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.                                                                 So war der Januar 2010

31.01.2013

So, damit ist der erste Laufmonat des Jahres beendet. Ich hatte mir 300 Laufkilometer gewünscht, und 326 sind es geworden.

Eigentlich hatte ich ja heute mit 9 km gerechnet um die 333 km voll zu machen. Aber es kommt ja immer anders, als man denkt.

Kaum waren wir losgelaufen, da wurde aus dem leichten Regen ein richtiger Wolkenbruch, dem auch noch ein Gewitter folgte. Donner und Blitz bekamen Blacky überhaupt nicht. Als wir kurz hinter dem ersten Kilometer waren setzte er sich hin und war nicht zum weiter laufen zu bewegen. Kein Zureden half, er war bockig.

Gut, umgedreht und zurück zum Auto. Das gefiel ihm, da konnte er wieder laufen.

So wurden es dann auch nur knapp 2 km. Ich will nicht klagen. In einem Monat von  0  auf 326 km, da bin ich doch ganz zufrieden mit.

30.01.2013   

Der Weg führte mich heute nach Kleinenbremen. Vom dortigen Sportplatz aus wollte ich mal richtig schönen, schlammigen und glitschigen Trail laufen. Das klappte auch wunderbar. Der Boden war gut 5 cm aufgetaut und richtig satt durchtränkt.  Auf manchen Abschnitten dachte ich schon, ich lief im Bach statt auf dem Weg. Wasser ist reichlich vorhanden. Auch von oben her.

So waren meine Schuhe schon nach gut 200 Metern völlig durchtränkt. Auch zwei Klettereinlagen musste ich bis dahin einlegen, um über umgestürzte Bäume zu kraxeln.        

Das fing ja schon gut an. Über umgestürzte Bäume kam ich heute öfter nicht rum. Der Sturm heute Nacht hat doch ganz schön gewütet. Auch dicke abgebrochene Äste lagen oft im Weg. So intensiv hab ich das lange nicht gesehen.

Über den Restebrink gelangte ich dann auf den parallel zur Autobahn verlaufenden Trail, der heut zusätzlich durch Pferdehufe richtig schön aufgewühlt war. Hallo, welche Freude. Die Füße rutschten hin und her, da kam Freude auf. Plötzlich queren von links nach rechts fünf Rehe den Weg und verschwinden im dichten Wald. Zu schnell, um sie mit dem Fotoapparat einzufangen. Schade.

Dann komme ich auch schon zu der Weide mit den Galloways. Sie stehen brav am Gatter und warten wohl auf Futter.

Kurz danach, etwa bei km 5,1 kommt der steilste Anstieg. Für 60 Höhenmeter brauch ich gut sechs Minuten, habe dabei aber nicht einmal 400 Meter Strecke zurückgelegt.  Auf dem matschigen Boden kostet es richtig Kraft, um vorwärts zu kommen. Aber ich will es ja nicht anders. Als ich dann oben ankomme hab ich Butter in den Beinen. Ich muss erst einmal tief Luft holen.  Oben zu sein, das heißt, ich habe das steilste Stück hinter mir, aber bis Kilometer 6 geht es immer noch weiter hoch, nur nicht so steil. Nun laufe ich versetzt neben dem Steinbruch auf kaum zu erkennenden Weg. Nach dem sechsten Kilometer führt der Trail nun in leichten Wellen talwärts. Genau bei Kilometer sieben, Endomondo sagt gerade die Kilometerzahl, da liege ich zum dritten Mal im Dreck. Da war nichts zu machen. Unter dem nassen Laub noch Eis, die Mischung macht’s. Aber es ist ja weich und matschig. Ich sehe zwar mittlerweile aus wie ein Wildschwein, das sich gerade gesuhlt hat, aber das ist mir egal. Hier trifft man sowieso nicht auf Menschen. Bei so einem Sauwetter.

Wichtig ist nur, dass ich mir nichts wehgetan habe und mühelos weiter laufen kann. Aber ich merke doch, dass ich älter werde. Früher hätte ich mich da wohl noch fangen können, aber mit fast 60 wird man doch deutlich unbeweglicher.

Den letzten Kilometer laufe ich dann ganz gemütlich zu Ende. Es war ein schöner Lauf in einer schönen Landschaft.

                Der 30. Streak Tag mit insgesamt 324 Kilometern ist gelaufen.

                  Das leichteste Stück der Strecke
             Nach Hälfte der Strecke sehe ich schon so aus.

29.01.2013

Blacky war heute nicht gut drauf. Er wollte nur schnüffeln und markieren. Und er war nicht davon abzubringen, zwischen den letzten verbliebenen Eisschollen zu schwimmen. Ein verrückter Hund, aber ein liebenswerter. Ich hab es ihm gegönnt und war auch froh über eine leichte Trainingseinheit.

So kamen heute nur knapp 5 km dazu, am 29. Streak Tag mit 316 gelaufenen Kilometern.

28.01.2013        

Welch ein Glück, über Nacht ist fast der ganze Schnee verschwunden. Endlich kann Blacky wieder mit auf Strecke.

Am Mittellandkanal entlang bis Rusbend und dann auf Waldautobahn bis zum Stromkilometer 109, wo es zurück an den Kanal geht. Schaut man sich die Rundenzeiten an, sieht man sofort, das Blacky zuerst mal kräftig schnüffeln muss. Selbst jeder frische Maulwurfhügel musste intensiv abgepinkelt werden. Als er aber merkt, dass es wieder Richtung Heimat geht, da legt er deutlich an Tempo zu.

Nach 10,3 km sind wir am Auto. Blacky ist stolz und glücklich, das er endlich wieder mitlaufen kann.

Endomondo sagt zwar, wir wären 11,3 km gelaufen. Aber das kann nicht stimmen. Runtastic  und Garmin  sagen was anderes.

Tag 28 der Streak und insgesamt  311 km gelaufen.

27.01.2013

Das Wetter steht Kopf. Regen und Blitz Eis sind angesagt. Nicht mein Auto fahr Wetter. Also lasse ich das Auto stehen und lauf mit meinen Hokas und darunter den Yaktrax von zu Hause in Richtung Gevatter See. Wenn ich 11 km schaffe, dann bin ich diesen Monat schon auf über 300 km Laufleistung.

Als ich aus dem Dorf raus laufe, beginnt es zu schneien, auch der Wind lebt auf. Irgendwie macht es Spaß, hier zu laufen. Im Feld geht der Wind richtig durch, der Schnee wechselt in Regen und von Regen zurück in Schnee.  Gut, das ich nicht Auto fahren muss.

Nach drei Kilometern komme ich am Gevatter See an. Viele Autos parken hier, meist große Geländewagen. Meist auch Hundefreunde mit ihren Tieren. So begegne ich fast alle 100 Meter Mensch und Tier. Auffällig viele Collies sind darunter, einer schleppt einen halben Baumstamm hinter sich her, keiner hat Zeit für mich. Alle sind voll beschäftigt und friedlich.

Mitten im Wald mache ich noch einen Abstecher zu den Hexenteichen, die zugefroren sind und für mich immer wieder etwas Besonderes sind. Haben wir hier als Kinder oft gespielt und gebadet.

                                                   Zugefrorener Hexenteich
                            Trail um die Hexenteiche


Dann laufe ich wieder auf der Gevatter See Marathonstrecke weiter. Als ich aus dem Wald komme spüre ich den heftigen, schneidend kalten Wind im Gesicht. Ich empfinde es als wohltuend, bin glücklich, hier und jetzt zu laufen. Es macht einfach nur Spaß.

Ich passiere die Petzer Kirche und laufe links am Bauern Café vorbei zurück ins freie Feld. Immer noch auf der Marathon Strecke. Auch hier immer wieder Begegnungen mit Mensch und Tier, immer friedlich. Da hat sich in den letzten Jahren doch viel getan. Es ist deutlich stressfreier als noch vor 10 Jahren.

Es ist wohl vorerst  der letzte Lauf im Schnee. Während des Laufes spüre ich deutlich, dass die Temperaturen ansteigen. Also genieße ich die letzten Kilometer noch mal richtig.

Am Ende sind es  11,7 km  geworden, schöne Kilometer und schöne Hunde Begegnungen hab ich erlebt. Ein wunderbarer  Sonntagmorgen.

Jetzt, wo ich den Bericht schreibe und aus dem Fenster schaue, hat sich die Welt schon deutlich verändert. Es regnet in Strömen, vieles von der weißen Pracht ist schon verschwunden.

Wer weiß, was die nächsten Monate noch für Wetter Kapriolen mit sich bringen.

27 Tage bin ich unterwegs, 301 Kilometer liegen hinter mir.

26.01.2013

Heute nur eine 5 km Runde um das Spülfeld gelaufen. Bisschen Kräfte aufbauen, da ich morgen eventuell etwas länger laufen möchte.

25.01.2013

Am Kanal lässt es sich bei dem Wetter am besten laufen. Dachte ich so. Aber dieses wunderschöne Wetter lockt auch etliche Spaziergänger mit Hunden an. Viele davon kenne ich schon lange vom Sehen her, etliche sprechen mich auf meine Hunde an. Ich muss erklären, warum ich nur noch mit einem Hund laufe und wo denn der andere wäre. Da kommt schon etwas Wehmut auf.

Gerade dieses Wetter liebte Bonnie auch sehr, Blacky hingegen gar nicht.

Ich verliere auch etwas die Lust auf dieses Wetter. Dieses ewige Weiß, das geht mir richtig auf die Augen. Und immer schön schauen, wo man hin tritt. Das nervt. Wird Zeit, dass normale Verhältnisse einkehren. Für mich war der Winter lang genug.

Die heutige Laufstrecke wurde 7 km lang, die Landschaft ringsherum weiß in Weiß.

           Der Eisbrecher trifft auf Granit ( so heißt das entgegen kommende Schiff )

24.01.2013

Eine 11 km Runde  am Kanal und durch den Schaumburger Wald getrabt, viele schöne Fotos geschossen. Am beeindruckendsten ist immer wieder die Geräuschkulisse, wenn im Kanal die Schiffe durch die Eisschollen fahren.

                              Im Schaumburger Wald
            Hier lagert Eichen und Buchenholz im Wert von über 300.000 €
                        Der schön geräumte Leinpfad.

23.01.2013

Marina ist heute Morgen operiert worden. Mal sehen, wie es nun weiter geht.

Um 12:00 Uhr bin ich zu meiner 10 km Runde aufgebrochen. Die ersten Kilometer zogen sich wie Kaugummi hin und die Beine waren bleischwer. Aber so nach und nach wurde es dann besser. Den 10. Kilometer bin ich dann noch in 6:30 gelaufen. Es geht zumindest läuferisch aufwärts.

22.01.2013 Von Hafenbecken zu Hafenbecken

Der Schneefall hat aufgehört, aber -5°C und etwas Wind. Schönes Laufwetter. Start ist am Sperrtor im Hafen von Berenbusch, Stromkilometer 106,800 km.

Der Winterdienst hier ist immer tadellos. Zwischen den beiden Häfen hier und in Rusbend ist der Leinpfad auf 3 Meter Breite mit einem Radlader glattgeschoben, ziemlich genau 5 Kilometer wunderschöne Laufstrecke. Auf der trabe ich entlang bis Rusbend, wo am Kai das Kilometerschild 112 steht. Ich umrunde es und laufe wieder zurück nach Berenbusch. Gott sei  Dank , nun hab ich Rückenwind und schnell steigt die Temperatur unter der Laufjacke an. Das ist deutlich angenehmer so.

Nach 01:16 Std. bin ich wieder am Auto. 10,3 km mehr in dieser Streak.

21.01.2013                   

Der Winter hat richtig Einzug gehalten. Den ganzen Tag schneit es schon. Zwei Mal musste ich schon Schnee fegen und das nicht zu wenig. Und es schneit immer noch. Da kribbelt es in den Füßen und ich muss raus in die Natur.

Um 12:42 Uhr bin ich am Sperrtor los getrabt. Bei Schneetreiben und Gegenwind führte mich der Leinpfad bis nach Rusbend Hafen. Von dort bin ich dann in den Schaumburger Wald gelaufen. Am Holzlagerplatz an der Betonstraße entlang und dann rechts ab, in Richtung  Schloss  Baum und Pyramide. Hier war noch kein Landwirtschaftliches Fahrzeug gefahren in dessen Spur ich hätte laufen können. Knöcheltief der Schnee hier. Was für eine Freude mit den Hokas an den Füßen. Darunter noch die Yaktrax und die Lauffreude ist perfekt.

Doch als ich zur Pyramide komme, da trifft mich fast der Schlag. Früher lag sie schön versteckt abseits des Weges und nun hat man ringsherum alle Bäume und Sträucher abgeschnitten. Schon von der Straße her sieht man dieses Kleinod, das vorher wohl nur für Insider zu finden war.  Da werden die Vandalen wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen. Für mich ist das ein richtig trauriger Anblick. Was die Forstverwaltung sich dabei wohl gedacht hat.


                            Vom Haupt Wanderweg schon zu erkennen.
                                 Die Reste der Bäume, trauriger Anblick.
                         Meine Spuren im Schnee.
                                   Der Weg vor mir.



Irgendwie traurig laufe ich weiter. Es ist gar nicht so einfach, den richtigen Weg zu finden. Die Bäume, an die ich mich bisher orientieren konnte, sind verschwunden. Das Unterholz liegt hier platt auf der Erde. Alles ist zugeschneit. Aber ich finde dann doch wieder auf den richtigen Weg nach Schloß Baum. Aber es ist ein anstrengender Weg, denn ich muss aufpassen, dass ich nicht in einen der zahlreichen kleinen Bäche einbreche, die den Weg kreuzen, muss sehen, das ich da rüber springe und nicht im Eis einbreche.  Aber alles verläuft glatt, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber mit den Hokas null Problemo. Auch hinter Schloß Baum ist es schwierig, den Kurs zu halten. Der tiefe Schnee lässt keinen Weg mehr erkennen. Als ich dann die „Waldautobahn“ erreiche, freue ich mich. Denn auch hier ist noch kein Fahrzeug langgefahren, ich muss im tiefen Schnee weiter laufen. Gut drei Kilometer laufe ich in unberührter Natur, nur hin und wieder treffe ich auf Spuren der Wildschweine, die unter dem Schnee nach Futter gesucht haben. Auch ganz frische Stellen darunter.

Schon jetzt fühle ich, dass es der schönste Lauf bisher in diesem Jahr ist. Einfach traumhaft, im Schneetreiben und nicht zu unterschätzenden Wind, der -5°C als – 10°C fühlen lässt, laufe ich völlig entspannt und mit ganz viel Freude im Herzen. Mit der Form kann ich auch zusammen mit den Wesergebirgsläufern mal wieder auf Strecke gehen. Die Sicherheit hat mir der heutige Lauf gegeben.

Am Ende stehen 16 km bei Endomondo auf dem Tacho, ein richtig schöner Lauf nimmt sein Ende.

20.01.2013        

Das herrliche Winterwetter verführt auch heute zum Laufen. Die 10 km Runde hab ich mir ausgesucht, mit dem Vorhaben, mal etwas Tempo zu machen. Mit knapp 90 kg auf den Rippen ist die Zeit von 01:16 Std. doch gar nicht so schlecht, zeigt mir aber auch gleichzeitig, wo ich noch mächtig dran arbeiten muss. Letztmals am 11.01.2011 war ich auf der Distanz schneller.              

19.01.2013        

Die gleiche Runde wie gestern gelaufen. Nur eben anders herum. Bei -5°C und heftigen Gegenwind lief es heute deutlich besser. Hinter dem Spülfeld konnte ich vor lauter Motorsägen Geknattere nicht mal mehr über Kopfhörer die Musik hören. Die spinnen doch alle, diese Holzwürmer.

18.01.2013        

Das war heute schweres Brot. Die fünf Kilometer um das Spülfeld sind mir richtig schwer gefallen. Die Beine wollten sich kaum fort bewegen, alles lief wie in Zeitlupe.

Die letzten Tage mussten wir um 04:00 Uhr aufstehen, das schlaucht doch ganz schön. Dazu noch eine leichte Magenverstimmung, und schon ist man von der Rolle.

Das Wetter war ideal, mit richtig schön schneidendem Gegenwind. So etwas mag ich besonders gerne, aber mehr lag heute nicht drin.

Es kann ja nur noch besser werden.

17.01.2013

Was macht ein Läufer, der um 04:00 wach im Bett liegt und nicht mehr schlafen kann? Er steht auf, frühstückt einen kleinen Happen und geht dann zum Laufen.

So stand ich dann um kurz vor fünf vor meiner Haustür, voll ausgerüstet, mit Stirnlampe auf dem Kopf. Aber es ist ja so hell. Lampe wieder abgesetzt und zu Hause gelassen. Dann zum Sperrtor gefahren und ab auf die Strecke.

Hier im Hafen liegen zwei Schiffe, auf einem ist schon alles beleuchtet. Sie machen sich startfertig. Es ist ein großer Schubverband, unendlich lang.

Als ich aus dem Hafenbereich raus bin wird es etwas dunkler. Hier zwischen dem Hafenbecken von Berenbusch und dem Hafenbecken in Rusbend liegen genau fünf Kilometer. In den Hafenbereichen ist der Schnee mit einem Frontlader wunderbar zur Seite geschoben. Der Frontlader fährt auf dem Leinpfad von Hafen zu Hafen.  Da der Pfad ziemlich schmal ist, fährt er also immer in derselben Spur. Und bei dem Zwielicht immer in der Spur zu bleiben, das erfordert dauernde Konzentration.  Hätte ich Dösel doch die Stirnlampe mitgenommen, das hätte mir das Laufen deutlich leichter gemacht. Aus Schaden wird man klug. Ab sofort kommt die Stirnlampe in den Laufrucksack, egal was ich wann und wo laufe.

Unter den Hokas hab ich die Yaktrax gespannt. Das gibt in dem Zwielicht einfach mehr Sicherheit. Auf der ganzen Strecke bin ich nicht einmal gerutscht, immer standfest geblieben.

So trabe ich ganz gemütlich am Kanal entlang. Unter der Gore Soft Shell Jacke bildet sich ein angenehmes Klima, von winterlicher Kälte ist nichts zu spüren. Lediglich im Gesicht wird es kalt, aber da angele ich den Buff aus der Rucksack Tasche und schon ist das Problem erledigt.

Bei Stromkilometer 112 erreiche ich Rusbend Hafen und beschließe, noch weiter zu laufen. Ungefähr bei km 113,3 erreiche ich eine Brücke. Über sie quere ich den Kanal und laufe auf der anderen Seite zurück. In der Ferne sehe ich die Blinklichter der Räumfahrzeuge, die die Brücken und Straßen räumen.  Nachdem ich dann in Rusbend wieder die Kanalseite gewechselt habe, kommt mir in der Ferne ein Schiff entgegen. Es sieht aus wie eine Lokomotive, mit drei Lichtern am Bug, die ein Dreieck bilden. Das Erkennungszeichen für lange Schubverbände. Es ist genau der Verband, der sich vorhin startklar machte. Hin und wieder wird ein großer Scheinwerfer eingeschaltet, wohl um zu schauen, ob in der Ferne alles frei ist. Von dessen Strahl angeleuchtet, sehe ich nichts mehr, muss die Hand vor die Augen halten, so grell ist das Licht. Dann erlischt der Strahl und ich bin einen Moment wie blind, bevor sich die Augen wieder an das normale Licht gewöhnen. Aber diese Spielchen kenne ich schon von vielen anderen Nachtläufen her. Ist zwar ärgerlich, aber nicht zu ändern.

Dann ist der Verband vorbei und ich habe wieder meine Ruhe, genieße die Musik im Radio und verliere mich ganz in mich selbst. Ist das schön, endlich zu wissen, es läuft wieder. Zehn Kilometer täglich sind überhaupt kein Problem. Es sind zwar lahme Kilometer Zeiten, aber schneller wird man von alleine, das Gewicht geht auch runter.

Nach 13,6 Kilometern bin ich zurück am Sperrtor, noch ganz verzaubert von dem schönen Lauf. Mensch, gibt es schöne Momente im Leben. Die sollte man im Herzen bewahren, für schlechtere Zeiten.  

16.01.2013

Mit Blei in den Beinen und Yaktrax  unter den Schuhen bin ich eine 10 km Runde im Schaumburger Wald und am Mittellandkanal entlang gelaufen.

In der Nacht hat es noch einmal kräftig geschneit. Darum war ich mir sicher, ich müsste die Yaktrax unter die Schuhe schnallen. Das hätte ich mir wohl schenken können. Die Hokas sind einfach auch im Schnee die sichersten Schuhe zum Laufen.

Morgens um 05:00 Uhr sind Rocky und ich schon 5,5 km am Mittellandkanal gewandert. Hat der kleine Hund sich über den Neuschnee gefreut. Er wollte gar nicht zurück nach Hause.

In den ersten 16 Tagen dieses Jahres bin ich 195 km gelaufen und 12 km gewandert.

15.01.2013

Bei diesem Wetter lässt es sich am Mittellandkanal immer noch am besten laufen. Darum bin ich heute bis zur Brücke bei Stromkilometer 115,3 gelaufen. Und dann auf der anderen Seite wieder zurück. Die letzten Kilometer bin ich dann etwas schneller gelaufen um aus dem Schlapp Schritt mal rauszukommen. Hat Spaß gemacht. Auf den etwas über 17 km sind mir sehr viele Hunde begegnet. Erstaunlich viele aggressive Zeitgenossen waren dabei. Das hab ich lange so nicht mehr erlebt.

Egal, für mich geht es aufwärts und da freue ich mich drüber.

14.01.2013

Die gleiche Runde wie gestern. Nur anders herum. Eis und Schnee machen die Strecke schwerer. Aber mich treibt ja keiner. Langsam komme ich in den Bereich, das mir die täglichen 12 Kilometer nichts mehr ausmachen. Das stimmt mich freudig.

13.01.2013

Mit Blacky am Kanal gelaufen. Der Schneegriesel lässt unter seine Pfötchen  richtige eiskugeln wachsen, mit denen er nicht laufen kann.

Also haben wir den Lauf nach vier Kilometern abgebrochen und ich habe Blacky nach Hause gebracht. Er war nicht einmal böse.

Danach bin ich wieder zum Kanal gefahren und bin dann im schönsten Schneetreiben noch mal  gelaufen. Das wurden dann gute 12 Kilometer.

Es beginnt zu schneien. Am Ende des Laufes ist alles unter weißer Zuckerwatteversteckt.

Die Kraniche kehren schon zurück.

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12.01.2013

Mit Sandra, Carsten, dem kleinen Jan und Helmut bin ich heute vom Bergsportplatz in Hörkamp-Langenbruch zu einem wunderschönen Lauf gestartet. Bei ganz tollem Winterwetter wollte Sandra es sich nicht nehmen lassen, die ehemalige Radarstation auf dem höchsten Punkt des Bückeberges läuferisch zu erreichen.

Carsten schob die Sportkarre, in der Jan es sich gut gehen ließ.  Auf mehr oder weniger komfortablen  „Waldautobahnen“  passierten wir „Forsthaus Halt“ und liefen weiter in Richtung  Wormsthaler Tor.

Nach gut 5 Kilometern war es dann geschafft. Die Radarstation lag vor uns.  Glückwunsch an Sandra. Sie ist fast komplett durchgelaufen und hat heute bestimmt ein Ausrufungszeichen in Ihrer Läuferin Karriere gesetzt. Das war schon richtig toll.

Der kleine Jan freut sich anscheinend genauso wie seine Mama und strahlt uns richtig an. Toll, wie auch er trotz der Kälte immer fröhlich ist.




Vor dem Tor werden noch einige Fotos gemacht und dann begeben wir uns auf den Rückweg.

Ich mache den Vorschlag, nicht denselben Weg zurück zu laufen, sondern einen etwas längeren und schöneren Weg zu nehmen.

Das machen wir dann auch. An zahlreichen Brunnen und kleinen Wasserwerken vorbei geht es nun wieder talwärts bis zum Sportplatz zurück.

Die Unterhaltung mit lieben Lauffreunden war mal wieder das Salz in der Suppe. So macht Laufen richtig Spaß. Danke, das Ihr dabei ward.

                                          Wunderbare Fernsicht
                                          Zwei Rehe am Waldesrand

11.01.2013

Bei dem miesen Wetter hat man das Problem, wenn man täglich läuft, die Sachen bis zum nächsten Tag wieder trocken zu bekommen.  Besonders bei den Schuhen. Da hab ich mir heute ein paar neue Trail Schuhe gegönnt. Mein Motto war ja schon immer, nicht nur an ein paar Schuhe gewöhnen, lieber mehrere Modelle nutzen, das man nicht abhängig wird.

Bei Laufsport Andreas bin ich immer gut gefahren, nur Hokas gibt es hier nicht. Aber dafür eine sehr gute Laufbandanalyse in den alten Laufschuhen und dann zum Vergleich mit den neuen Schuhen. Alles wirklich top gemacht. Mit dem Brooks Cascadia 8 bin ich sofort glücklich.

Auch auf der 10 km Runde heute Abend saß der Schuh wie angegossen und bereitete nicht das geringste Zipperlein. Mal sehen, wie er morgen im Berg mit macht.

Zusätzlich gab es dann noch eine neue Winter Lauf Hose und eine neue Gore Tex Laufmütze.

Ich hoffe, damit komme ich jetzt gut durch den Winter.

                            Blacky traut der Farbenpracht nicht so recht.
               Neu ausgerüstet starten wir durch.
                                                Sonnenuntergang.

10.01.2013

Auf zum Trail Lauf im Berg bei Opa Walter. Wetter ist mies, Regen, wie immer in diesem Jahr. Aber was soll es, wir sind ja nicht aus Zucker.

So richtig weiß ich noch nicht, wie und was ich laufen will. Aber wenn ich erst unterwegs bin, dann werde ich schon das Richtige machen.

Am Start beim Schlagbaum fällt die Entscheidung. Hinter der Waage rechts hoch auf die Strecke des FMT Marathons, erst einmal den Kreislauf hochschaukeln. Die erste Meile (1,6 km) führt der Weg nur aufwärts. Es dauert lange, bis ich meinen Rhythmus finde. Aber dann läuft es ganz gut. Hoch zur Porta Kanzel, runter zum Hochbehälter. Es ist schön. Der Dauerregen stört mich nicht. Die Gore Tex Jacke lässt keine Feuchtigkeit durch und innen drin entsteht ein wohl fühl Klima.

Ich laufe den Grottenweg entlang bis zum Wasserwerk. Von dort geradeaus weiter, links runter würde ich zum Auto kommen. Aber da will ich noch nicht hin. Also noch eine Runde um das Nammer Lager. Schön mit Steigungen gespickt und weiterhin anhaltenden Regen.

Zurück am Schlagbaum Wasserwerk beschließe ich, geradeaus zu laufen. Die Zusatzschleife, um noch ein paar Meter mehr zu laufen.  Es geht zwar erst wieder lange bergauf, aber das ist das Salz in der Suppe. Besonders gefällt mir die Ansage von Endomondo, km 12 wäre ich in 5:33 min. gelaufen. Dann lasse ich langsam austrudeln und genieße die letzten Meter mit einem Grinsen im Gesicht.

12,42 Kilometer  sind es heute geworden mit 387 Höhenmetern. Tag 10 der Streak mit 117 km.

09.01.2013

Heute ist Blackys Tag, weil ich ja gestern alleine im Berg war. Er darf sich aussuchen wo und wie er laufen will. Erst wollte er gar nicht aus dem Auto aussteigen, wäre am liebsten drin geblieben, denn draußen regnet es in Strömen. Aber dann trollte er sich doch noch raus.

Ziemlich lustlos lief er los, drehte sich immer wieder um, als wollte er doch zurück zum Auto.

Es dauerte nur eine kleine Weile, dann lief er weiter, ohne zurück zu schauen. Die Nase wie immer fast unter der Grasnarbe. So trabten wir dahin.  Dass es trotz Dauerregen noch so viele spannende Spuren gibt, kann man kaum glauben.  Blacky hat sie alle aufgespürt.

So liefen wir dann knapp 8 km. Erst die letzten beiden Kilometer  wurde Blacky etwas schneller, nämlich als er merkte, es geht heimwärts.

Trotz des miesen Wetters war es wieder ein schöner Lauf.

Tag 9 der Streak und 105 km in diesem Jahr. Damit liege ich bei Endomondo auf  Platz zwei  der meisten Kilometer in diesem Jahr. Dabei sind 468 Teilnehmer.

08.01.2013

Ach, wie schön. Es geht langsam aber stetig aufwärts. Nicht nur beim heutigen Lauf, wo ich über 680 Höhenmeter verbuchen durfte, sondern auch mit der Lauferei überhaupt. Die Kraft kommt langsam wieder, was natürlich die Freude am Laufen deutlich steigert. So hatte ich heute keinen Leistungseinbruch, konnte jede Steigung durchlaufen.  Ich war natürlich auf meinem Lieblings Trail unterwegs. Dazu ständig Nebel und Regen. Man, war das herrlich. So dreckig bin ich lange nicht mehr vom Laufen nach Hause gekommen.

Das Laufen niemals langweilig wird, hab ich auch wieder erfahren dürfen. Als ich hinter Mettwurst Möller auf eine große Lichtung komme, da steht dort eine Herde wilder Ziegen, Mufflons und Widder. Ganz friedlich grasen sie dort. Ich hole mein Smartphone aus der Rucksacktasche und mache ein paar Bilder. Die Tiere missverstehen das Geraschel und Genüstere  mit dem Rucksack.  Sie glauben wohl, nun gibt es Futter, und bewegen sich auf mich zu. Ganz zutraulich, das ich sie fast schon streicheln kann.  Aber als sie merken, dass es kein Futter gibt, verteilen sie sich wieder auf der Lichtung.

Ich folge nun einem kurzen aber steilen Anstieg und gerate in ein dichtes Nebelfeld. Kaum 10 Meter Sichtweite und richtig tollen, matschigen Boden. Das Läuferherz geht noch weiter auf. Man, was für ein schöner Lauf. Der Krach der Autobahn rechts unter mir wird immer stärker und klingt im Nebel irgendwie gespenstisch.

Irgendwann wird die Geräuschkulisse weniger, denn nun laufe ich über den Cross Parcours der Geländereiter wieder hoch zum Hauptwanderweg.  Immer noch dichte Suppe und wunderschöner Trail. Auf dem Hauptwanderweg angekommen, laufe ich rechts rum in Richtung Bergsportplatz Kleinenbremen.  Dort beginnt die Crosslauf Strecke, wo die hiesigen Meisterschaften ausgetragen wurden. Auch ein wunderschöner Trail, an dessen Ende ich durch einen Hohlweg in den Ort Wülpke rein laufe.  Nach einer kleinen Straßenlauf Einlage verschwinde ich einen Kilometer später wieder auf herrlichen Trail im Berg. Hier fühle ich mich noch so gut, dass ich jetzt schon beschließe, nur über Umwege zum Auto zurück zu laufen. Jeden möglichen Kilometer unter die Füße zu bekommen.

Der Nebel ist verschwunden, dafür regnet es nun etwas stärker. Egal, es macht richtig Spaß.

Ich passiere den neuen Hochbrunnen, dann Korf´s Quelle und komme unter der Hochspannungsleitung  her runter ins Tal. Rechts bei der Schutzhütte rum und dann um das Nammer Lager. Ich fühle mich noch richtig gut und setze meinen Beschluss Umwege zu laufen, auch zielstrebig um. Statt am Ende rechts direkt zum Auto zu laufen, laufe ich hinter dem Wasserwerk recht rum, eine lange Schleife, die noch gut 2 Kilometer mehr bring.

Als ich dann total glücklich, nass und dreckig am Auto ankomme, merke ich erst, dass es schon fast dunkel ist. Ein Blick auf Endomondo sagt mir 22,3 km und über 687 Höhenmeter.

Acht Tage bin ich nun wieder am streaken. Mal sehen, wie es weiter geht.
 

                         Noch frei lebende Herde.
                     Mein erster Verfolger trabt an.
                          Jetzt folgen mir schon zwei.
             Je höher ich komme, desto nebliger wird es.
           Das hat sich gelohnt für die Trailschuhe.

07.01.2013

Mit Blacky am Kanal. Aber er hat keinen richtigen Bock, will lieber schwimmen und schnüffeln.

Auf der Stelle rumtraben, damit man am Laufen bleibt, sieht auch ganz schön doof aus. Und was da für Zeiten bei rauskommen….. Deprimierend.

So kamen dann heute nicht mehr als 4,5 km dabei raus.

06.01.2013

Eine Kanalrunde über 10,6 km mit Blacky gelaufen. Er wollte nur schnüffeln und mit den Hundebegegnungen spielen. Ich hab ihm die Zeit dazu gelassen, damit er nicht die Lust am Laufen verliert.

Von den Beinen her hätte ich heute schneller machen können. Das Blei an den Beinen ist über Nacht verschwunden. Aber so betrachte ich den heutigen lauf als Regenerationslauf.

In den letzten 6 Tagen bin ich nun 71,7 km gelaufen.
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Messung: 6 Aktivitäten
Distanz: 71.77 km
Zeit: 11:17:03 h:m:s
Positiver Höhenunterschied: 728 m
Ø Geschw: 6.4 km/h
Durchschn. Distanz: 11.96 km
Mittlere Distanz: 11.84 km
Max. Distanz: 13.73 km
Durchschn. Zeit: 1:52:51 h:m:s
Mittlere Zeit: 1:52:25 h:m:s
Max. Zeit: 1:55:28 h:m:s
Durchschn. positiver Höhenunterschied: 121 m
Mittlerer positiver Höhenunterschied: 33 m
Max. positiver Höhenunterschied: 342 m

 

05.01.2013

Mit Blacky zum Kanal gefahren um eine kleine Runde zu laufen. Dort angekommen springt Blacky freudestrahlend aus dem Auto, umrundet eine Warnbarke, pinkelt diese drei Mal ab, und schwupp, da steht er wieder am Auto und will nach Hause. Kein Zureden hilft, er bleibt stur.

Also gut, ich bringe ihn nach Hause. So brauch ich kein schlechtes zu Gewissen haben und dann rüber in den Berg.

Hinter Opa Walter beginnt ein schöner Trail, wo ich mir auch sofort nasse Füße hole. Die Wildschweine haben hier das unterste nach ober gekehrt und der Regen hat sein Übriges getan. Herrlicher Weg.

Die ungewohnten Kilometer der letzten Tage fordern ihr Tribut. Die Beine sind schwer wie Blei. Nach kurzer Zeit steh ich voll im Schweiß. Aber der Weg gibt mir Freude, die Freude lässt alles andere vergessen. Mühsam quäle ich mich durchs Gestrüpp und bin froh, als der erste heftige Anstieg zu Ende ist.

Auf leichteren Weg geht es nun zu den Fischteichen und von dort richtig schön steil unter der Hochspannungsleitung her. Man, was bin ich schlapp geworden. Ich muss richtig kämpfen und beißen, aber ich laufe bis oben durch.

Bevor ich wieder richtig in den Tritt komme, muss ich doch erst ein paar Mal tief durchatmen. Aller Anfang ist schwer. Je älter man ist, umso schwerer wird er. Aber ich lass mich nicht unterkriegen, ich weiß, da muss man einfach durch. Zähne zusammen beißen und weiter.

Ich laufe jetzt rechts rum und an der Schutzhütte links runter zum Schlangenweg. Ein ziemlich steiler Abstieg der durch nasses Laub und Matsch auch nicht einfach zu laufen ist. Aber ich komme unten heil und gut erholt an. Auf dem Schlangenweg  laufe ich weiter bis zum Wasserwerk, dem Start des Fernsehturm Marathons. Auf der Strecke laufe ich nun in entgegengesetzter Richtung weiter. Auf dem Grottenweg entlang. Das Wetter ist trüb und diesig. Trotzdem treffe ich in diesem Abschnitt auf einige Wanderer und auch einen Läufer.

Auf halben Weg komme ich an einen Ruheplatz mit Tischen und Bänken. Hier führt ein kleiner unscheinbarer Trail hoch zum Fernsehturm. Und den Weg hab ich mir vorgenommen. Hier haben wir früher Krafttraining für die Beine gemacht. Und so mache ich es heute auch.  Auf knapp 150 m Länge muss ich 52 Höhenmeter laufen. Aber bis oben hin schaffe ich es nicht in eins durchzulaufen. Die letzten 40 Meter sind nur noch ein hoch schleppen. Völlig  außer  Puste komme ich oben an. Die Knie sind weich und zittern. Ich schnappe nach Luft wie ein Fisch der im Trocknen liegt und komme langsam wieder zu Kräften.  Weiter geht’s bis zum Fernsehturm und dann auf dem Kammweg in Richtung Porta Kanzel.  Dort angekommen fühle ich mich schon wieder deutlich erholt, mache keine Pause für eine schnelle Aussicht ins Tal, sondern laufe gleich weiter. Auf der Marathonstrecke entlang, bis zum Wasserwerk. Von dort trabe ich dann wieder runter bis zum Auto. Das war in diesem Jahr mein schwerster Lauf, aber auch der schönste.

Am Ende standen  11,8 km mit 307 m Anstieg im Garmin.

Und ich bin in diesem Jahr jeden Tag gelaufen, habe dabei 61 km zurückgelegt. So kann es weiter gehen.

04.01.2013

Bei Sauwetter  die heutige Runde wieder am Mittellandkanal gelaufen. Knapp 12 km sind es geworden. Bei Endomondo werden zwar 12,7 km angezeigt. Tatsächlich sind es aber nur 12 km.

Aber bei  Runtastic  passt es heute wohl ziemlich genau.

Blacky hat wieder bewiesen, das Bonnie ihn doch sehr gut sozialisiert hat. Der riesige schwarze Schäferhund, dem wir begegneten, der wollt ihn in der Luft zerreißen. Herrchen konnte ihn kaum bändigen. Aber Blacky scherte das nicht. Er lief treu an meiner Seite weiter und ignorierte alles. Das hat mich doch mit Stolz erfüllt.

Die anderen Hundebegegnungen  verliefen alle vollkommen friedlich und harmonisch. So macht es Spaß mit Hunden zulaufen.

03.01.2013

Das Lauffieber hat mich wieder fest im Griff. Auch das miese Wetter mit anhaltenden Nieselregen kann mich nicht davon abhalten. Ich will laufen, und zwar im Berg. Blacky ist die ganze Nacht im Haus rumgewandert. Der hat heute Ruhetag.

Um 09:15 starte ich bei Opa Walter im Lehmberg.  Zwei Kilometer geht es nun erst einmal nur bergauf. Gute Gelegenheit, den Kreislauf hoch zu fahren. Das gelingt auch ganz gut. Ich hab im Smartphone das Radio aktiviert und höre dabei wunderschön Musik.

Ich merke doch genau, wie mir die Kraft für das Berglaufen fehlt, die Kondition ist da. Aber da kann man ja dran arbeiten.

Ich erreiche die Porta Kanzel, von wo ich einen wunderschönen Ausblick in das Weser Tal habe. Aber heute ist es sehr diesig.

Auf der Strecke des Fernsehturm Marathons  laufe ich weiter bis zum Wasserwerk. Von hier könnte ich nun wieder runter zum Auto laufen. Aber der innere Schweinehund hat keine Chance.  Ich lache ihn aus, laufe geradeaus weiter. Die Runde um das Nammer Lager nehme ich noch mit. Es soll sich lohnen, wenn ich schon mal hier bin.

Den achten Kilometer mache ich noch einmal Tempo in 6:37 um mich da langsam wieder ran zuführen. Aber wichtiger sind eigentlich erst einmal die Kilometer. Da muss ich wieder mehr von in die Beine bekommen. Der Rest findet sich von selbst.

Bei Kilometer 11 stehe ich wieder am Scheideweg. Den letzten Kilometer hab ich in 6:06 gelaufen. Zum Auto sind es 100 Meter, aber da gibt es noch den schönen Trail, wenn ich jetzt rechts abbiege. Ich zögere keinen Augenblick, biege rechts ab. Ein heftiger Anstieg und dann ab auf den schönsten Trail, den es hier in der Nähe gibt.

Der tief durchtränkte Boden beschert mir in kürzester Zeit pitschenasse Füße. Der Schlamm sitzt in den Schuhen und kniehoch an den Hosenbeinen. Aber es macht riesig Spaß hier und heute zu laufen.

Den halben Anstieg hab ich geschafft, aber die Beine haben kaum noch Kraft, mich weiter hoch zu schleppen.  Ich gebe nicht auf, beiße die Zähne zusammen und weiter geht’s.

Geschafft, ich bin oben angekommen. Stehe an der Kreuzung und japse nach Luft. Schön war der Weg. Er motiviert mich immer wieder.

Weiter geht’s. Hier bin ich vor zwanzig Minuten  auch schon lang gelaufen. Es geht stetig bergauf und der Gegenwind ist auch noch immer da.

Egal, ich nehme es hin und kämpfe weiter gegen Wind und Wetter.

Den letzten Kilometer schaffe ich in 5:14 Minuten, dann bin ich auch schon wieder am Auto.

Was für ein schöner Lauf. Ich bin richtig glücklich und zufrieden.

                                 Werte nach Auswertung in Sportracks
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                      Die Hokas sind ihr Geld wert.

02.01.2013

Mit Blacky bin ich heute die gleiche Strecke wie gestern gelaufen, nur anders herum. Es war wieder wunderschön, wie Blacky mit getrabt ist. Ich glaube, er wird doch noch ein Laufhund. Man muß ihm nur die Zeit lassen.

Aber schon merkwürdig, was bei der Streckenaufzeichnung mit GPS doch für Unterschiede sind.

Hier die heutige Strecke aus Endomondo.   (12,77 km )

Die selbige Strecke bei Runtastic.  Jetzt weiß ich auch, warum alle mit Runtastic laufen. (14,2 km)

Hier nun die heutige Runde bei Garmin.  (11,6 km)

Ich nehme Garmin als Kilometer Anzeige. Das wird wohl am ehesten passen.

01.01.2013

Das letzte Jahr war ja nicht so berauschend, darum wollen wir mal ganz entspannt abwarten, was uns das neue Jahr bringt.

Der Anfang war jedenfalls schon ganz gut. Blacky und ich sind trotz Regen ca. 12 km am Kanal und im Schaumburger Wald gelaufen. Keiner Menschenseele begegnete uns.  Himmlische Ruhe war unser Begleiter.

Auf der anderen Kanalseite steht heute schon den dritten Tag in Folge ein Angler vor seinem Zelt und ist am Fischen. Wenn langes Wochenende ist trifft man ihn hier immer irgendwo.  

Blacky sieht das alles nicht. Seine Nase steht auf höchster Alarmstufe und zieht fast unter der Grasnarbe her, aber dabei läuft er auch noch.  Ich lasse ihn laufen und folge nur.

So haben wir Beide einen ganz entspannten Lauf. Spaß macht es.