und der Abendstern leuchteten unseren Weg aus. Bei -2°C war es ein recht angenehmes Laufen. Die Strassen waren leer.

Am Wochenende findet in Bad Salzuflen der Marathonlauf statt. Ich freu mich drauf, da auch viele Fories aus Laufen-aktuel  dabei sein werden.

22.02.2004

 

Vorletzter Lauf der Winterlaufserie 2003/2004 in Hörkamp Langenbruch. Ich hatte mich ja gestern mit Lothar zum heutigen Lauf verabredet. Pünktlich 5 Minuten vor der Zeit war Lothar da.

Das Wetter ist ideal zum Laufen. Keine Wolke am Himmel. Temperaturen knapp unter 0°C.

Lothar fühlte sich heute nicht ganz wohl. Gestern klagte er auch schon, das er so schnell friert. Also beschlossen wir, kein Tempo zu laufen, sondern schön locker zu traben.

Gleich vom Start weg geht es erst einmal 20 Minuten nur bergauf. Gar nicht so einfach, wenn man kalt erwischt wird. Aber wir schafften das mit Bravour und dann ging es ja erst einmal mit nur ganz leichter Steigung zur Kreuzung , wo sich die 10 km Laufstrecke von der 20er trennt.



Danach geht es lange nur leicht abwärts. Hier kann man es locker angehen lassen und Kraft nachtanken. 1:09 Std. waren wir unterwegs, als wir den entferntesten Punkt der Laufstrecke an Brand´s Hof erreichten. Damit hatten wir auch den härtesten Teil der Strecke erreicht. Denn nun geht es lange, lange nur bergauf. Wer hier keine Reserven mehr hat, der ist verraten und verkauft. Manch einer wandert hier nur noch.

Aber wir beide hatten uns ja gut eingeteilt, so war es für uns zwar anstrengend, aber bis oben hin liefen wir durch. Null Problemo.

                                           
           Das alte Forsthaus "Halt"



Am Forsthaus Halt wartete dann noch ein giftiger Anstieg, aber auch der konnte uns nicht platt machen. Von hier bis zum Sportplatz war es dann nur noch ein lockeres Auslaufen. Fast nur bergab.

1:53 Std. waren wir unterwegs. Ein Lauf in schöner Landschaft und mit besten Laufwetter. Was will man mehr. So fängt der Sonntag super an.

Bei leckeren Kaffee und Kuchen trafen wir noch Heinz Wecke und Rolf Kirsten. Nach einer halben Stunde gemütlichen Beisammensein fuhren wir dann nach Hause.

 

19:15 Uhr

 

Bonnie ist den ganzen Tag beschwerdefrei draußen rum gelaufen. Jetzt kommt sie aber immer öfter zu mir und bettelt um LaufeinheitenJ. Sie kann mich leicht überzeugen. Nach kurzer Rücksprache mit dem Haushaltsvorstand bekommen wir grünes Licht. Nichts wie los.

Mit Leuchthalsband für Bonnie und Stirnlampe für mich geht es auf die langsam unbeliebt werdende Dorfrunde. Die längste Zeit hat es gedauert, dann sind wir wieder abends im Berg. Aber heute laufen wir Runden. Bereits nach der ersten Runde springt Bonnies Begeisterung auch auf mich über. Diese Lebensfreude, die aus dem jungen Tier kommt, die macht mir das Laufen leicht. Wir beide schweben einfach über den Bürgersteig, wir merken gar nicht, wie die Zeit vergeht. Am Ende zwingt uns die Vernunft, nach Erkältung ( bei mir ) und Fußbeschwerden (bei Bonnie) , nach 10 km aufzuhören.

Vom Gefühl her hätte ich bestimmt noch weiterlaufen können. Aber was hat Oma immer gesagt?  Alles was man übertreibt, verwandelt sich in Traurigkeit. Diesen Schuh wollen wir uns jedenfalls nicht anziehen. Morgen ist ja schließlich auch noch ein Tag.

21.02.2004

 

Lauftreff im Verein. Start 14:30 Uhr. Da ich gestern nur mit Mühe meinen Streak einhalten konnte, wollte ich es heute besser machen.

Und mein km Pensum muss mal wieder etwas auf Vordermann gebracht werden. Die Erkältung hat die Leistung doch ganz schön nach unten gedrückt.

Da ich ja noch bis nächsten Freitag Bereitschaft habe, konnte ich nur unsere allerseits geliebte und gleichzeitig gehasste „2450m lange Crosstrecke“ laufen. Von ihr könnte ich jederzeit flugs zum Einsatzwagen laufen und losbrausen. Aber das blieb mir heute erspart.

Wir starteten in einer zwangslosen Gruppe, die sich dann aber doch schnell auflöste. Jeder versuchte sein Tempo zu laufen. Aber wer nur 3 oder 4 Runden laufen will, der kann ja auch ruhig Gas geben.

So blieben denn nach 2 Runden nur Lothar und ich wieder zusammen auf der Strecke. Wir verabredeten uns für morgen zur Winterlaufserie, wo wir dann wieder eine gemeinsame große Runde laufen wollen.

Nach 4 Runden verabschiedete Lothar sich und ich war wieder der einsame Langstreckenläufer. Nicht schlimm, mein Walkman mit meinem Heimatsender wurde angeworfen und weiter ging es.

Herrlich schönes Winterwetter brachte mein Läuferherz so richtig ins Schwärmen. Die fleißigen Holzbauern grüßten nach jeder Runde freundlich und fragten, wie oft ich denn wohl noch vorbei laufen würde.

Mittlerweile war ich schon fast 2 Std. unterwegs. Die ersten Strecken Läufer kamen schon zurück und gingen duschen. Ich lief fröhlich und munter weiter. Es ist schön, ein Langstreckenläufer zu sein.

2001 war dies die Crossmeisterstrecke. Auf dem Bild Ralf Burzlaff, der ein tolles Rennen lief.



Bei der vorletzten Runde sah ich schon keinen PKW mehr auf dem Parkplatz. Alle hatten sich bereits heimwärts begeben. Aber ich lief weiter. Ich genoss die einsetzende Dämmerung und wurde immer glücklicher. Kein Telefonanruf, der mich zum Einsatz rief. Ich durfte laufen.

Nach 2:40 Std. verließ ich die Crosstrecke und lief dann auf der Aschenbahn aus.

Dieser Lauf war wie Balsam auf die von der Erkältung geplagte Läuferseele.

 

Person: Rainer Lohstroh

Übung: Crossrunden

Datum: 21.02.2004

 

Startzeit:           14:29:56.0

Endzeit:            17:17:35.2

Gesamtzeit:      2:47:39.2

 

Num    Zwischenzeit    Anmerkungen

 1.        0:16:51.7         1. Cross-Runde

 2.        0:33:35.8         2. Cross-Runde

 3.        0:51:12.7         3. Cross-Runde

 4.        1:08:19.4         4. Cross-Runde

 5.        1:23:47.5         5. Cross-Runde

 6.        1:39:34.5         6. Cross-Runde

 7.        1:55:10.2         7. Cross-Runde

 8.        2:10:32.7         8. Cross-Runde

 9.        2:25:44.7         9. Cross-Runde

10.       2:40:52.2         10. Cross-Runde

11.       2:47:23.7         2,5 Bahnrunden

20.02.2004

Mal wieder Bereitschaft. Gerade als ich mit Bonnie laufen will, klingelt das Telefon. Bonnie springt von ihrem Sofa und verstaucht sich den Fuß. Nichts geht mehr. Der Anruf natürlich eine Störmeldung. 23:30 Uhr war ich wieder zu Hause. Trotzdem bin ich dann noch eine Runde mit 5 km gelaufen.

Bonnies Fuß ist schon besser geworden, aber trotzdem geht es Morgen erst einmal zum Tierarzt. Irendwie sitzt der Wurm überall drin. Aber es kann ja nur besser werden:-)

19.02.2004

 

Um 15:30  hab ich Feierabend gemacht. Herrlich klares Wetter, um 1°C, kaum Wolken am Himmel. Welchen Läufer kann das noch halten. Mich nicht. Ab in den Berg.

Vom Sportplatz in Kleinenbremen aus lief ich Richtung Portaweg. Von dort aus an „Wanderes Ruh“ vorbei, weiter auf dem Portaweg zum Klippenturm. Dort machte ich dann die acht um die „Lange Wand“. Herrlich schöne Steigungen mit einem bezaubernden Blick in das Wesertal. Glutrot die Sonne am Himmel und dunkelrote Wolken ,die gegen gegen die Bergrücken eine wunderschöne Ansicht boten. So etwas sieht man nicht täglich.

Auf dem Rückweg nahm ich noch eine Ehrenrunde auf unserer Crosstrecke mit und kam so an ca. 20 km Laufstrecke.

Die Form steigt nach der Erkältung doch schnell wieder an. Das stimmt mich alles ganz zufrieden.

18.02.2004

Um 20:20 Uhr ging es los. Bonnie war wieder nicht zu bremsen und kläffte auf den ersten 100 m vor Freude jeden Regentropfen an. Stellenweise mischte sich Schneeregen und Graupel dazwischen, Windböen kamen auf. Halt ein ungemütliches Wetter. Aber das hindert uns ja nicht am Laufen. Wir sind schlimmeres gewohnt.

Es wird Zeit, das wir auch Abends wieder im Berg laufen können. Diese Dorfrunden machen mich langsam kirre. Dazu die verrückten Autofahrer, die durch die Ortschaft rücksichtslos mit Fernlicht brettern. 30 km Zonen intressieren die garnicht. Rechts vor Links. Unintressant, hauptsache Heizen.

Alles in allen ein Trainingslauf, den man schnell vergißt. Nichts Besonderes. Am Wochenende werde ich die Streckenlänge wieder steigern.

17.02.2004

Wie immer Dienstags um 18:30 Uhr treffen wir uns zum gemeinsamen Laufen. Wie immer bilden sich die verschiedensten Gruppen. Wie immer bleiben wir diejenigen, die lang und langsam laufen. Heute sind das nur Lothar und ich. Eigentlich schade. Denn wir beide kommen gleich ins Schwärmen. Die guten alten Zeiten sind heute das Thema. Erinnerungen werden aufgefrischt, die guten alten Zeiten heraufbeschworen.

Kurzum, wir merken garnicht, wie die Zeit und die Kilometer vergehen.Schade, das nur wir beide diese Strecke laufen und uns niemand sonst zuhört. Gerade diese langen langsamen Läufe sind doch eigentlich das Salz in der Suppe. Denken wir jedenfalls.

Als wir oben am Sportplatz wieder ankommen, ist Lothar ganz erfreut. Der letzte wirklich starke Anstieg, den ist er nämlich durchgelaufen. Da, wo er vor 14 Tagen zum Schluß gewandert ist, dort ist er heute locker hochgelaufen. Sein toller Trainingserfolg. Für mich nach der Erkältung der letzten Tage auch ein entspannter, zufriedener Lauf.

Danke Lothar, freue mich schon auf Sonntag, wenn wir zusammen die Bergkette laufen.

16.02.2004

Das Wetter ist heute Abend ganz angenehm mit  +3°C und ohne Regen. Bonnie weicht mir schon die ganze Zeit seit ich zu Hause bin nicht von der Seite, also los jetzt. Eine große Runde um das Dorf. Unterwegs sind wir auf viele andere Hundebesitzer getroffen. Bonnie hat sich jedesmal vorbildlich verhalten, was man von manch anderen Hund, dem wir begegnet sind, nicht sagen konnte. Bis zur Hälfte der Strecke war es noch leichte Quälerei für mich, aber dann lief es wie geschmiert. Morgen Abend werde ich wohl wieder zumTraining im Verein fahren und die "Bückeburg"Runde laufen.    Auf dem Bild spielt Bonnie mit ihrer Schwester. Phil freut sich, da sind auf einmal zwei Bonnie´s.


Heute Mittag bin ich seit Langen das 1. Mal wieder im Berg gelaufen.
Eine Erkältung mit Ohrenschmerzen und Schnupfen hatte mich ausgebremst.
Aber die 15 km durch das Wesergebirge in langsamen Tempo haben mir
wieder das Gefühl gegeben, es geht aufwärts.
Am Abend hat Bonnie mich 2 Runden durchs Dorf geführt. 10 km, die uns Beiden richtig gut getan haben. Die 15 km Berglauf hab ich überhaupt nicht gemerkt.