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Der 1. Berg-Treppen Sprint des Nordens

Der 1. Berg-Treppen Sprint des Nordens liegt nun hinter mir. Es war für mich und wie wohl auch für alle anderen Teilnehmer eine Veranstaltung der besonderen Art. Geboren aus den eigentlichen Treppenläufen, wie man sie vom Radebeuler Spitzhaustreppenlauf, Funkturmlauf Berlin, Europatreppe Partenen oder vom Oderturmlauf kennt, ist bei dieser Veranstaltung das Besondere, das man als Einzelzeitlauf im Abstand von 1 Minute startet und dabei eine 1 km lange Strecke mit 128 Höhenmetern zu bewältigen hat. Als höchste Herausforderung hat man dann am Ende eine gerade Treppe mit 156 Stufen zu bewältigen. Auf der Plattform befindet sich das Ziel.
Als am Morgen die Kuppen des Messingberges in Steinbergen in dichten Regenwolken hingen und es am Abend und die Nacht über doch ganz schön geregnet hatte, war ich auf schwierige Laufbedingungen gefasst. Um so größer das Erstaunen, das die Strecke fast vollkommen trocken und wirklich gut zu laufen war. Pünktlich zum Start um 11:00 Uhr hatten sich die Wolken verzogen und die Sonne lachte den 27 Starter/innen zu. Unter ihnen weilten 2 Hermannslauf Gewinne , Stephan Roberts und Michael Amstutz, dazu Jobst von Palombini, ein weit über die Grenzen hinaus bekannter Langstreckenläufer, der immer wieder durch besondere Leistungen auffällt. Dazu Stefan Minten, der wohl bekannteste Deutsche Treppenläufer, extra aus Bonn angereist. Das waren eigentlich aus meiner Sicht die Läufer, die das Rennen unter sich ausmachen sollten. Aber wie so oft im Leben, kommt es anders als man denkt.
Um 11:15 wurde dann unter dem Beifall der anwesenden Läufer und Fans der erste Teilnehmer auf die Reise geschickt. Es war der erst 7 jährige Robert Bühre, der in 8:42 Minuten die 1000 m Strecke ohne Schwierigkeiten beendete. Ich traf ihn am Mittwoch vor einer Woche auf der Trainingsrunde. Neugierig wie ich war, fragte ich ihn, wieso er denn so etwas laufen wollte. „ Ich will nicht dick und fett werden und Laufen macht mir Spaß“, war seine Antwort. Dazu braucht man wohl nicht viel sagen. Ich fand seine Leistung beeindruckend.
Als 10. Starter kam ich dann auf die Strecke. Eigentlich bin ich überhaupt kein Sprinter, selbst ein 10 km Lauf ist mir noch zu kurz. Aber diese Strecke, sie hat mich gepackt. Es ist das schönste, was ich kenne. Die ersten 500 m teilte ich mir gut ein, blieb richtig im Soll um dann an den steilen Passagen noch Reserven zu haben. Es lief richtig gut für mich. An der Treppe angekommen nahm ich immer 2 Stufen auf einem Schritt. Zur Hälfte der Treppe wurden die Beine immer dicker, aber es klappte. Ich merkte, das Training der Wochen vorher zahlte sich aus. Timing passte, ich schaffte es, bis obenhin durchzusprinten. Mit neuer persönlicher Bestzeit von 7:32 lag ich nur 18 Sekunden hinter Stefan Minten, dem Treppenspezialist und gut 2 Minuten hinter dem 1, Brand, Michael.
Man, war ich stolz.
Zu dieser Zeit lag Frank Prange, unser „Crossläufer“ aus Laufen-aktuel schon auf Rang 2, mit knapp 4 Sekunden Abstand zum 1., Michael Brand.
Als dann alle Teilnehmer ihre Runde gelaufen waren und sich genügend erholt hatten, da kam das ganz Besondere dieser Veranstaltung. Die 10 Besten Läufer mussten zur Endausscheidung die 600 m Strecke mit 128 Höhenmetern und den 156 Treppenstufen im gemeinsamen Lauf bewältigen. Das war eine Strecke mit 22,5 % Steigung und am Ende wieder die Treppe. In einem packenden Rennen behielt unser „Crossläufer“ Frank die Oberhand und gewann das Rennen mit 10 Sekunden Vorsprung auf dem 2.,Michael Amstutz. Der bis dahin führende Michael Brand wurde bei diesem Lauf 3. mit 4 Sekunden Abstand auf Michael Amstutz. Wahrlich ein tolles Rennen.
Fünf Minuten nach den Spitzenläufern starteten wir Hobbyläufer und gaben noch einmal alles. Selbst der kleine Robert war nicht zu bremsen und lief wieder mit voller Begeisterung sein Rennen. Ich lief als 4. des Fun Laufes mit einer Zeit von genau 6 Minuten ins Ziel und wurde damit gesamt 15. der Veranstaltung.
Bei Kaffe und Kuchen fand dann die Siegerehrung statt, die Sonne lachte und alle Läufer schienen mir froh und glücklich zu sein, diese besondere Herausforderung gemeistert zu haben. Nur der Gewinner, unser „Crossläufer“, schien mir noch etwas ratlos. Das verstand ich dann auch, als ich sah was er gewonnen hatte. Einen wunderbaren Stein, bestimmt 18 kg schwer. Mit tollen Fossilien darin, fast 100 Millionen Jahre alt. Ein wirklich beeindruckender Stein, ein Drittel vom Gewicht des „Crossläufer“, und der sollte den Stein noch ein km bergab schleppen. Da Steve Roberts und ich vom Bau kommen, haben wir natürlich den Stein an uns genommen und unseren „Crossi“ damit etwas entlastet.
Ein besonderes Dankeschön möchte ich noch an Herrn Wärmer senden, der uns diesen tollen Lauf in seinem „Erlebnispark Steinzeichen Steinbergen“ ermöglicht hat und sich so für uns eingesetzt hat. Vielen Dank.

Startnummer 289 beim Rennsteiglauf SM 2004