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Was hat sich seit dem 23.02.2020 die Welt verändert.

Gerade noch vor dem „großen Ausbruch der Corona Pandemie“ bekam ich einen Termin im Augenzentrum Minden.  Dem grauen Star soll es an den Kragen gehen.  Am 17.03.2020 wurde mir die Linse im rechten Auge erneuert. Als mir am anderen Tag die Augenklappe abgenommen wurde und ich wieder frei sehen konnte, da betrachtete ich die Welt in einem ganz anderen Licht. So hell, klar und deutlich konnte ich mit dem Auge sehen. Ein Unterschied wie Tag und Nacht zu vorher. Einfach fantastisch was die Augenärzte alles können. Drei Wochen später sollte nun das linke Auge folgen. Aber da kam mir Corona dazwischen. Der OP-Termin wurde abgesetzt und ich stand da nun mit einem gesunden und einem kranken Auge. Da kam der Kopf überhaupt nicht mit klar. Schwindel und Kopfschmerzen waren von nun an mein Begleiter. Kein angenehmer Zustand. Selbst das Wandern mit den Hunden belastete mich deutlich und fand nur noch eingeschränkt statt.

Damit ich aber ein wenig die Form aufrechterhalten wollte, kaufte ich mir Mitte April ein Heimtrainer Fahrrad, auf dem ich nun ein wenig rumstrampel.

Am 26.4. kam dann der erlösende Anruf und ich bekam für den 30.04. einen Termin für die zweite Augen OP.

Auch die verlief ausgesprochen erfolgreich. Nun lese ich Zeitung ohne Brille, ebenso den PC. Auf dem Fernseher kann ich aus fünf Metern Entfernung den Videotext lesen, was vorher nicht einmal mit Brille möglich war. Auto fahren in der Dunkelheit ist kein Problem mehr. Ich fühle mich wie neu geboren. Die Welt ist für mich wieder klar und deutlich geworden. Um den Mond herum sehe ich keinen Hof mehr. Ist das schön.

Wie schön, dieses satte Grün. Hochgenuss für die Augen.
Vor fast auf den Tag genau vor 13 Jahren. Mein Galopper neben dem neue erworbenen Berlingo, der mir immer treue Dienste geleistet hat. Schweren Herzens haben wir uns von ihm getrennt. Aber ich bin mit dem Umbau fertig und brauche jetzt keine zwei Autos mehr. Ulrike hat wegen ihrer schlechten Augen noch nie eine Fahrerlaubnis bekommen. Da reicht uns jetzt der Tiguan.
Unser Parkplatz Schlagte. In Zeiten von Corona total leer.
Gemeinsam wandern und danach gemeinsam pennen.
Ein Blumenstrauß für meine liebste Frau zum Geburtstag. Danke, das ich Dich habe.


23.02.2020

Die Folgen der einjährigen Einnahme der Thrombozyten Funktion Hemmer machen mir doch mehr zu schaffen, als ich gedacht habe.

Vorgestern habe ich beim Wandern einige Laufeinheiten eingebunden. Das war Balsam für die Seele. Hat das Spaß gemacht.

Aber am anderen Tag hatte ich doch mächtige Probleme mit den Bändern im Bauch. Den ganzen Tag über hielten die Schmerzen an. Wie eine Blinddarmentzündung fühlte sich das an. Heute merke ich kaum noch was davon.

Aber es wird wohl ein langer Weg, bis ich wieder einigermaßen in Form bin.

NEVER GIVE UP 

30.01.2020

Eine Zentnerlast ist mir von den Schultern genommen worden. Mein Arzt hat mir mitgeteilt, dass ich ab sofort den Thrombozyten Funktionshemmer absetzen kann. Zweiundfünfzig Wochen musste ich dieses Medikament einnehmen und mit den wirklich schlimmen Nebenwirkungen leben. Brillique 90 mg heißt das Medikament. Alternativlos bei meiner Herzerkrankung. Jede Woche hatte ich mindestens für zwei Tage Nasenbluten. Jede kleine Verletzung braucht mindestens eine Woche bis zur Wundheilung. Zwei Gallensteine meldeten sich seit August immer wieder mit Gallenkoliken. Eine Entfernung der Gallenblase war nicht möglich. Die Medikamente durfte ich auf keinen Fall absetzten. Wäre mir die Gallenblase geplatzt, hätte ich wegen der Medikamente nicht operiert werden können, da man sie fünf Tage vorher absetzten muss. Sonst verblutet man, ein Gegenmittel gibt es dafür nicht. Setzt man die Behandlung zu früh ab, besteht die Gefahr, dass die Herzkranzgefäße wieder verstopfen oder dass ein Schlaganfall ausgelöst wird.

Wenn ich dann daran denke, wie Ulrike von einem Hund umgerissen worden ist und sich die Schulter dabei gebrochen hat. Wäre mir das passiert, hätte keine Operation durchgeführt werden könne. Dieser Alptraum war das Schlimmste für mich. Das Kopfkino, das mal was Unvorhergesehenes passieren kann, das war echt schlimm.

Der Doktor meint, in vierzehn Tagen wären die Nebenwirkungen vorbei. Dann kann ich mich auch endlich am grauen Star behandeln lassen. Mit dem linken Auge kann ich schon nichts mehr lesen.

Ich hoffe inbrünstig, dass es mir dann wieder besser geht und ich auch langsam mit kleinen Laufeinheiten beginnen kann.