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                                                                          Zum August 2006

28.09.2006 - 02.10.2006

Berufsbedingt wenig Zeit gehabt. Ausserdem hab ich mir die beiden großen Zehnägel blau gelaufen. Weiß der Geier, wie das passiert ist. Da die Schmerzen doch ziemlich heftig sind, beschränke ich mich auf kleine Runden.


27.09.2006

Mit Bonnie die 22 km Kanalrunde. Herrliches Herbstwetter macht das Laufen zum Hochgenuß. Ich bin glücklich darüber, was ich diese Woche schon wieder laufen konnte.

26.09.2006

Mit Bonnie die Runde zu Wanderers Ruh gelaufen.

Da ich Bonnie gestern Nacht nicht mit genommen habe, wollte sie mir wohl heute zeigen, wer der bessere ist. Nach anfänglichen genüßlichen Grasen nahm sie richtig Tempo auf. Vor allen in den Bergab Passagen mußte ich mächtig kämpfen, um das Gleichgewicht zu behalten. Es ist schon eine Freude, wie das kleine Tierchen sich abrackert.

2:15 Std. brauchten wir für die 20 km Runde. Bonnie hat es jetzt richtig gelernt, wie sie den Wasserstrahl aus meiner Trinkblase auffängt.

25.09.2006

Seit ein Uhr wälze ich mich im Bett und kann nicht schlafen. Es kribbelt in den Füßen. Die alte Lust am Nachtlauf ist mächtig erwacht. Soll ich? Oder soll ich nicht?. Gestern waren es doch erst 35 km. Wieso zieht es mich schon wieder auf die Strecke? Egal, ich gebe nach. Leise flüstere ich Ulrike ins Ohr: "Schatz, ich gehe laufen". "Du bist bekloppt", so ihr Kommentar. Recht hat Sie ja. Aber für mich war es das Signal, zum Aufbruch. Raus aus dem Bett und in die Laufsachen gesprungen. 1:45 Uhr stehe ich auf der Straße.

Der Himmel ist sternenklar und ich genieße die herrliche Luft. Es ist nicht zu warm und nicht zu kalt. Ideales Laufwetter. Die Stirnlampe brauche ich nicht einschalten, es ist hell genug.

Der Weg führt mich zum Kanal. Rusbend soll mein Ziel sein. Dann werde ich entscheiden, wie es weiter geht. Rechts von mir das Wesergebirge, es liegt gut sichtbar 6 km neben mir. Beim Lauf durch unser Dorf wundere ich mich noch, bei wievielen Menschen um diese Zeit noch der Fernseher läuft. Das kann ich nicht kapieren, da mein Konsum in der Richtung gegen Null läuft.

Zum ersten Mal überquere ich nun das kleine Flüsschen "Aue". Danach bin ich dann auch schon bald am Kanal. Das Funkeln der Sterne hat mich richtig verzaubert. Wie lange hab ich diesen Anblick schon nicht mehr genossen. Als ich dann auf der Brücke in Berenbusch stehe, da funkeln die Sterne im spiegelglatten Wasser des Mittellandkanals.  Dazu eine himmlische Ruhe, einfach herrlich.

Vom gestrigen langen Lauf merke ich nichts mehr. Glücklich lausche ich in mich rein. Alles im Lot.

Auf dem Leinpfad laufe ich nun 7 km durch die Nacht. Ab und zu schrecke ich eine Ente auf, und erschrecke mich dabei genauso wie das Tier selber.

Im Hafen haben zwei Binnenschiffe angelegt. Alles ist dunkel, die Besatzung schläft. Nur ich allein trolle hier durch die gespenstische Hafenanlage. Da in letzter Zeit hier viel Altmetall und sogar ganze Brückengeländer gestohlen wurden, bin ich doch leicht auf Alarm gestellt.

Aber bald liegt der Hafen hinter mir und nun bin ich eins mit der Natur. Im Sauerstoff Gleichgewicht trabe ich dahin, immer mal wieder durchlaufe ich große Spinnengewebe, die sich dann um Kopf und Arme legen.

Vor Rusbend komme ich ins Grübeln. Wo soll ich lang laufen? Durch den finsteren Wald oder lieber über die Straße mit einem längeren Umweg zurück?

Ich entscheide mich für die Straße. Der Radweg neben ihr ist gut geteert, keine Fallen für die Füße. Nach ca. 3 km komme ich auf ein langes Stück Weg ohne Baum und Strauch. Wunderbar der Anblick zum Bückeberg mit seinen erleuchteten Funktürmen. Manchen km bin ich dort oben schon gelaufen. Die Lauffreude und die Erinnerungen beflügeln mich. Es ist schön, ein Langstreckenläufer zu sein.

Im Örtchen Waber überquere ich die Aue zum zweiten Mal.

Links von mir liegt der Heeresflugplatz Achum. Die roten Positionslampen sind das Wahrzeichen dieser Gegend. Der Flugbetrieb ist längst nicht mehr so stark, wie noch vor 20 Jahren. Die Zeiten haben sich eben geändert.

Das Dorf Waber liegt hinter mir, es sollen noch 3 km bis Bückeburg sein. Auf dieser völlig ungeschützten Strecke hatte ich mal einen wunderschönen Lauf im Schnee und Eiseskälte. Die Bilder stehen mir genau vor Augen.

Scheie heißt der nächste Ort. Hier muss ich über die Eisenbahnstrecke Köln-Hannover hinweg. Die lange Rampe hoch zur Brücke bringt willkommene Abwechselung. Oben beschließe ich, das ich nicht direkt durch Bückeburg laufe, sondern erst noch den Anstieg zum Freibad hochlaufen werde. Gesagt, getan. In der Stadt ist alles ruhig, kein Auto, keine Menschenseele. An der Polzeiwache vorbei arbeite ich mich hoch zum Freibad. Der Anstieg zieht sich verdammt lang hin. Stolz stehe ich da oben und freue mich wie ein kleines Kind.

Dann geht es wieder rückwärts bis in die Stadt. Die ersten Zeitungsboten tauchen auf und grüßen freundlich. Als ich an OscarR seiner Futterkrippe vorbeikomme, läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Es ist 4:10 Uhr, und ich hätte jetzt Biss auf eine Currywurst. Aber die gibt es nicht.

Irgendwie wird es nun dunkler und ich muss die Stirnlampe anschalten. Tau fällt vom Himmel und es wird kalt auf den Schultern. Die Kälte dringt ein, aber ich kämpfe dagegen, ziehe das Tempo ein wenig an und schon wird es besser.

Der Weg geht schnurgerade weiter in Richtung Petzen. Tadellose Radwege sind Nachts doch eine Bereicherung für die Nachtschwärmer. Hier kann man sicher laufen.

In Petzen komme ich an Jobst von Palombini seinem Elternhaus vorbei. Aber dort ist auch noch alles dunkel.

Kurz danach quere ich die Aue zum drittenmal. Sie schlängelt sich in großen Bogen durch die Landschaft. 1km hinter dem Ortsausgang passiere ich sie nun zum viertenmal.

Das war es dann auch. Noch knapp drei km durch das Gevatterfeld mit seiner Seenplatte und ich bin wieder zu Hause. Ein wunderschöner Nachtlauf liegt hinter mir. Gut 27 km mögen es gewesen sein.



24.09.2006


Wieder ein wunderschöner Herbst Tag. Läuferherz, was willst Du mehr. Ab zum Italiener, damit ich meinen morgendlichen Salatteller bekomme. Luca bereitet ihn wieder nach allen Regeln der Kunst. Einfach genial. Nach einer gemütlichen Stunde hält mich nichts mehr. Ich muss nach Hause, Berlin Marathon wird schon aufgezeichnet und als der Sieger durch das Ziel läuft, da hält mich nichts mehr. Bonnie und ich müssen raus.



Von Opa Walter führt uns der Weg hoch zum Portaweg und den folgen wir bis Wanderers Ruh. Dann biegen wir rechts ab. Den alten Weg gibt es nicht mehr. Nun müssen wir unter dem neuen Viadukt hindurch, um in Richtung "Haus Waltraud" zu kommen. Imposant, wie das Gerüst dort angelehnt ist. Der Obernkirchner Sandstein dient zu Verkleidung der Aussenfront. Schön wird der Anblick.



Ich erinnere mich noch genau, als ich so ca. 10 Jahre alt war, stürzte hier ein PKW von der A2 in Tal. Niemand überlebte. Nun endlich ist die A 2 auch hier dreispurig ausgebaut.



Als wir das Viadukt hinter uns lassen, wird der Weg richtig romantisch. Solche Wege sind das Schönste, was einem Läufer unter die Füße kommen kann.



Der allerschönste Abschnitt auf unserem heutigen Weg. Einfach traumhaft.



So geht es immer weiter bergauf. Bonnie ist auch richtig verzückt, ihre Freude kann ich richtig spüren. Sie ist doch ganz mein Tierchen. Welch ein Glück für mich.



Hier stand einmal eine Brücke, auf der ich bei plötzlich auftretenden Blitzeis eine heftige Bauchlandung machte. Damals begleitete mich noch Stups, mein treuer Laufhund.



Die Brücke ist nun weg, der Weg angeglichen. Aber die Sicht, den Weg hoch, die gleicht alles aus. Kann es etwas schöneres geben?



Einfach himmlisch, da macht Laufen richtig Spaß. Wir merken garnicht, wie weit wir uns schon vom Auto entfernt haben. Wollen wir auch nicht wissen. Es ist einfach nur schön. Dann hinter dem Klippenturm, so 2 km vor Wanderes Ruh, da kommt uns eine Familie mit zwei Kindern entgegen. Die Kinder so 2 und 3 Jahre alt. Die Eltern sehen uns und suchen sich in panischer Angst dicke Knüppel. Sie postieren sich vor ihre Kinder und schwingen die Äste, so nach dem Motto: Kommt uns nicht zu nahe, wir schlagen auf Euch ein. Die armen Kinder werden wohl nie ein gesundes Verhältnis zu Hunden bekommen. Armselige Eltern.



Hinter Wanderers Ruh, kurz vor dem längsten Anstieg, fließt ein kleiner Bach. Nun ist er fast ausgetrocknet, enthält fast nur Schlamm und vermoderndes Laub. Aber da muss Bonnie rein. Nichts und Niemand kann sie aufhalten. Ich gönne es ihr. Aber als sie dann aus dem Schlamm wieder auftaucht und weiter laufen will, da trifft mich der Schlag. Sie humpelt und kann kaum laufen. Was mach ich nun? Dann bemerke ich das Ungewöhnliche. Bonnie ist mit einem Bein aus ihr Laufgeschirr gerutscht und ist nun so eingeengt, das sie nicht richtig laufen kann. Erleichterung, der Stein fällt mir vom Herzen. Aber bis ich alles wieder in Ordnung gebracht habe, vergeht eine Weile und ich sehe nicht viel anders aus, als Bonnie. Hände und Beine, alles ist schwarz. Mit dem Taschentuch reinige ich mir provisorisch die Hände und dann geht es weiter. Der lange Anstieg wird problemlos gemeistert und Bonnie ist auch wieder voll in ihrem Rhythmus. Laufen kann so schön sein, besonders mit so einer lieben Begleiterin.



Die letzten beiden Kilometer führen uns wieder über einen kleinen Trail zurück zum Auto. Ein wunderschöner Lauf geht zu Ende. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, es geht nicht mehr. Nein, es lief richtig gut. Ich glaube, ich bin wieder auf einem guten Weg. Ein Weg, der nur zusammen mit Bonnie richtig schön ist. 35 Km liegen hinter uns, 4:07 Std. waren wir unterwegs.

23.09.2006

Mit Bonnie früh schon eine kleine Dorfrunde. Das Wetter soll so schön bleiben. Morgen dann vielleicht etwas länger.

22.09.2006

Nach ca 500 m

Bei Wanderers Ruh starten Bonnie und ich zu einem wunderschönen Berglauf.


Die A 2  Richtung Hannover

Auf der Autobahn ist noch nicht viel los. Das Geräusch der Motoren begleitet uns eine lange Zeit.



Immer weiter geradeaus und immer höher führt uns der Weg.



Blick nach Bückeburg

Von hier oben öffnet sich immer wieder ein Blick in die Norddeutsche Tiefebene. Was hab ich es gut. Ich kann absolut flach und auch Berge laufen.


Die Norddeutsche Tiefeben, alles flach.

Die Norddeutsche Tiefebene.


Dreckspatz Bonnie

Bonnie hat mal wieder ein Schlammloch bemerkt. Ehe ich den Fotoapparat zücken kann, hat sie sich schon genussvoll im Schlamm gewälzt. So sieht sie nun aus.



Da beginnt der Trail zur Hirschkuppe. Die meisten Läufer hier kennen diesen schönen Trail garnicht. Soll mir recht sein.


Kraftwerk in Lahde

Ca. 15 km von hier, das Kraftwerk in Lahde.



Der Trail ist genau richtig für Bonnie und mich. Da kommt Freude auf. Hoch zur Hirschkuppe.



Der Trail zum Klippenturm.

Eigentlich wollte ich km schruppen. Aber dieser herrliche Weg hat mich eines Besseren belehrt. Ich konnte ihm nicht wiederstehen.



Die in Oberkirchner Sandstein gehauene Bank zeigt mir den Weg. Obwohl, ich kenne ihn schon lange.


Blick ins Wesertal

Immer wieder bieten sich schöne Ausblicke, so wie hier in das Wesertal.



Am Klippenturm angekommen, auch wieder wunderschöne Fernsichten. Eine Freude, hier zu leben.



Wachhund

Der Wachhund am Klippenturm, tagsüber ein liebenswerter Geselle. Bonnie hat sich gleich in ihn verliebt.

Nach 2:17 Stunden waren wir wieder am Auto. Einen herrlichen Herbsttag mit einem wunderschönen Lauf ausklingen lassen. Läuferherz, was willst Du mehr?

21.09.2006

Bonnie ist heute 4 Jahre alt geworden. Glückwunsch. Die Zeit mit ihr möchte ich nie missen. Als ob sie wüsste, das sie heute die Königin ist, so lief sie. Schnüffeln und Gras fressen, die erste halbe Stunde war das ihre Lieblingsbeschäftigung. Erst dann fiel sie in ihren Laufschritt. Ich gönnte es ihr von Herzen.

Leider blieb uns dann wieder nur noch ein knapper Kilometer, als das Telefon bimmelte und mich zum Einsatz rief. Also umkehren und wieder nach Hause.

Morgen herrschen wieder normale Zeiten.


20.09.2006

Den ganzen Tag hab ich mich auf den Lauf nach Feierabend gefreut. Und es wurde auch wieder ein toller Lauf mit meiner Bonnie zusammen. Geplant waren 15 km, geworden sind es aber nur etwas über 11 km. Grund dafür war allerdings ein Einsatz. Als das Telefon klingelte wusste ich was kam. So liefen wir den letzten km in genau 5:05  Min. Das war für meine Verhältnisse doch schon wieder ganz schön schnell. Dann schnell ins Auto und ab zum Einsatz. Der dauerte dann auch etwas länger, aber ich hatte ja meinen Lauf schon hinter mir. Glück gehabt.

19.09.2006

Glücklich. Ich bin einfach richtig glücklich.

Bonnie und ich sind heute am Kanal und im Schaumburger Wald gelaufen. Da ich Bereitschaft habe und zur Zeit alleine bin, konnten wir uns nicht zu weit vom Auto entfernen. Gute 15 km sind es trotzdem geworden. Aber das aller Schönste: Bonnie ist wieder Top fit und ich auch. Ich habe keinerlei Schmerzen mehr und ich kann wieder hoch in die Baumwipfel schauen, ohne das mir schwindelig wird. Auch die Drehungen nach rechts und links bereiten mir kein Schwindelgefühl, wenngleich der Radius doch deutlich eingeschränkt ist.

Mein Verstand hat wohl doch über die Gefühle gesiegt. Die letzten 11 Tage ohne Laufen waren das I-Tüpfelchen auf dem Weg zur vollständigen Genesung.

Ich werde die nächste Streak in Angriff nehmen. Seit gestern mache ich wieder Eiweiß Diät. Die Frustkilos müssen fallen. Dazu hab ich mich bei Distance Runner zur  "Deutschland Laufrunde"  angemeldet. Das ist Motivation genug, um durch den Winter zu kommen.

18.09.2006

Nach vielen Spaziergängen mit Bonnie im Berg und am Kanal, ist sie heute das erste mal wieder richtig mit auf Strecke gewesen. Sie ist wieder richtig fit. Kein Wasserloch ist ihr zu tief, zu dreckig oder zu stinkig. Überall muss sie rein. Eine Freude, ihr dabei zuzuschauen. So kann es nun weitergehen.

07.09.2006

Ohne Bonnie bin ich 11 km durch das Wesergebirge gelaufen. Es kommt keine richtige Freude auf. Bonnie hat mich so traurig angeschaut, als ich loszog und sie nicht mit durfte.

05.09.2006

Gemütliche Runde um das Nammer Lager geplant. Aber schon auf dem Weg dorthin flüstert mir ein Engelchen ins Ohr. "Fahr doch mal wieder zu den Fischteichen. Lauf hoch auf den Trail. Kleine 6 km Runde, aber eine der schönsten".  Warum eigentlich nicht. Also dort hin.

Wagen geparkt und dann den langen Anstieg hoch zur Naturwaldzelle. Herrlich, die Lauflust hat mich wieder richtig im Griff. Und ich genieße es ausgiebig. Oben auf dem Trail angekommen, setzt Nieselregen ein. Das kann meine Stimmung nicht trüben. Die Bronchien rasseln, aber auch diese Geräusche bestätigen mir nur, ich lebe wieder. Ich lebe wieder im Läuferleben. Die Brennnesseln fesseln meine Waden. Ein herrliches Gefühl, das leichte Brennen, nach wenigen Minuten fühle ich nichts mehr. Kurze Zeit später wieder ein Brennesselfeld. Egal, durch. Ich lebe wieder, fühle das Leben, die Natur. Hier oben bin ich vollkommen alleine. Der Trail ist stellenweise kaum zu erkennen, aufpassen nur vor Brombeersträuchern, die sich fies ins Wadenbein krallen wollen. Ein Genuss, hier zu laufen. Aber auch dieser schöne Weg geht zu Ende. Eigentlich wollte ich hier umkehren, aber dieses schöne Gefühl abwürgen? Nein, das kann ich nicht. Also weiter. Auf dem "B" Wanderweg hoch zur ehemaligen Mülldeponie, wieder runter und auf der alten "Kleinenbremer 11 km Volkslaufstrecke" führt mich der Weg weiter zum Sportplatz nach Kleinebremen.

Zwischendurch immer wieder Schauer, ich bin maß wie eine Katze. Aber auch das stört mich nicht. Die Muskeln melden sich, aber ich ignoriere es. Die Kondition hat nicht gelitten, nur die Muskeln müssen wieder aufgebaut werden.

Dann bin ich auf der Crosstrecke des TuS Kleinenbremen. Lange war ich hier nicht mehr. Manche Stunde bin ich hier gelaufen. Schnee von gestern. Heute bin ich froh, wie gut es läuft. Die vielseitige Abwechselung der Strecke tut meinem Blickfeld gut.

Dann komme ich wieder auf den "E 11" Wanderweg, der mich  zurück zum  Auto führt.  Der Regen ist stärker geworden, die Glückshormone haben Höchstform erreicht. Es war einfach herrlich. Wenn nur Bonnie erst wieder mitlaufen könnte, dann wäre das Glück perfekt.

04.09.2006

Am gestrigen Sonntag hatte ich die letzte Sitzung bei meinem Orthopäden. Am 12. Dezember ist Termin zur Nachuntersuchung. Da die Behandlungen doch eine deutliche Besserung brachten, konnte ich heute dem Kribbeln in den Füßen nicht wiederstehen. Bonnie darf leider noch nicht wieder laufen. Also zog ich alleine los. Ein völlig neues Gefühl, so ohne Bonnie.

Das Wesergebirge war mein Ziel und dort die Strecke, die ich am 03.08.2006 in so schlechter Erinnerung habe. Damals brauchte ich genau drei Stunden für die 22 km und war fix und fertig.

Nach den fast vier Wochen Pause und knapp 5 kg an zusätzlichen Gewicht, befürchtete ich Schlimmes.

Aber schon auf den ersten Kilometern kam ein glückliches Gefühl, es lief. Die Beine freuten sich auf die Steigungen und die Freude wurde immer größer. Dazu das optimale Laufwetter. Läuferherz, was willst du mehr?


Wirklich schade, das das Bild nicht besser geworden ist.

Kurz vor Wanderers Ruh traf ich noch eine Reiterin mit etlichen Hunden, einer Ziege und einem Ponnie. Herrlich zu sehen wie friedlich und liebevoll alle zusammen durch den Berg zogen. Ich machte noch zwei Fotos, die aber leider nichts geworden sind. Schade darum.

Die folgende lange Steigung auf dem Portaweg machte mir nichts aus. Mühelos lief ich sie empor. Es war, als ob Engel mir Flügel gaben. An der Absturzstelle verweilte ich für ein kleines Gebet und trabte dann fröhlich weiter.

Nach 2:17 Std. war ich dann wieder am Auto. Der Anfang ist gemacht, ich hoffe und bete, dass es so weiter geht.

01.09.2006

Bonnie geht es schon deutlich besser. Mir leider noch nicht. Aber die Rufbereitschaft endet heute und am Wochenende werde ich noch einmal ausgiebig regenerieren und dann geht es wieder auf Strecke.


Ein tolles Erlebnis hatte ich heute. Hinter mir parkt ein HUMMER 2 ein. Das ist was für mich. Sofort zücke ich die Kamera um Bilder zu machen. Höflich verständige ich mich durch Zeichensprache mit dem Fahrer und bitte um Genehmigung. Er nickt und ich knipse drauf los. Ein toller Wagen, ganz nach meinem Geschmack. Das wäre es noch.



Genau die richtigen Maße, nicht zu groß, nicht zu klein



Ich dachte immer, die Puschen an meinem Galopper wären groß, aber das hier lehrt mich etwas anderes.



Auch von hinten ein beeindruckendes Bild.



Einfach toll. Mein Traum.



Mit vier Türen plus Heckklappe.



Der Fahrer freute sich, das ich so viel Interesse zeigte. Er kannte mich, da ich vor ein paar Tagen bei Ihm tätig war. Darum ließ er mich dann sogar noch in das Auto einsteigen und machte ein Bild von mir.



Da sitze ich in meinem Traumauto. Dieser Überblick ist einfach genial. Danke an den Vater, der damit seine Kinder zur Hochzeit fuhr. Es wird bestimmt eine ewige Erinnerung bleiben.



Dem jungen Brautpaar wünsche ich Gottes Segen und das sie ein Leben lang an diesen schönen Tag denken und ihn immer  in guter Erinnerung behalten.

Alles Gute für das Brautpaar, ewige Gesundheit und Frieden für Sie und die ganze Familie.


 
                                                             Zum August 2006