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31.03.2006

Bereitschaft, viel Arbeit. Nur eine Dorfrunde mit Bonnie.

30.03.2006

Kanalrunde mit Bonnie. Eine schwere 22 km Runde. Unterwegs erreicht mich der Anruf von Angela, das Hermann , der ehrenamtliche Fährmann, mit dem ich morgens um 6:30 Uhr immer zusamen frühstücke, mit Herzinfarkt auf der Intensivstation liegt. Heute Morgen haben wir noch zusammen im Internet Angelas Heimat in Italien bewundert und zusammen gelacht. Das Unglück nimmt kein Ende. Hermann, wir beten für Dich. Halte durch.

29.03.2006

Mit Bonnie wieder im Berg gelaufen. Start bei Opa Walter und dann hoch zum Fernsehturm. Dieser herrlich lange Anstieg, am "Blauen See" vorbei, das ist doch meine Welt. Es kommt ja auch schon im Namen "Wesergebirgsläufer" zu Tage. Dieser lange Winter hat uns hier ganz entfremdet. Aber wir sind auf dem besten Weg zurück, zurück zu den Wurzeln. Ich glaube, ich werde alle Marathonläufe absagen und mich ganz auf die schönen langen Läufe konzentrieren, mit Rucksack und Bonnie durch das Weserbergland. Höhepunkt soll dann der "Stunt 100" werden und bleiben. Das ist doch eigentlich meine Welt. Mal sehen, was die nächsten Wochen bringen.

28.03.2006

Mit Bonnie das Bergtraining im Wesergebirge begonnen. Die Zeitumstellung macht es möglich. Man, bin ich schwach geworden. Die 20 km Runde nach Wanderer´s Ruh hab ich in neuen Minusrekord gelaufen. Trotzdem war es ein schöner Lauf. Wir haben uns Zeit genommen, die Natur zu betrachten und die Baustellen an der A2 zu besichtigen. Hier ist doch unsere Heimat.

27.03.2006

Seid 300 Tagen laufe ich schon wieder ununterbrochen, mal längere, mal kürzere Strecken. Nach Rusbend zum Hafen, war die Zielvorgabe. Die gesamte Länge beträgt 22 km. Zum 262. Mal nahmen wir sie unter die Füße. Das Wetter war recht ordentlich und im Bereich wo die Aue unter den Mittellankanal herfließt, da trafen wir wieder auf die Hundefreunde mit ihren vielen Tieren. Nach kurzen Schnack liefen Bonnie und ich weiter. Oben am Kanal bekamen wir Rückenwind, und so beschloß ich, doch jetzt lieber das Kanalstück zu laufen, als hinterher 7 km nur mit Gegenwind. So ließen wir uns dann auch ganz gemütlich vorwärtstreiben. Immer wieder mußte Bonnie übermütige Enten ins Wasser scheuchen. In der Ferne begann ein Grummeln und es kündigte sich das erste Wärmegewitter dieses Jahres an. Als wir in Rusbend am Hafen über die Brücke liefen, da sah ich entsetzt, was auf uns zu kam. Eine riesige schwarze Wolkenwand und in der Ferne Wetterleuchten. Na, das kann ja heiter werden.

Als wir dann im Schaumburger Wald ankommen, da höre ich schon in den Baumwipfeln dieses Singen. Der Sturm kündigt sich an. Es wird immer lauter und stellenweise fallen die ersten Tropfen.

Als wir dann die Kreisstraße erreichen, da treffen wir noch auf Jobst von Palombini und seiner Lauftruppe. Sie machen hier kehrt und laufen zurück nach Bückeburg.

Die nächsten 2 km bleiben noch trocken. Aber als wir dann in Berenbusch wieder an den Kanal kommen, da peitscht ein heftiger Wind über das Wasser hinweg, gespickt mit richtig dicken Hagelkörnern. Was bin ich froh, das ich die winddichte Jacke anhabe. Ich wäre in Null Komma nichts ausgekühlt. Die Blitze zucken rechts und links. Bonnie wird schon unruhig, traut sich kaum noch weiter zu laufen. Dann ein greller Kugelblitz und im selben Moment folgt ein Ohrenbetäubender Knall. Die Luft riecht schwefelhaltig, Bonie steht wie angewurzelt. Es hat nur wenige hundert Meter neben uns in einen Hochspannungsmasten eingeschlagen.

So ein Gewitter habe ich hier lange nicht erlebt. Aber was sollen wir machen, die Devise heißt, durchhalten.

Die letzten beiden Kilometer zehren dann aber mächtig. Der orkanartige Gegenwind kühlt mich doch aus. Ich gebe Gas, werde schneller, damit ich die Temperatur erhöhe. Es gelingt mir auch, glaube ich jedenfalls.

Mit einem weiteren ohrenbetäubenden Donnerschlag werden wir vom Kanal verabschiedet.

Ich bin froh, das wir wieder im Dorf sind. Aber der Hagelsturm geht nun in heftigen Regen über. Straßen und Gehsteige sind überflutet. Plötzlich macht es wieder Spaß, hier und jetzt zu laufen. Die letzten beiden Kilometer vor Augen, da ändert sich die Einstellung. Was kann uns jetzt noch passieren. Eigentlich nichts. Auch Bonnie scheint so zu denken. Sie hält schon wieder Ausschau bei den Plätzen, wo sonst oft die Katzen sitzen, um sie dann zu erschrecken. Aber es sind keine Katzen da.

So erreichen wir total durchnäßt, aber trotzdem fröhlich, den Heimathafen. Ein stürmischer Lauf liegt hinter uns.

26.03.2006

Bei sommerlichen Temperaturen sind Bonnie und ich die Kanalrunde gelaufen. Viele Bekannte und Hundefreunde liefen uns über den Weg. Die Schmerzen am rechten Fuß waren nur noch im Ansatz da. Trotzdem kam keine richtige Freude auf, die Füße waren schwer wie Blei. Der Schock der letzten Wochen sitzt doch tiefer als man denkt.

25.03.2006

Die frühlingshaften Temperaturen, die guten Nachrichten von Marina, all das läßt mich nicht mehr in Ruhe. Bonnie und ich starten zur Kanalrunde. Nach nur wenigen hundert Metern treibt es mir den Schweiß auf die Stirn. Die hohen Temperaturen, immerhin ca 10°C, bewegen mich dazu, das Sweatshirt auszuziehen und im Rucksack zu verstauen. Bonnie nimmt sich viele Schwimmpausen im Kanal. Eigentlich müßte ich doch nun super laufen können. Der innere Druck ist weg, Marina geht es gut. Aber das normale gute Laufgefühl kommt nicht. Vielleicht, wenn wir im Wald sind. So tröste ich mich. Aber nein, auch dort kommt keine richtige Freude auf. Ich grübele, wieso es nicht klappt. Alles wird gut, warum kann ich ich nicht frei laufen? Im Gegenteil, es wird immer schwerer, die Füße voreinander zu bekommen. Ist es diese Erfahrung, wie schnell sich alles im Leben ändern kann? Es gibt Sachen, die sind wichtiger als Laufen. Warum legt der Herr uns solche Prüfungen auf? Soll ich mich in Zukunft mehr um die Familie kümmern? Fragen, die mich quälen, auf die ich so schnell keine Antwort finde. Das macht mich noch trauriger. Aber Bonnie ist ein Teil von mir, alleine für Sie muß ich weiterlaufen. Und das tue ich gerne. Wenngleich ich auch heute nach der 22 km Kanalrunde platt war, wie selten zuvor. Ich bete darum, das  es sich alles wieder einpendelt und der Weg, den ich beschritten habe und auf dem mich der Glaube begleitet, wieder so weitergeht, wie vorher.

24.03.2006

Ein erlösender Moment. Marina ruft an, der Tumor ist zu 99% nicht bösartig. Eine zentnerschwere Last fällt von meiner Seele. Trotzdem bin ich platt. Die letzten Wochen hinterlassen ihre Spuren. Ich bin müde. Kann mich kaum auf den Beinen halten. Bonnie merkt das. Sie will mich nicht zum Laufen treiben. Sie liegt friedlich neben mir. Hin und wieder hebt sie die Kopf und blickt zum Brustgurt, der am Schrank hängt. Ihr Startzeichen, wenn es zum Laufen geht. Aber ich glaube, sie fühlt, wie es in mir aussieht. Sie bleibt cool, kein aufforderndes Kläffen, nur ein diskreter Blick, das sagt alles. Ich gönne ihr die kleine Runde.

23.03.2006

Das Warten auf Ergebnisse der Gewebeproben macht mürbe. Geduld ist angesagt. Marina geht es schon wieder gut. Auch das Ungeborene verhält sich ganz normal. Wir beten viel und danken, daß es schon wieder so gut geht.

22.03.2006

Die Ärzte drängen auf sofortige Operation. Wir stimmen alle zu. Schon um 9:00 Uhr liegt Marina auf dem Op-Tisch. Kann sich jemand vorstellen, wie es in mir aussieht? Ich glaube kaum. Aber der Glaube an Ihn und die Aufgabe, die Er uns stellt, die gibt mir Kraft.

Als ich Abends Marina besuche, ist Sie schon wieder frohen Mutes. Das steckt an. So fällt die heutige kleine Runde doch zufriedenstellend aus.

21.03.2006

Marina wird in das Krankenhaus eingewiesen. So geht es nicht weiter. Meine Gedanken überschlagen sich. Was ist, wenn? Ich bin kaum fähig, die kleine Runde zu laufen.

20.03.2006

Marinas Zustand verschlechtert sich immer mehr. Keine Ruhe zum Laufen. Daher nur die kleine Dorfrunde mit Bonnie.

19.03.2006

Um 17:30 Uhr sind Bonnie und ich zu unserer gemeinsamen Kanalrunde aufgebrochen. Ich wollte einfach die Ruhe und das Alleinesein genießen. Um diese Uhrzeit trifft man kaum noch Wanderer oder Läufer. Als wir dann von der Hauptstraße abbiegen und auf den Leinpfad am Kanal ankommen, sind wir dann auch ganz alleine. Aber die sonst so geliebte "Einsamkeit des Langstreckenläufers" stellt sich nicht ein. Bonnies Schwimmeinlagen und auch das Enten jagen, können mich nicht von den trüben Gedanken ablenken. Zu allen Überfluß setzt auch noch Wind und Nieselregen ein. Als ob sich alles gegen mich verschworen hat. Aber nach so einem heftigen Jahresbeginn bleibt die Hoffnung, das es auch mal wieder besser werden muß.

18.03.2006

Langsam kehrt Ruhe ein. Sich mit dem Schicksal abfinden ? Weiterkämpfen, nie aufgeben. Am 21.04. ist OP Termin angesetzt.

Bonnie und ich sind heute nur 3 km gelaufen. Den ganzen Tag über haben wir uns zu Hause in Arbeit vergraben, bis es dunkel wurde. Dann sind wir noch die kleine Runde gelaufen.

17.03.2006

Dorfrunde mit Bonnie. Der Kopf ist zugenagelt. Laufen ist zur Quälerei geworden. Die unmöglichsten Gedanken machen mich fertig.

16.03.2006

Ein rabenschwarzer Tag. Marina, meine Tochter kommt vom Arzt. Traurige Mitteilung: "Ein drei mal 5 cm großer Tumor sitzt bei Ihr im Hals. Tragisch dabei, Sie ist im sechsten Monat schwanger". Morgen muß Sie sofort in die Klink. Ob ich heute noch die Kraft zum Laufen finde? Ich weiß es noch nicht.

15.03.2006

Die große Runde am Kanal. Aber der Fuß bremst mich kräftig aus. Ab 15 km doch wieder starke Schmerzen, die aber zum Ende hin wieder nachlassen.

14.03.2006

Eine Dorfrunde mit Bonnie gelaufen.

13.03.2006

Wieder die Kanalrunde gelaufen. Herrlich klares Winterwetter, ideal zum Laufen. Der Knöchel schmerzte nur noch gelegentlich, von den Rückenbeschwerden der letzten Tage war nichts mehr zu merken.

12.03.2006

Heute hab ich mich mal wieder an die lange Strecke gewagt. In 2:13 Std. haben wir die 22 km Runde geschafft, aber die Knochen, speziell der rechte Knöchel, schmerzten am Ende doch noch recht stark. Es wird Zeit, das es Frühling wird.

11.03.2006

Die Schmerzen werden deutlich weniger. Zur Vorsicht trotzdem nur 2 km gelaufen.

10.03.2006

Elend lässt grüßen. Wenn das so weiter geht, dann muss ich meine Streak reißen lassen. Man, bin ich sauer. Mit Mühe die 2 km geschafft.

09.03.2006

Die 2 km Runde mit Mühe geschafft. Das Kreuz mit dem Kreuz.

08.3.2006

Die Rückenschmerzen halten mich unten. Kaum die 2 km geschafft.

07.03.2006

Heute Morgen hat mich die Hexe geschossen. Mittags konnte ich kaum noch einen Schritt gehen. Bin dann zum Chiropraktiker gefahren und hab mich dort wieder deblockieren lassen. Mühsam hab ich dann abends meine 2 km Runde gelaufen.

06.03.2006

Dorfrunde mit Bonnie.

05.03.2006

Kanalrunde und Schaumburger Wald. Wann wird es endlich Frühling. Der Winter war lang genug.

04.03.2006

Abends mit Bonnie 2 Dorfrunden.

03.03.2006

Dorfrunde mit Bonnie.

02.03.2006

Mit Bonnie die Kanalrunde. Ein schöner Lauf.

01.03.2006

Dorfrunde mit Bonnie.


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